Stay-behind 2.0: Islamistischer Terror vom Westen als „Gladio B“ herbeigeführt?

Der islamistische Terror kehrte Anfang 2015 nach Europa zurück und forderte bis heute über 100 Todesopfer. Nachdem die letzte Terrorwelle gut zehn Jahre zurückliegt, schlug er im Juli auch in Deutschland zu. Während des Kalten Krieges wurde Europa vom politischen linken und rechten Terrorismus heimgesucht. Dabei gingen viele Akte auf das Konto der geheimen NATO-Krieger (Gladio), die nach Auffassung einiger Publizisten seit Mitte der 1990er Jahren unter falscher (islamistischer) Flagge operieren.

Über die geheimen Schattenkrieger der NATO schrieb der Schweizer Historiker Daniele Ganser seine Doktor-Arbeit, welche er später als Buch veröffentlichte, das in über zehn Sprachen übersetzt wurde. Selten, dass man sich weltweit so sehr für eine Doktor-Arbeit interessiert, die aber zugleich dem Schweizer Friedensforscher viele Gegner aus allen politischen Lagern beschert hat. Auch wenn viele Details über die NATO-Armee in seiner wissenschaftlichen Arbeit nicht alle Zweifel beiseite geräumt werden konnten und er deswegen sowohl von Politikern als auch von konformen Publizisten gerne in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt wird, so kann ihm keiner vorwerfen, er habe abgeschrieben. In den Reihen unserer Politiker gehört das irgendwie schon zum guten Ton. Wir erinnern uns an den NATO-Versteher und Bundeswehr-Reformer Karl Theordor zu Guttenberg, der deswegen seinen Posten als Verteidigungsminister losgeworden ist. Es zeigt uns wie sehr es dem Mainstream daran gelegen ist, Wahrheiten zu verschleiern und zu unterdrücken, die ohnehin schon ans Tageslicht gekommen sind.

Um was geht es in dem streitigen Werk: Ganser behandelte in seinem Werk ein Netzwerk der NATO, welches im Kalten Krieg existierte. In jedem Land in Europa, welches nicht Mitglied im Warschauer Pakt war, soll die NATO eine Geheimarmee unterhalten haben. Obwohl der Begriff der Armee wohl unglücklich gewählt wurde, da es sich erwiesenermaßen um kleinere Gruppierungen von Schattenkriegern handelte, die allerdings eines gemeinsam hatten: Sie waren allesamt entweder weit rechts oder erzkonservativ und katholisch. Über die Summe aller Mitglieder ist bis heute nichts bekannt, aber von der Anzahl her dürfte es sich insgesamt wohl um eine Armee gehandelt haben. Zweck dieser Armee war, ein geheimes Netzwerk von Kommando-Trupps zu schaffen, die im Falle einer sowjetischen Invasion Sabotageakte und Angriffe gegen die Kräfte des Warschauer Paktes durchführen. Zu so einer Invasion ist es allerdings nicht gekommen, jedoch zu vielen einzelnen Anschlägen, die viele Todesopfer einforderten. Insoweit ist es Quatsch zu behaupten es hätte im Kalten Krieg keine Todesopfer gegeben.

https://twitter.com/MarsDiPadova/status/756574422887231488

Alleine der Anschlag auf dem Bahnhof in Bologna forderte 80 Menschenleben ein und über 200 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Auch die Anschlagsserie im südlichen Belgien, die als „Killerbande von Brabant“ in die Geschichte einging, soll ebenfalls mit dem NATO-Netzwerk „Stay-Behind“ in Verbindung stehen, dessen prominentester Ableger das rechte Gladio-Netzwerk in Italien war. Sicher war es taktisch-militärisch eine kluge Idee gewesen, eine geheime Armee im Westbündnis in der Hinterhand zu haben. Aber Terroranschläge gegen das eigene Volk durchzuführen und Staatsstreiche herbeizuführen, ist sicher nicht im Sinne einer demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft, die der Westen immer wieder vorgibt zu sein.

Aber dieses geheime Netzwerk wurde zum Teil längst von der HVA, also dem Auslandsgeheimdienst der Stasi, aufgeklärt. Hätte sich also zu Zeiten des Kalten Kriegs irgendein investigativer Journalist auf die Aufklärungsergebnisse der DDR berufen, so hätte er sicher sein können, dass er als Ost-Agent in Misskredit geraten wäre. Rausgekommen ist damals alles erst in den 1990er Jahren und das auch nur scheibchenweise, so das die Zusammenstellung von Gansers Werk sicherlich ein Haufen Arbeit gewesen ist. Und zu dieser Zeit steckte das Internet noch in den den Kinderschuhen. Doch bereits Mitte der 1990er soll ein neues Netzwerk gegründet worden sein, über das im deutschsprachigen Raum kaum gesprochen wird.

