Die NSU-Geschichte mit Prozess wird immer dubioser. Das Anwalts-Trio von Zschäpe wollte erst vor Gericht sich von der Verteidigung entbinden, danach erstattete die Angeklagte Strafanzeige gegen ihre Anwälte.

Zudem erschien auf YouTube ein weiteres Interview der Info-Krieger der NSU-Leaks um den Blogger „Fatalist“, die mehr und mehr medial aufgegriffen werden. Also doch keine Verschwörer, wie so manche gesteuerte linke Oppositionsjournaille zu glauben scheint.

Was haben Beate Zschäpe und KGB-Agent Bogdan Stachinski gemeinsam? Beide wurden in München wegen Mordes angeklagt. Beide wurden wegen Mordes angeklagt. Stachinski tötete 1959 den ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera in seinem Münchner Exil mit einer Blausäure-Pistole.

Der Unterschied aber: Beim KGB-Mann bemühten sich die Gerichte, diesen Mann vor einer lebenslangen Freiheitsstrafe zu bewahren, indem man ihn einfach zum Gehilfen des KGB erklärte. Der Stachinski-Fall ging in die Geschichte ein und die Abgrenzung zwischen Täter und Teilnehmer.

Der Täter war der Kreml und Stachinski vor Ort war nur ein reiner Gehilfe, ein willenloses Werkzeug des KGB. Sehr phantasievolle Richter, die somit dem Agenten eine lebenslange Haftstrafe ersparten. Kann alles nun Propaganda sein, muss es aber nicht.

Die Theorie über den animus auctoris gilt bis heute und weiter geht es mit den Unterschieden: Der Herr vom KGB war im Gegensatz zu Zschäpe geständig und ohne freiwilliges Geständnis wäre der Fall bis heute, wie so oft, nicht aufgeklärt.

Zurück zu Zschäpe und den Gemeinsamkeiten und Unterschieden: In München sollte es eigentlich auch darum gehen, ob Zschäpe nun Täter oder Teilnehmer ist. Die Staatsanwaltschaft nimmt hier Täterschaft an, wonach die Angeklagte lebenslange Freiheitsstrafe zu erwarten hätte.

Es gibt kein Geständnis und der Prozess geht immer weiter in die Verlängerung. Die Untersuchungsausschüsse gehen in die Sommerpause und bevor die Ausschüsse der Länder nicht abschließen, ist wohl auch kein Urteil in München zu erwarten.

Und der „Hammer“ mit Zschäpes Verteidigern Heer, Sturm und Stahl und deren Wunsch auf „Entbindung“ ihrer Aufgabe als Verteidiger wird wohl Medien und Justiz noch ein bisschen beschäftigen. Mehr dazu nebst Medienkritik ist auf dem Blog von Rechtsanwalt Burhoff zu lesen.

Der Stachinski-Fall ging im Gegensatz zum NSU-Theater im Jahre 1962 schnell von der Bühne. Hier kann man die ganze Geschichte aus Sicht des Bundesgerichtshof nachlesen. Ob man nun von antisowjetischer Propaganda ausgehen möchte oder nicht, sei jedem selbst überlassen.

Der Propaganda-Verdacht drängt sich vielmehr im aktuellen NSU-Prozess nebst Geschichte aus, die ihren Anfang im Jahre 2011 haben soll. Wer außer ein paar Szene-Journalisten haben sonst was vom NSU gehört?

Vor dem Jahre 2011 erzählten die Verfassungsschützer noch Stolz wie sehr man die rechte Szene im Griff hätte und wie man Szene-Leuten eine Goldene Brücke zur Legalität baute. Aber welche Rolle der oder die VerfassungsschutzerINNEN beim NSU-Komplex spielt, soll ja immer wieder aufgeklärt werden.

Die meisten gängigen Medien, die ab 2011 mehr oder weniger den Propaganda-Auftrag des Staates übernehmen, sind offenkundig nicht an den Ermittlungsakten interessiert. Wie erklärt man sich sonst, dass man Fatalist und seinen Arbeitskreis NSU mehr oder weniger als Troll darstellen will?

