Gute Bomben vs. böse Bomben – Der Unterschied zwischen Russischen und US-Militärschlägen in Syrien

 

Die USA sind zurück auf dem Schlachtfeld und manchmal treffen die Blindgänger des Pentagons auch Menschen – zuletzt 10 Zivilisten und vier Kinder, worüber man gerne in den Medien schweigt. Worin sich die Militärschläge zwischen Russland und den USA unterscheiden.

Natürlich gibt es keine guten und bösen Bomben – aber dennoch gibt es Unterschiede zwischen dem Russischen Einsatz in Syrien und dem US-amerikanischen Bestreben. Zunächst bleibt festzuhalten, dass auch Frankreich, England und Israel die syrische Armee und die Verbündeten von Präsident Assad immer wieder seit 2014 ihre Bomben auf Unschuldige geworfen haben. Die deutsche Bundeswehr leistet hier ihre Führungsunterstützung in der Luftaufklärung. Für die Medien im Westen war das oftmals kein Grund überhaupt ein Wort darüber zu verlieren, aber dennoch sickern diese Fakten dann doch auch dort immer wieder durch.

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Zunächst besteht der Unterschied darin, dass die Russen erst seit Ende September 2015 und nicht bereits 2014 mit ihrer Militäroperation in Syrien starteten. Und vor allem Russlands Einsatz basiert auf der Bitte von Präsident Assad, der seit 2011 mit den feindlichen Bestrebungen der Westmächte zu kämpfen hat und die Etablierung des IS in Syrien viele Regionen im Land geschwächt haben. Insoweit handelt es sich beim russischen Mandat nicht um einen völkerrechtswidrigen Akt. Und vor allem musste Russland sich dafür keine Giftgas-Lüge ausdenken, an die man sich bereits im Westen gewöhnt hat.

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Warum die US-Regierung gegen Assad ist: Die Zentralbank in Syrien ist in staatlicher Hand, das Land hat keine Schulden, kein GenFood, dafür Öl- und Gasreserven und den Dollar nicht als Leitwährung – kurzum: Es ist ein souveränes Land, dass die USA nicht benötigt, um zu überleben. Somit lässt man sich auch nicht vom Amerikaner versklaven.

Ende Oktober 2015, kurz nachdem die größte Welle des Flüchtlingsstroms nach Europa kam, da war Russland gerade mal vier Wochen im Einsatz und prompt konnten 800.000 Flüchtlinge aus Syrien wieder in ihre Heimat zurückkehren und machten sich gerade nicht mehr auf den Weg nach Europa. Für Flucht und Vertreibung sorgte vor allem die Etablierung des Islamischen Staates, der in Russland verboten ist, sowie die bezahlten Aufstände, die seit 2011 Syrien in Atem hielten. Von dieser Zeit an und zuvor auch aus dem Irak, machten sich viele Menschen bereits auf den Weg nach Europa, allerdings ohne die mediale Propaganda und ohne ein „Wir schaffen das!“ einer Bundeskanzlerin in Erklärungsnot, die auch einfach hätte sagen können, dass ab Oktober 2015 ein neuer Mitstreiter im Syrien-Krieg mitmischen wird.

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Denn bislang beginnen breite Kriege immer mit der Bildung von Flüchtlingsströmen, um Menschen die Gelegenheit zu geben ein künftiges Kriegsgebiet auch rechtzeitig zu verlassen. Sie hätte es wissen müssen, denn der Bundesnachrichtendienst, der die Kanzlerin informiert, war ebenfalls in der Lage gewesen, die Situation und geopolitische Entwicklung im Nahen Osten hinreichend einzuschätzen. Zudem war ab Mai 2015 ebenfalls klar, dass immer mehr Flüchtlinge sich von Afrika oder dem Nahen Osten auf den Weg nach Deutschland machen, aber über Krieg sprach kaum jemand und erst nachdem die Streitkräfte der russischen Föderation ihren ersten Einsatz flog, war der Krieg in aller Munde.

Auf einmal sprach man von „toten, unschuldigen Zivilisten“ oder „zerstörten Krankenhäusern“ und machte schreckliche Fotos von Kindern, um dem heimischen Medienkonsumenten zu zeigen, dass Russland der Böse ist und die anderen immer die Guten. Man log kurzum den Leuten die Hucke voll – mit Unterstützung von NGOs wie White Helmets, Reporter ohne Grenzen und so weiter, allesamt Non-Profit-Organisationen des Westens, die mit Millionen von Geldern finanziert wurden – ähnlich wie beim IS oder der Dschabat al-Nusra-Front, einem Ableger von Al-Quaida, der noch in Afghanistan der Feind ist. Die eigentlichen Gründe sind oben genannt.

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Das Interesse von Russland: Natürlich die Unterstützung der traditionsreichen Partnerschaft mit der Syrisch-Arabischen Republik, die Sicherung des Einflussbereiches im Nahen beziehungsweise Mittleren Osten und auch der Verkauf von ihren Waffensystemen. Ob Luftabwehr, Raketen oder Jets, die präzise Militäroperation und die mediale Begleitung des Einsatzes zusammen mit Medien, Militär und Politik hatte den Effekt, dass sich immer mehr Staaten für russische Militärtechnik interessieren, die als Exportgüter durch den Einsatz gut beworben wurde. So kaufte Indien, China, Syrien, der Irak, Indien und andere Länder bevorzugt Militärgerät aus Russland.

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Beispiel die Marschflugkörper des Typen Kalibr oder die Feuerleittechnik SWP-40, die aus unlenkbaren Bomben quasi lenkbare Bomben macht, überzeugte die Militärwelt und schockierte den Westen. Und nun schockieren sich die US-Amerikaner selbst, nachdem nur 23 Tomahawks ihr Ziel erreichten und 36 von 59 Bomben verschwunden sind. Gott sei Dank, denn so wären noch mehr Unschuldige getötet worden, um die sich die westlichen Medien einen Dreck scheren.

Man muss nun nicht Russland für jeden Luftschlag applaudieren, aber man muss auch keine Lügen verbreiten. Es ist einfach im Westen Russland für das Unheil in der Welt verantwortlich zu machen. Ebenso ist es auch einfach die USA ständig zu kritisieren, aber muss man ihre verpatzten Luftschläge noch toll finden? Oder muss man applaudieren, wenn dann doch mal eine Rakete ihr Ziel trifft. Und Russland musste nicht Lügen, um einen Einsatz zu rechtfertigen.

 

 

 

 

 

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Kategorien:Militär

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