Wie der Westen Islamisten für sich einsetzt

Immer passieren Anschläge, die durch Islamisten herbeigeführt werden. Paris, Brüssel, Berlin und vor kurzem St. Petersburg. Sprengstoffanschläge, Massenerschießungen oder LKW-Anschläge. Was früher unter falscher Flagge durch Neonazis herbeigeführt wurde, das machen nun Islamisten.

Diesmal auch unter falscher Flagge?! Diese Strategie mit islamistischen Fundamentalisten sollen auch in Nizza am 14 Juli eingesetzt worden sein.

Über die geheimen Schattenkrieger der NATO schrieb der Schweizer Historiker Daniele Ganser seine Doktor-Arbeit, welche er später als Buch veröffentlichte, das in über zehn Sprachen übersetzt wurde. Selten, dass man sich weltweit so sehr für eine Doktor-Arbeit interessiert, die aber zugleich dem Schweizer Friedensforscher viele Gegner aus allen politischen Lagern beschert hat. Auch wenn viele Details über die NATO-Armee in seiner wissenschaftlichen Arbeit nicht alle Zweifel beiseite geräumt werden konnten und er deswegen sowohl von Politikern als auch von konformen Publizisten gerne in die Ecke der Verschwörungstheoretiker gestellt wird, so kann ihm keiner vorwerfen, er habe abgeschrieben.  Unter dem Stichwort „Gladio“ oder „Stay behind“ war dieses geheime Projekt herbeigeführt worden, um eine sogenannte Strategie der Spannung herbeizuführen.

 

Das sagte einst ein Mitglied der NATO-Geheimarmee Gladio – der italienische Ableger der NATO-Armee – über die Anschläge in Peteano. Diese Armeen oder auch Einheiten, je nach größe, gab es in jedem westlichen Land. Und auch im Ostblock versuchte man mit solchen Terror-Trupps die Politik des Ziellandes zu beeinflussen.

 

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Bis zum Ende des Kalten Krieges hielt am an der Strategie fest und setzte rechte Personen ein, um diese Taktik durchzuführen. Erst in den 1990er Jahren kam dies alles ohne großes Aufsehen in der Presse heraus.

Doch bereits Mitte der 1990er soll ein neues Netzwerk gegründet worden sein, über das im deutschsprachigen Raum kaum gesprochen wird.

 

Man nennt es „Gladio B“ und die Schattenkrieger sollen diesmal keine verkappten Rechten oder Katholiken sein, die den „bösen Kommunismus“ bekämpfen, sondern es wird vom aktuellen islamistischen Terror gesprochen, der Europa und die Welt in Atem hält. Den Anfang machte die ehemalige FBI-Angestellte Sibel Edmonds und der in Japan lebende investigative Journalist James Corbett. Bereits vor Jahren haben beide Publizisten – ungeachtet der Terroranschläge vom 11 September – über ein solches Netzwerk gesprochen, wo islamistische Kämpfer im zentralasiatischen Raum ihr Unwesen im Sinne der NATO treiben sollen.

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Wem nützen solche Attacken? Es ist kein Geheimnis, dass die Firmen die Sicherheitsausrüstungen und neue Sicherheitssysteme verkaufen von diesen Attacken profitieren werden. Und auch das Vertrauen zwischen Bürgern und Sicherheitsbehörden wurde nachweislich gestärkt. Es ist schon fast ein wenig übermütig und politisch inkorrekt, wenn man den Einsatz der Polizei in München diskutiert, wo weit über 1000 Einsatzkräfte aus Deutschland und Österreich im Einsatz waren und massiv die Grundrechte der Bürger eingeschränkt haben. Das inzwischen gefühlte zehnte Sicherheitspaket in Deutschland wurde überwiegend gelobt. Wer nur den Hauch einer Kritik an dieser Form von Innenpolitik übt, der wird sogar von den sonst so staatskritischen Rechten aufs Äußerste beschimpft.