Man nennt es „Gladio B“ und die Schattenkrieger sollen diesmal keine verkappten Rechten oder Katholiken sein, die den „bösen Kommunismus“ bekämpfen, sondern es wird vom aktuellen islamistischen Terror gesprochen, der Europa und die Welt in Atem hält. Den Anfang machte die ehemalige FBI-Angestellte Sibel Edmonds und der in Japan lebende investigative Journalist James Corbett. Bereits vor Jahren haben beide Publizisten – ungeachtet der Terroranschläge vom 11 September – über ein solches Netzwerk gesprochen, wo islamistische Kämpfer im zentralasiatischen Raum ihr Unwesen im Sinne der NATO treiben sollen.

 

Aktuell wird dieses neue Form von Terrorismus im Zusammenhang mit dem Militärputsch in der Türkei besprochen, wo viele Indizien auch unabhängig von Edmonds und Corbett davon sprechen, dass westliche Geheimdienste, allen voran der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA, seine Finger im Spiel haben könnte. Und die Gülen-Bewegung, die dem türkischen Staatpräsidenten aktuell das Regieren schwer macht, hat auch einen starken religiösen Bezug. Ähnlich ist es auch im benachbarten Syrien, wo sowohl die syrische Al-Nusra Front als auch die Freie Syrische Armee einen fundamentalistisch-sunnitischen Bezug haben – ebenso wie es bei ISIS oder Al-Quaida der Fall ist. Und was haben die beiden Staatspräsidenten Assad und Erdogan gemeinsam? Sobald sie sich gegen die Interessen des Westen stemmen, machen ihnen auf einmal Islamisten das Leben schwer.

 

 

Der islamistische Terror kehrte Anfang 2015 nach Europa zurück und forderte bis heute über 100 Todesopfer. Nachdem die letzte Terrorwelle gut zehn Jahre zurückliegt, schlug er im Juli auch in Deutschland zu. Während des Kalten Krieges wurde Europa vom politischen linken und rechten Terrorismus heimgesucht. Dabei gingen viele Akte auf das Konto der geheimen NATO-Krieger (Gladio), die nach Auffassung einiger Publizisten seit Mitte der 1990er Jahren unter falscher (islamistischer) Flagge operieren.

Über die geheimen Schattenkrieger der NATO schrieb der Schweizer Historiker Daniele Ganser seine Doktor-Arbeit, welche er später als Buch veröffentlichte, das in über zehn Sprachen übersetzt wurde. Selten, dass man sich weltweit so sehr für eine Doktor-Arbeit interessiert, die aber zugleich dem Schweizer Friedensforscher viele Gegner aus allen politischen Lagern beschert hat. Auch wenn viele Details über die NATO-Armee in seiner wissenschaftlichen Arbeit nicht alle Zweifel beiseite geräumt werden konnten und er deswegen sowohl von Politikern als auch von konformen Publizisten gerne in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt wird, so kann ihm keiner vorwerfen, er habe abgeschrieben. In den Reihen unserer Politiker gehört das irgendwie schon zum guten Ton. Wir erinnern uns an den NATO-Versteher und Bundeswehr-Reformer Karl Theordor zu Guttenberg, der deswegen seinen Posten als Verteidigungsminister losgeworden ist. Es zeigt uns wie sehr es dem Mainstream daran gelegen ist, Wahrheiten zu verschleiern und zu unterdrücken, die ohnehin schon ans Tageslicht gekommen sind.