Vor zwei Wochen veröffentlichte der Arbeitskreis NSU ein Interview/Gespräch zwischen Dr. Mayr und dem Blogger Fatalist, was man sich hier anschauen kann.

Immerhin:  Reportagen auf 3Sat zeigte, dass öffentlich-rechtliche Medien doch mit Infokriegern arbeiten können und man auch diese zu Wort kommen lässt. Die linken Qualitätsmedien kämen gar nicht auf die Idee sich mit den NSU-Akten zu beschäftigen, weil man ja so seine linke Lügenmaul-Propaganda konterkarieren würde.

„Wenn Leaks, dann WikiLeaks.“, heisst wohl das Motto der Süddeutschen Zeitung, die dann oftmals WikiLeaks-Enthüllungen im Subtext als eignene Enthüllungen präsentiert. Aber das Thema lassen wir hier mal.

Medien und Justiz wollen anscheinend hier jemanden schuldig sprechen, obwohl man keinerlei Beweise hat. Zumindest nicht genügend Beweise, die den Vorwurf der Generalbundesanwaltschaft bestätigen. Wenn man Beweise hat, dann sind diese voll von Widersprüchen. So manche Twitter-Meldung verlinkt auf diese.

Betrachtet man nur mal die Widersprüche die sich schon am Tatort der beiden Haupttäter Mundlos und Bönhardt im Wohnwagen bei Jena ergeben und wie viele Beweise dort vertuscht und verfälscht wurden, so kann man doch berechtigt an der Geschichte Zweifeln, welche Politik mit ihren oben genannten Erfüllungsgehilfen versucht glaubhaft zu erzählen.

Immerhin: Der gesteuerte und gespielte Kampf gegen Rechts lohnt sich auf jeden Fall finanziell. Sämtliche Vereine, „Aufklärungs-Blogs“ sowie die gesteuerte Linksjournaille können auf öffentliche Gelder hoffen. Oder ist das alles Verschwörungstheorie?

In Sachen Pegida foppte die taz mit einer Satire, die nicht als solche gekennzeichnet war, Pegida-Anhänger, als man über bezahlte Kaffeefahrten der AntiFa schrieb. Ein erfundener Bericht, der als Nachricht verkauft wurde, ist also „unabhängiger Qualitätsjournalismus“ den man freiwillig zahlen soll.

Aber lustig Lügen ist halt für das käsige linke Klientel halt einfacher zu verdauen als Akten aufzuarbeiten. Aber Fakten und Akten sind anscheinend auch nicht für linke Medien interessant, sondern juckt auch die Ausschüsse weniger, wie man unten vielleicht feststellt.

Und wenn alles nur ein böses Märchen ist, dann ist auch jede noch so groteske Medienlüge und Aktivisten-Behauptung von der Meinungsfreiheit gedeckt.

https://twitter.com/fingertipus/status/607688763007987712

Was haben Mord und Verarsche gemeinsam: Vor beiden Taten schützt der Staat nicht. Wenn es ihm passt, dann fördert er beides und jene, die an der Aufklärung von Missständen interessiert sind, werden verfolgt. Auch werden hier mögliche Beweismanipulationen nur sehr selten, und wenn dann von unterdrückten Medien aufgegriffen.

Skandiert wird vielmals die Tatsache, dass geheime Akten veröffentlicht wurden. Als man private Briefe von Zschäpe vor zwei Jahren veröffentlichte, die nichts mit der Sache zu tun hatten (außer dass sie in ihrer U-Haft verfasst wurden), hörte man nichts.

Zurück zum Prozess: „Brot und Spiele“ in Sachen Strafverteidigung. Als der vierte Pflichtverteidiger Grasel von Richter Götzl genehmigt wurde, spekulierte man wieder auf das vertraute Verhältnis zwischen Anwalt und Verteidigerin.

