Palmyra wurde bereits zum zweiten Male zurückerobert und immer wieder wurde dort ein Minenfeld hinterlassen, das für Soldaten und deren Hunde lebensgefährlich ist zu räumen. Nun werden Roboter mit neuster Technik eingesetzt.

Russische Sprengstoffexperten setzen bei der Minenräumung in der befreiten syrischen Oasenstadt Palmyra die neuesten Roboterkomplexe „Skarabej“ (Skarabäus) und „Sfera“ (Sphäre) ein. Das teilte der Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums am Dienstag mit. Die Roboter könnten sogar in Brunnen und unterirdischen Tunneln tätig sein. Der digitale Informationsdienst Sputnik stellt die neuen Gehilfen der Ingenieurstruppen vor

 

Demnach stellt der lenkbare Aufklärungs-Roboterkomplex „Skarabej“ eine kleine Plattform mit Rädern dar, auf der hochauflösende Videokameras, ein Mikrofon und ein Wärmebildgerät befestigt sind. Der Roboter werde per digitalen Funkkanal mit Hilfe eines Videoüberwachung-Pultes gelenkt. Der Roboter sei lediglich 15 Zentimeter groß, was ihn für fremde Augen fast unbemerkbar mache, während Elektromotoren dessen geräuschlose Arbeit sicherten, heißt es.

Bei den Entminungsarbeiten in schwer zugänglichen Orten, zerstörten Gebäuden und Trümmerfeldern nutzen die russischen Minenräumer Roboterkomplexe „Sfera“. Es gehe hierbei um einen kleinen Ball, der mit vier mit Licht beleuchten Videokameras sowie einem Mikrofon und Sendegerät ausgerüstet sei. Außerdem wird auch ein Entminung-Set OWR-2-02 verwendet.

 

„Sfera“ soll es ermöglichen, gleichzeitig Bilder von allen vier Videokameras zu übertragen und einen Überblick von 360 Grad zu gewährleisten. Wegen seiner hohen Stabilität könne das Gerät sogar Stürze aus fünf Meter Höhe unbeschädigt überstehen und dank einem eingebauten Positionierungssystem automatisch wieder eine Senkrechtstellung einnehmen.

Am 2. März 2017 hatten die syrischen Streitkräfte mit russischer Luftunterstützung die Oasenstadt Palmyra von der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“. IS) erneut zur Gänze befreit. Die Terroristen hatten die Unesco-Weltkulturerbestätte erstmals im Mai 2015 besetzt, dort mehrere antike Baudenkmäler gesprengt und öffentliche Hinrichtungen im römischen Amphitheater verübt. Im Mai 2016 hatte das syrische Militär mit russischer Luftunterstützung die Terroristen aus der Stadt verdrängt, musste sie aber im Dezember nach massiven Angriffen der Terroristen erneut aufgeben.

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