Um was geht es in dem streitigen Werk: Ganser behandelte in seinem Werk ein Netzwerk der NATO, welches im Kalten Krieg existierte. In jedem Land in Europa, welches nicht Mitglied im Warschauer Pakt war, soll die NATO eine Geheimarmee unterhalten haben. Obwohl der Begriff der Armee wohl unglücklich gewählt wurde, da es sich erwiesenermaßen um kleinere Gruppierungen von Schattenkriegern handelte, die allerdings eines gemeinsam hatten: Sie waren allesamt entweder weit rechts oder erzkonservativ und katholisch. Über die Summe aller Mitglieder ist bis heute nichts bekannt, aber von der Anzahl her dürfte es sich insgesamt wohl um eine Armee gehandelt haben. Zweck dieser Armee war, ein geheimes Netzwerk von Kommando-Trupps zu schaffen, die im Falle einer sowjetischen Invasion Sabotageakte und Angriffe gegen die Kräfte des Warschauer Paktes durchführen. Zu so einer Invasion ist es allerdings nicht gekommen, jedoch zu vielen einzelnen Anschlägen, die viele Todesopfer einforderten. Insoweit ist es Quatsch zu behaupten es hätte im Kalten Krieg keine Todesopfer gegeben.

Alleine der Anschlag auf dem Bahnhof in Bologna forderte 80 Menschenleben ein und über 200 Menschen wurden teilweise schwer verletzt. Auch die Anschlagsserie im südlichen Belgien, die als „Killerbande von Brabant“ in die Geschichte einging, soll ebenfalls mit dem NATO-Netzwerk „Stay-Behind“ in Verbindung stehen, dessen prominentester Ableger das rechte Gladio-Netzwerk in Italien war. Sicher war es taktisch-militärisch eine kluge Idee gewesen, eine geheime Armee im Westbündnis in der Hinterhand zu haben. Aber Terroranschläge gegen das eigene Volk durchzuführen und Staatsstreiche herbeizuführen, ist sicher nicht im Sinne einer demokratischen und freiheitlichen Gesellschaft, die der Westen immer wieder vorgibt zu sein.
Aber dieses geheime Netzwerk wurde zum Teil längst von der HVA, also dem Auslandsgeheimdienst der Stasi, aufgeklärt. Hätte sich also zu Zeiten des Kalten Kriegs irgendein investigativer Journalist auf die Aufklärungsergebnisse der DDR berufen, so hätte er sicher sein können, dass er als Ost-Agent in Misskredit geraten wäre. Rausgekommen ist damals alles erst in den 1990er Jahren und das auch nur scheibchenweise, so das die Zusammenstellung von Gansers Werk sicherlich ein Haufen Arbeit gewesen ist. Und zu dieser Zeit steckte das Internet noch in den den Kinderschuhen. Doch bereits Mitte der 1990er soll ein neues Netzwerk gegründet worden sein, über das im deutschsprachigen Raum kaum gesprochen wird.
Man nennt es „Gladio B“ und die Schattenkrieger sollen diesmal keine verkappten Rechten oder Katholiken sein, die den „bösen Kommunismus“ bekämpfen, sondern es wird vom aktuellen islamistischen Terror gesprochen, der Europa und die Welt in Atem hält. Den Anfang machte die ehemalige FBI-Angestellte Sibel Edmonds und der in Japan lebende investigative Journalist James Corbett. Bereits vor Jahren haben beide Publizisten – ungeachtet der Terroranschläge vom 11 September – über ein solches Netzwerk gesprochen, wo islamistische Kämpfer im zentralasiatischen Raum ihr Unwesen im Sinne der NATO treiben sollen.

Aktuell wird dieses neue Form von Terrorismus im Zusammenhang mit dem Militärputsch in der Türkei besprochen, wo viele Indizien auch unabhängig von Edmonds und Corbett davon sprechen, dass westliche Geheimdienste, allen voran der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA, seine Finger im Spiel haben könnte. Und die Gülen-Bewegung, die dem türkischen Staatpräsidenten aktuell das Regieren schwer macht, hat auch einen starken religiösen Bezug. Ähnlich ist es auch im benachbarten Syrien, wo sowohl die syrische Al-Nusra Front als auch die Freie Syrische Armee einen fundamentalistisch-sunnitischen Bezug haben – ebenso wie es bei ISIS oder Al-Quaida der Fall ist. Und was haben die beiden Staatspräsidenten Assad und Erdogan gemeinsam? Sobald sie sich gegen die Interessen des Westen stemmen, machen ihnen auf einmal Islamisten das Leben schwer.

Wie gesagt, diese neue Form des Terrorismus unter falscher Flagge soll es bereits seit Mitte der 1990er geben. Natürlich erscheint es durchaus fraglich, ob eine solche Operation auch wirklich unter dem Decknamen „Gladio B“ laufen würde, aber insgesamt ist diese Form von Terrorismus nicht ganz von der Hand zu weisen. Es ist schließlich auch bekannt, dass die Amerikaner und seine westlichen Verbündeten im Afghanistan einen Stellvertreter-Krieg gegen die Sowjetunion geführt haben und Al-Quadia nebst Osama bin-Laden unterstützt haben. Beim Anschlag vom Nizza wird beispielsweise eine Stay-behind-Verbindung disktutiert, so wie auch bei den Anschlägen der Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo.