Aktuell spekuliert man die Beweggründe für Zschäpes Strafanzeige gegen die drei Pflichtverteidiger. Die Qualitätsmedien interpretieren jeden Gesichtszug und jede Haltung von Zschäpe und spielen sich als Psychoanalytiker auf. Würde man sich doch mal so an die Widersprüche in den Beweisen so auslassen…

Vor allem drängt sich hier eine Frage besonders auf: Wer fürchtet mehr, dass der Prozess am Ende doch platzen könnte: Politik, Justiz, Medien oder die Dienste?

Oder weiters gefragt: Warum wird das Zeugen-Sterben unkritischer reportiert als das Verteidiger-Problem?

Und warum werden ständig Zeugen aus dem rechten Millieu geladen, die sich an nichts erinnern können oder nichts sachdienliches vortragen?

Was sagt eigentlich die Nebenklage:

Die Nebenklage hat (noch) ein leichtes Spiel. Immerhin die Generalbundesanwaltschaft als Hauptkläger hinter sich sowie die bereits vorgefertigte Meinung, die man nun seit Jahren strickt.

Und immerhin: Ohne sich mit allen Akten zu beschäftigen, kann die taz eine brauchbare aktuelle Schlagzeile liefern. Von diesen Untersuchungsausschüssen in den Länderparlamenten gibt es nun sechs Stück. Tedenz steigend: Alle wollen NSU-Land sein.

Lange um den heißen Brei geredet:

Wir haben eine Angeklagte in einem zweifelhaften Prozess, der sich auf jedenfalls nicht widerspruchsfreien Beweisen stützt und deren Verteidigung offenkundig von der Angeklagten mit allen juristischen Mitteln seit nun über einem Monat bekämpft wird.

Medial wird dieser Prozess von einer Medienlandschaft begleitet, die im Zweifel noch befangener ist als Richter und Staatsanwälte zusammen. Flankiert wird der Prozess von Untersuchungsausschüssen, die bisher wenig belastendes Material gebracht haben. Auf den bereits abgeschlossenen Untersuchungsausschuss wurde der nächste gegen den Vorsitzenden eingeleitet (Edathy).

Aber alles das soll seriös und keine „Verschwörungstheorie“ sein? Mh…

Zuvor hatte Defensor Pacis über die NSU-Leaks und weiters im Wiener Contra Magazin schon über die Ungereimtheiten der Geschichte geschrieben.

Auch auf dieses etwas ältere Video von Compact sei noch hingewiesen.

Achja, warum Lynch-Justiz? Schaut euch doch einfach mal an, wie viele bisher im Dunstkreis der verdächtigen Personen während den Ermittlungen zu Tode kam…Alles Zufall?

Nachtrag:

Zum angesprochenen Zeugensterben hier eine Doku von V-Mann Corelli via AntiKrieg-TV :

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3 Kommentare »

  1. Schaut EUCH das mal an wie das abgeht wenn Geheimdienst ( BStU – STASI mit Joachim Gauck als Bediensteten des MfS) mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeitet um, in meinem Falle FOLTER und Mißhandlungen zu unterdrücken, verschleiern: Ermittlungsverfahren 76 Js 1792/93 wurde durch die Nichtherausgabe der Akte Nr.577/85 schwere Körperverletzunh nach §116 StGB der DDR einfach dem Poloizeipräsidenten nicht übergeben! Staatsanwaltschaft II Berlin – ZERV 214 hatte auch die FOLTERBEWEISE vorliegen, und wertete die nicht mal. http://adamlauks.com/2013/01/31/die-wurde-des-menschen-ist-unantastbar-die-wurde-und-ehre-des-folteropfers-der-stazis-adam-lauks-wird-seit-30-4-1992-durch-die-berliner-justiz-mit-fusen-getreten-mit-wissen-des-deutschen-bund/
    Minister Schäuble wollte nach der Wende für ALLE STASI-Verbrechen und Verbrecher Amnestie ausrufen und alle Akten vernichten !? Jetzt wisst ihr spätestens wieso 78 Bänder bereits vernichtet wurden- aus Versehen !??

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