Westlicher Narrativ im Informationskrieg : Wie erschien der Mythos über den Giftgasangriff in Syrien?

Die gruseligen Videos mit den Leichen der Opfer des Giftgasangriffes, den angeblich die syrische Armee geführt hatte, sorgte für große Aufregung in der ganzen Welt. Die Mainstream-Medien begannen sofort schreckliche Bilder der „Grausamkeiten“ von Assad zu verbreiten, ohne  zu versuchen, die Zuverlässigkeit der wiedergebenden Information zu prüfen.

Gift (Symbolbild) – Foto: poison / romana klee / flickr.com / CC BY-SA 2.0

Dieser Widerichall gewährte die Möglichkeit für die US-Regierung,  ihren entscheidenden Charakter der neuen Politik im Nahen Osten zu zeigen und einen Vergeltungsstoß auf den Militärflughafen „Schairat“  zu führen. Aber wenn die Experten die Beweise der Verwendung von der chemischen Waffen in Chan Schaichun der Beobachtung anstellten, erschien eine Menge der lästigen Fragen.
Erstens, sendeten solche Medien wie CBS, ABC News, CNN, Euronews, Smart News, Associated Press und andere als Beweise des Giftgasangriffes die Szenen aus dem Video, das von der NGO „Weißhelme“ und den ungenannten Zeugen gedreht wurde. Andere Bewahrheitungen der Giftgasattacke gibt es nicht.

Zweitens, darf man nicht die Tatsache außer Acht lassen, dass die ersten Berichte über die Verwendung von giftigen Substanzen im Khan Shaykhun im Internet am frühen Morgen am 4. April erschienen sind, während der Luftangriff auf die Positionen der syrischen Terroristen ein paar Stunden später, und zwar um 11 Uhr, erfolgte. Nach dem Bericht des unabhängigen britischen Projektes des journalistischen Recherche „Bellingcat“ begann Edlib Media Center um 06.22 Uhr (UTC) Online-Sendung vor Ort der Tragödie zu führen. Um 6.33 (UTC) wurde in YouTube ein Video mit den  Leichen von neun Kindern veröffentlicht. Wenn man dem Link folgen würde (hier das Video), könnte man sehen, dass das Video noch am 3. April veröffentlicht wurde. Nach den Angaben von den IT-Spezialisten fehlt es die vollständige technische Information über das Video, und zwar über den Autor, Zeit und Ort der Erstellung des Videos. Das bedeutet, dass zuerst Metadaten entfernt worden waren, und nur dann wurde das Video im Netz veröffentlicht, damit Autorschaft, Ort und Zeit nicht herausfinden werden könnte.

Drittens, kann man im Video die bloßen Hände des Kameramannes ohne chemische Abwehr sehen, was auch Bedenken der Glaubwürdigkeit des Videos erregt. Die Experten für die chemische Waffen weisen darauf hin, dass nach der Anwendung von „Sarin“ tödlicher Ausgang innerhalb von 15 Minuten eintritt, und seine tödliche Konzentration in der Luft noch innerhalb von 24 Stunden persistiert. Was noch auffallend im Video wäre, geben „Weißhelme“ in ärztliche Behandlung auch ohne chemische Abwehr und Journalisten, die in dem Schadenbereich präsent waren, verwenden primitive Atemschutzgerät.

Auf dem Video kann man die noch lebenden Menschen sehen, was darauf hindeutet, dass die Giftgasattacke eben erst erfolgt wurde, was auch Mißtrauen hervorruft, da entsteht die gesetzmäßige Frage, wie die Kameramänner und Rettungskräfte ohne die Verwendung von Schutzausrüstung noch am Leben bleiben und keine Anzeichen einer Vergiftung zeigen. Darüber hinaus sollten die Kinder gemäß den Logikgesetze wegen der geringen Gewicht früher als Erwachsene sterben. Und das Video zeigt eine scheinbare Widersprüchlichkeit, da die erwachsenen Männer früher als kleine Kinder getötet wurden.

Darüber hinaus erklären die Experten, dass die Anwendung von Sarin keinen Trichter auf dem Asphalt bilden könnte, wie es im Video von den Journalisten von „Hadi Abdallah“ demonstriert wurde. Chemische Ladungshülse von Sarin explodiert über den Boden, um die maximale Schlagwirkung zu verursachen, da sonst der Wirkstoff einfach verbrennen wird.

Viertens, hinterließen auch die Symptome der Opfer des Giftgasangriffes auch eine Reihe von Fragen. Eine Sarin-Schädigung verursacht Konvulsion, Krämpfe, unwillkürlichen Stuhl, Speichelfluss, Schwitzen, starke Schmerzen, und das wachsende Gefühl der Angst. Solche Anzeichen der Vergiftung von Sarin haben die Verletzten in Khan Shaykhun nicht. Die Leiche liegen in den natürlichen entspannten Posen und die Kinder schnaufen, aber sind ruhig. Die Kleidung und Bettwäsche der Opfer sind alle sauber.

Fünftens, zeugt die Analyse von den medizinischen Experten des Videos der „Weißhelme“ davon, dass der Giftgasanschlag in Khan Shaykhun die Inszenierung ist. Der Vorsitzende der Vereinigung „Schwedische Ärzte für Menschenrechte“ (SWEDHR) Professor Ferrada de Noli und seine Kollegen nahmen die Aufnahmen mit den syrischen Kindern, die angeblich einen Chemiewaffenangriff überlebt hatten, genauer unter die Lupe. Dabei sollen sie zu dem Schluss gekommen sein, dass den Kindern Adrenalin-Spritzen mit einer langen Nadel mitten in die Brust gegeben werde. Erste Hilfe nach einer Giftgas-Attacke sehe anders aus, betonten die Ärzte. Den Kindern sei außerdem das Medikament nicht verabreicht worden, indem die Spritzenkolben nicht gedrückt wurden.

Im Internet sind auch die Meinungen der unabhängigen Analytiker erschienen. Zum Beispiel, der amerikanische Experte Joel Scousen meint, dass „der Zwischenfall in Khan Shaykhun die Fälschung ist“. Dabei sagen die führenden Massenmedien, dass Assad für Chemie-Anschlag verantwortlich ist, obwohl die einzige Quelle der Informationen, auf die sie sich stützen, von USA unterstützten syrischen Rebellen sind“. Seiner Meinung nach ist der ähnliche Zwischenfall ein Teil der politischen Manipulationen, die einen Druck auf den US-Präsidenten Donald Tramp und seine Politik im Nahem Osten auszuüben sollte.



Die Massenmedien haben die feste negative Gestalt des Präsidenten Syriens Baschar Assad gebildet. Deshalb wird die nächste Demonstration seiner „Gräueltaten“ möglich die günstigen Bedingungen für die Verstärkung des Drucks auf die internationale Gemeinschaft machen, um sie zu zwingen, die Maßnahmen in Bezug auf Damaskus, Moskau und Teheran zu ergreifen.

Hinter der entfalteten informativen Kampagne nach der Geschichte mit  dem Chemie-Anschlag kann das Streben stehen, die Aufmerksamkeit von den Luftschlägen der USA auf Syrien und der Rechtmäßigkeit der Handlungen der internationalen Koalition, sowie von der Situation im Irak abzulenken. Doch wird sich jetzt die UNO mit der Untersuchung der Tragödie in Khan Shaykhun, und nicht mit den Opfern der Bombardierungen in Mosul, auch nicht mit der Frage der Verletzung der syrischen Souveränität beschäftigen.

 

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Kategorien:Allgemein, Gastbeiträge, NewsFront

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