Zur russischen Idex-Delegation gehören mehr als 400 Personen, darunter Vertreter des Verteidigungsministeriums, der staatlichen Korporation Rostech, der Waffenexportbehörde Rosoboronexport, der Vereinigten Flugzeugbaukorporation, der Holding „Wertoljoty Rossiji“ („Russische Hubschrauber“) uvm.

Bei der Rosoboronexport verriet man, dass verschiedene Rüstungstechniken gegenwärtig besonders großes Interesse im Ausland hervorriefen, zum Beispiel die Mehrzweck-Kampfjets Su-35, Kampfhubschrauber Ka-52, Luftabwehrraketensysteme S-400 „Triumph“, Luftabwehrraketen- und —kanonensysteme Panzyr-S1 sowie die mobilen Luftabwehrkomplexe Igla-S. Viele potenzielle Kunden interessierten sich außerdem für Panzer T-90MS, Schützenpanzerwagen BMP-3M und BTR-82A, Armeefahrzeuge Taifun-K.

 

„Der Nahe Osten war für uns immer eine der wichtigsten Regionen für militärtechnische Kooperation“, sagte Rosoboronexport-Chef Igor Sewastjanow. „Russische Waffen zeigten sich hervorragend im Nahen Osten, darunter auch im Laufe der Anti-Terror-Einsätze der letzten Jahre.“ Noch bietet die Waffenexportbehörde auch ihre Dienste bei der Modernisierung der älteren russischen bzw. sowjetischen Militärtechnik an.

Der Leiter der Holding „Wertoljoty Rossiji“, Andrej Boginski, sagte seinerseits: „Der russische Einsatz in Syrien hat das Interesse ausländischer Besteller für russische Hubschrauber gefördert – das sehen wir bei der Messe.“ Dabei gehe es „nicht nur um Hubschrauber, sondern auch um andere Flugtechnik“.

Laut anderer Quellen interessieren sich auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) für verschiedene Modelle russischer Militärtechnik. Allerdings wurden in den letzten Jahren keine großen Verträge abgeschlossen: Experten zufolge haben die VAE zwischen 2000 und 2014 russische Technik für nur 714 Millionen Dollar erhalten. Allerdings war ausgerechnet Abu Dhabi im Jahr 2000 der größte Besteller für Panzyr-S1-Komplexe, da ein Vertrag über die Lieferung von insgesamt 50 Komplexen unterzeichnet wurde. Später wurden diese Waffen auch nach Syrien, Algerien und in den Irak geliefert.

Seit 2015 verhandeln Moskau und Abu Dhabi über die Lieferung von Su-35-Kampfjets, die am Syrien-Einsatz intensiv teilnehmen. Dabei wollen die Emirate keine fertiggebauten Flugzeuge kaufen, sondern bestehen auf der Gründung von Joint Ventures, die sie dann selbst bauen würden. Zwar kommt ein Vertrag noch nicht infrage, aber bei den Verhandlungen seien „wesentliche Fortschritte“ erreicht worden, verriet ein Insider. Um die Gespräche zu intensivieren, wird sich der für militärtechnische Kooperation zuständige Assistent des russischen Präsidenten, Wladimir Koschin, am 22. Februar mit der militärpolitischen Führung der VAE zu Verhandlungen treffen.

 

Mit anderen Kunden würden unmittelbar im Laufe der Idex-Messe Gespräche geführt. Dabei wird sich die Führung der Waffenexportbehörde unter anderem mit Vertretern verschiedener Nahost-, afrikanischen und südostasiatischen Länder treffen.

Quelle: News Front auf Deutsch

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