 

gesamt werden solche Bezüge, also zwischen westlichen Diensten und den Terroranschlägen diskutiert, allerdings überwiegend im englischsprachigen Raum. Wem nützen solche Attacken? Es ist kein Geheimnis, dass die Firmen die Sicherheitsausrüstungen und neue Sicherheitssysteme verkaufen von diesen Attacken profitieren werden. Und auch das Vertrauen zwischen Bürgern und Sicherheitsbehörden wurde nachweislich gestärkt. Es ist schon fast ein wenig übermütig und politisch inkorrekt, wenn man den Einsatz der Polizei in München diskutiert, wo weit über 1000 Einsatzkräfte aus Deutschland und Österreich im Einsatz waren und massiv die Grundrechte der Bürger eingeschränkt haben. Das inzwischen gefühlte zehnte Sicherheitspaket in Deutschland wurde überwiegend gelobt. Wer nur den Hauch einer Kritik an dieser Form von Innenpolitik übt, der wird sogar von den sonst so staatskritischen Rechten aufs Äußerste beschimpft.

Und die Angst vor dem Islamismus steigt: sie ist stetig seit den 1990er Jahren angestiegen. Eine Parallele kann man fast in den 1970er Jahren erkennen, wo die „linke Gefahr“ gepuscht wurde – Stichwort RAF. Und es hat sehr lange gedauert bis man herausgefunden hatte, dass die ersten Waffen der RAF vom Berliner Verfassungsschutz stammten. Aber nicht nur Waffen lieferte der damalige Agent Urach der Baader-Meinhof-Bande, sondern auch Drogen und Geld. Wie sonst hätten diese durchgeknallten Linken ein vergleichsweise luxuriöses Leben in Berlin leisten können? Aber zugegeben, das ist Schnee von Gestern. Aber dass durch Angst Politik gemacht wird, ist heute immer noch Brauch.

Und wenn man hier gleich nach Verschwörung schreit, so sollte man sich folgende Gedanken vor Augen halten: Noch vor 2001, also im Jahre 1999, wurde Russland von einer Anschlagsserie heimgesucht – ausgeführt von Islamisten. Heute wie damals tauchen immer wieder Reportagen, Berichte und sogar Spielfilme auf, wo man Putin und andere beschuldigt, es handle sich um eine Aktion der Sicherheitsdienste. Wer diese Behauptungen als Verschwörungstheorie angreift, der ist schnell ein „Putin-Versteher“, denn in diesem Fall ist jede Behauptung erlaubt und je schmutziger die Geschichte dargestellt wird, desto mehr staatliche Förderung erhält diese Form von „Qualitätsjournalismus“ – komisch?! Und auch der junge Präsident Ramsam Kadyrow, wird gerne als „böser Diktator“ oder „Marionette des Kremls“ dargestellt, weil er die „armen Terroristen“ daran hindert einen Anschlag zu verüben. Dabei ist es erwiesen, dass der russische Kaukasus lange ein sicheres Hinterland für ehemalige Afghanistan-Krieger gewesen ist, die bekanntlich lange Zeit vom Westen gefördert werden und lange im liberalen Chaos sich neu formieren konnten.

Selbstverständlich ist nicht jeder Terrorakt von staatlicher Hand gefördert oder toleriert, aber die jüngere Geschichte gezeigt, dass es solche Vorfälle gegeben hat und viele Anschläge, die 30 Jahre lang zurückliegen, nicht aufgeklärt werden. Dabei tut es sich besonders das so sicher erscheinende Bundesland Bayern schwer, wo sowohl das Oktoberfest-Attentat als auch die vermeintliche NSU-Morde viele Fragen aufwerfen lassen und an den offiziellen Versionen der gelobten Journalisten von BR bis SZ, viele berechtigte Zweifel bestehen lassen. Im Unterschied zu dieser Form des Qualitätsjournalismus, will dieser Text hier keine Geschichte erzählen oder einen Fall lösen, denn das ist nicht die Aufgabe. Gleichwohl ist es Aufgabe Fragen aufzuwerfen.

 

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Kategorien:Allgemein, International, Militär

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