Der Absturz des Fluges MH 17 lässt viele Fragen offen. Jeder versucht dem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Anscheinend spielt die Wahrheit keine Rolle mehr. Insoweit sollte man sich selbst einige Fragen stellen. Fragen die sich auch der Mainstream manchmal stellt.

Für den kompletten Westen scheint die Tatsache klar zu sein: Russland ist am Ende am Unglück schuld. Diese sollen den Separatisten Waffen und das Know-How zum  Flugzeugabschuss geliefert haben. Die Springer-Presse hat auf einmal ganz viele Beweise dafür.

Medien spekulieren fast nur und ihnen bleibt auch nicht viel anderes übrig. Kaum jemand ist vor Ort und alle sind der Ansicht, man könne durch soziale Medien alles erfahren. Verteidigungsminister Strelkow, der als Anführer der sogenannten „pro-russischen Separatisten“ gilt, soll auf Facebook den Abschuss gefeiert haben. Klar: Strelkow sitzt den ganzen Tag am Rechner oder spielt an seinem Smartphone rum. Und wieviele Vladimir Putin Accounts und Seiten gibt es? Und: Sind die alle echt? Klar sind die immer dann echt, wenn die westlichen Medien damit Stimmung gegen alles machen können, was gegen Russland und deren Außenpolitik gerichtet ist.

Es ist nicht klar bewiesen, dass Strelkow einen solchen Account besitzt. Aber egal: Man findet ja immer irgendwas. Warum durfte die Maschine überhaupt ein Gebiet überfliegen, wo täglich ukrainische Kampfjets ihre eigene Bevölkerung bombardieren. Warum wurde dort bisher kein Faß aufgemacht. Ist es nun legitim sein eigenes Volk monatelang zu bombardieren?

Fragen über Fragen…Kaum ist das Flugzeug abgestürzt, so meinen alle Seiten die Lösung parat zu haben. Background-Wissen spielt erstmal nur eine Nebenrolle. Die wichtigste Frage aber wäre: Was hätte Strelkow und die selbsternannte Republik „Novorossia“ davon, dass sie eine Maschine mit Zivilisten vom Himmel holen? Damit würden sie sich bis ultimo selbst diskreditieren. Die Zeit sprach von einem „Versehen“. Das wäre möglich, aber auch wenn ein Passagierflugzeig kaum in dieser Höhe von einem Kampfjet zu unterscheiden wäre, so fliegt doch ein solches sein Ziel ganz anders an?!

Vermissen tut man aber auch vor allem die Frage, wie es sein kann, dass Poroschenko unbehelligt seit seiner Machtübernahme massive Luftangriffe auf einen Teil seines Landes abfeuert ohne dass hier irgendwann mal ein medialer Aufschrei aus dem Mainstream kam. Oder mal anders: Wir brauchen uns nichts vorzumachen, dass jedes Aufzählen der medialen Lügen der westlichen Leitmedien den Rahmen eines gewöhnlichen Blog-Artikels sprengen würde.

Es ist wirklich müßig sich über jeden Gedanken eines Leitmedien-Textes diesen noch zu reflektieren, wenn am Ende nur das übliche pro-westliche Gesülze dahintersteht. Den Medien hier geht es wirtschaftlich immer schlechter. Journalisten bangen um ihren Job, aber wenn der Job , der gemacht wird nicht im geringsten einen gesellschaftlichen Mehrwert verdient, dann ist er einfach wertlos. Wer sich Lügenmärchen in seinen freien Minuten ansehen will, der kann sich auch Pinnochio-Heftchen kaufen und diese lesen.

Zur Titelfrage sei gesagt: Bisher sind weder alle Beweismittel gesichtert, noch kann man sagen, welche Arten von Beweismitteln man den höchsten Wert zumessen tut. Bisher werden nur krude Nachrichten von allen Sendern dieser Welt geschickt und alle meinen sie haben die Wahrheit gepachtet. Es ist zum kotzen!

Ein Lichtblick bleibt: WikiLeaks ist es zuzutrauen, dass sie Dokumente, welche uns näher an die Wahrheit heranführen irgendwann an das Tageslicht bringen werden. Und der der die Wahrheit ans Licht führt, der wird von westlichen Medien und Politikern als Verbrecher und Terrorist denunziert.

Nachtrag zum angeblichen Strelkow-Geposte: Defensor Pacis arbeitet auch mit Novorossia News zusammen und man hätte schon längst einen Kontakt über soziale Medien bekommen. Insoweit finden wir die Berichterstattung über ein angebliches geschmackloses Geposte eher nicht sehr wahrscheinlich. Was hätte er auch davon?

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2 Kommentare »

  1. Ich stimme zu, dass es zur Zeit wenig hilfreich ist, sich an der Flut von Spekulationen zu beteiligen. Vielmehr würde ich gerne die Antwort Kiews auf die zehn Fragen hören, die vom russischen Verteidigungsministerium gestellt wurden und die bei Russia Today nachzulesen sind:

    http://rt.com/news/173976-mh17-crash-questions-ukraine/

    Alles andere führt zu teilweise üblen Kommentaren, wie sie zu dem o.g. Artikel (bislang über 1800 !) zu finden sind.

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