Nachdem es in Idlib zu einem vermeintlichen Giftgas-Angriff gekommen ist, werfen sich Russland, Syrien und die USA die Vorwürfe um die Ohren. Auch wenn alles nach falscher Flagge riecht, könnte es zu einem Militärschlag der USA in Syrien kommen.

Ansonsten leistet Russland zusammen mit seinen Alliierten weiterhin provisorische Aufbauhilfe im Land, wie Sputnik hier schreibt.

 

Trump erklärte zwar nicht, ob ein Waffengang in Erwägung gezogen werde. Doch sein Vize Mike Pence war kategorischer. „Alle Optionen sind auf dem Tisch“, sagte er. Der republikanische Senator Tom Cotton äußerte, auch wenn die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) die größte Bedrohung sei, könnten die USA sich nicht in Sicherheit wägen, „solange die Achse Assad-Iran-Russland ihre Geschäfte in Syrien macht“.

Der russische Militärexperte Juri Netkatschew glaubt nicht, dass sich Trump für einen offenen Krieg gegen die syrischen Regierungstruppen entscheiden wird. Er hält jedoch Angriffe für möglich, die der Öffentlichkeit als Zufall dargestellt würden.

„Auch ist nicht ausgeschlossen, dass das Pentagon wieder zu der Taktik greifen wird, wie sie 1999 im Krieg gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien angewendet wurde“, sagte der Experte zur Zeitung „Nesawissimaja gaseta“. „Damals hatten die USA und ihre Nato-Partner nämlich lange Zeit Truppenstandorte, Munitionslager und wichtige Industrieanlagen bombardiert“, schreibt der digitale Informationsdienst Sputnik unter Berufung auf die russische Zeitung.

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Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.
Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

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Sollte Trump tatsächlich zu solchen Mitteln greifen, dass zeigt sich wieder mal, dass man auf die leeren Sprüche eines US-Präsidenten nicht allzuviel geben soll. Deutsche Experten sehen in Trump ebenfalls als eine zukünftige Marionette des militärisch-industriellen Komplexes, der in den USA großen Einfluss ausübt.

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