Und die Angst vor dem Islamismus steigt: sie ist stetig seit den 1990er Jahren angestiegen. Eine Parallele kann man fast in den 1970er Jahren erkennen, wo die „linke Gefahr“ gepuscht wurde – Stichwort RAF. Und es hat sehr lange gedauert bis man herausgefunden hatte, dass die ersten Waffen der RAF vom Berliner Verfassungsschutz stammten. Aber nicht nur Waffen lieferte der damalige Agent Urach der Baader-Meinhof-Bande, sondern auch Drogen und Geld. Wie sonst hätten diese durchgeknallten Linken ein vergleichsweise luxuriöses Leben in Berlin leisten können? Aber zugegeben, das ist Schnee von Gestern. Aber dass durch Angst Politik gemacht wird, ist heute immer noch Brauch.

 

Und wenn man hier gleich nach Verschwörung schreit, so sollte man sich folgende Gedanken vor Augen halten: Noch vor 2001, also im Jahre 1999, wurde Russland von einer Anschlagsserie heimgesucht – ausgeführt von Islamisten. Heute wie damals tauchen immer wieder Reportagen, Berichte und sogar Spielfilme auf, wo man Putin und andere beschuldigt, es handle sich um eine Aktion der Sicherheitsdienste. Wer diese Behauptungen als Verschwörungstheorie angreift, der ist schnell ein „Putin-Versteher“, denn in diesem Fall ist jede Behauptung erlaubt und je schmutziger die Geschichte dargestellt wird, desto mehr staatliche Förderung erhält diese Form von „Qualitätsjournalismus“ – komisch?! Und auch der junge Präsident Ramsam Kadyrow, wird gerne als „böser Diktator“ oder „Marionette des Kremls“ dargestellt, weil er die „armen Terroristen“ daran hindert einen Anschlag zu verüben. Dabei ist es erwiesen, dass der russische Kaukasus lange ein sicheres Hinterland für ehemalige Afghanistan-Krieger gewesen ist, die bekanntlich lange Zeit vom Westen gefördert werden und lange im liberalen Chaos sich neu formieren konnten.

 

 

Selbstverständlich ist nicht jeder Terrorakt von staatlicher Hand gefördert oder toleriert, aber die jüngere Geschichte gezeigt, dass es solche Vorfälle gegeben hat und viele Anschläge, die 30 Jahre lang zurückliegen, nicht aufgeklärt werden. Dabei tut es sich besonders das so sicher erscheinende Bundesland Bayern schwer, wo sowohl das Oktoberfest-Attentat als auch die vermeintliche NSU-Morde viele Fragen aufwerfen lassen und an den offiziellen Versionen der gelobten Journalisten von BR bis SZ, viele berechtigte Zweifel bestehen lassen. Im Unterschied zu dieser Form des Qualitätsjournalismus, will dieser Text hier keine Geschichte erzählen oder einen Fall lösen, denn das ist nicht die Aufgabe. Gleichwohl ist es Aufgabe Fragen aufzuwerfen.

 

Was die Anschläge in St. Petersburg betreffen, so waren wohl auch Islamisten im Einsatz, die auch aus Zentralasien stammen, wo alles auch anfing, wenn man Corbett glaubt. Und auch in der Türkei wollte der Islamist Gülen einen Putsch herbeiführen und versuchte das Land zu destabilisieren. Gerade in der Türkei, wo die rechten Grauen Wölfe für verschiedene Terrorakte verantwortlich gemacht werden, sind in Gansers Buch ebenfalls als brutale Terrorgruppe genannt. Die Ironie hierbei ist, dass gerade der Westen und seine unterwanderten Medien nun gerne dem Kreml den Schwarzen Peter zuschieben, wie sie es einst vor zehn Jahren machten. Ob in Artikeln, Büchern oder Filmen – jedes Mittel zur Publikation war recht, um den Zuschauern oder Lesern, das Bild vom bösen Putin zu suggerieren.

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Kategorien:Allgemein

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