Der geopolitische Informationsdienst Stratfor schrieb im öffentlichen Bereich heute über den Anschlag auf die U-Bahn-Stationen in St. Petersburg und deren Ursachen. Das Portal sieht Russlands Einsatz in Syrien als einen Hauptgrund, wie es dort heißt.

 

Wie bereits auf Defensor Pacis angedeutet, ist die Tragödie von St. Petersburg ein Nährboden für verschiedene Verschwörungstheorien. Seit mehreren Jahren kam es in Russland nicht mehr zu einem großen Terroranschlag, die sich überwiegend im EU-Raum und den USA sowie im Nahen Osten ereignet haben. Doch als Russland vor über zehn Jahren von Terroranschlägen heimgesucht wurde, da ließ sich der Westen auch nicht lumpen und verbreitete die Theorie, dass der Kreml hinter den Anschlägen auf die U-Bahn in Moskau oder auf das Theater war. Nun sind 14 Menschen ums Leben gekommen und über 49 Personen wurden verletzt.

Der geopolitische Informationsdienst, der einst von George Friedman gegründet wurde und als sogenannte „Schatten-CIA“ in Verruf geraten ist, hat die verschiedenen Theorien dargelegt und kam zum Ergebnis, dass die fortwährende Radikalisierung der Jugend ein Grund sei. Ähnlich ist es ja auch im Westen, wo sich viele junge Muslime aus den gleichen Gründen radikalisieren.

 

Aber dennoch: Der Westen verbreitet gerne seine Theorien, beispielsweise etwa, dass der Kreml die Anschläge inszenierte, um es der Ukraine in die Schuhe zu schieben. Solche Theorien und umgekehrt tut das Portal als Quatsch ab. Vielmehr sehen die Analysten von Stratfor den Grund darin, dass die führungslosen IS-Krieger nun Vergeltung an Russland nehmen, da sich Russland seit 2015 in Syrien engagierte. Bereits kurz nach dem Einsatz von Russland 2015 stürzte auf Sinai ein Flugzeug ab, ebenfalls ein Anschlag des IS.

 

Als Grund wird beispielsweise die Problemregion Zentralasien genannt, also Kasachstan, Turkmenistan und Kirgistan, aber auch Dagestan, wo sich viele Moslems aufgrund der vielen Probleme radikalierte. Der Täter selbst stamme ja nach Medienangaben aus Kirgistan und radikalisierte fortwährend, bis er zum Selbstmordattentäter wurde. Am Montag um 14.30 Uhr Moskauer Zeit war es in einem U-Bahn-Waggon, der gerade zwischen der Sankt Petersburger U-Bahn-Station Sennaja Ploschschad (Heuplatz) und dem Technologischen Institut fuhr, zu einer Explosion gekommen. Augenzeugen berichten von einem lauten Knall und einem beißenden Geruch. Man habe sich in eine Ecke des Waggons geflüchtet, dabei sei es zu panischem Gedrängel gekommen. Der russische Sender RT fragt sich bereits, ob es sich beim Anschlag um eine Destabilisierungstrategie handelt.

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