BVB-Anschlag: Der Täter Sergej Wenergold setzte 2700 Euro ein und wettete auf die Aktie

Wie die Generalstaatsanwaltschaft heute in einer Pressemitteilung berichtet soll es sich um den BVB-Attentäter um eine Person handeln, die einen deutschen und russischen Pass besitzt. Sein Name Sergej Wesergold, sein Beruf Börsenspekulant. Wie die Wirtschaftswoche schreibt hat der Täter 2700 Euro gewettet und wollte mit dem Anschlag, in dem man einen rechten oder islamistischen Hintergrund erblickte, auf den Börsenkurs des Fussballvereins setzen.

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Allem Anschein nach handelte der Täter beim BVB-Anschlag aus Habgier, wie die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt. In der Erklärung heißt es:

„Der Beschuldigte erwarb am 11. April 2017 15.000 Verkaufsoptionen (sogenannte Put-Optionen) in Bezug auf die Aktie von Borussia Dortmund. Die Papiere haben eine Laufzeit bis zum 17. Juni 2017. Der Kauf der Optionen erfolgte über die IP-Adresse des Hotels L’Arrivée. Die Optionsscheine finanzierte Sergej. W über einen am 3. April 2017 aufgenommenen Verbraucherkredit“, teilte der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA) am Freitagvormittag mit.

Die Wirtschaftswoche gibt weitere Details bekannt: Danach soll der Täter mit 2700 Euro Optionsscheine gekauft haben und auf den Fall der BVB-Aktie gewettet haben, die allerdings nicht so stark fiel wie angenommen, da nur ein Spieler verletzt wurde und das Spiel am nächsten Tag fortgesetzt wurde.

 

Die von den Ermittlern genannten 78.000 Euro beziehen sich auf den so genannten Basispreis des Optionsscheins. Das ist der Preis der BVB-Aktie, an dem sich der Schein bei seiner Auflegung ausrichtete. Der Basispreis des Optionsscheins, den der Täter offenbar gekauft hat, beträgt 5,20 Euro. Multipliziert mit 15.000 ergibt dies die genannten 78.000 Euro. Das ist das Volumen, mit dem gewettet wurde – aber weder der eingesetzte Kaufpreis, noch der mögliche Gewinn.

Vor dem Anschlag notierte die BVB-Aktie am 11. April bei 5,65 Euro. Am 12. April, nach dem Anschlag, sank die Aktie bis auf 5,50 Euro. Es kam lediglich ein Rückgang von etwa drei Prozent zustande. Selbst nach der Niederlage des BVB am nächsten Tag ging die Aktie nur bis auf 5,38 Euro nach unten. Wenn die BVB-Aktie an dem Anschlagstag einen Crash von 20 Prozent gemacht hätte, wäre der Put um schätzungsweise 200 Prozent gestiegen. Bei einem realen Einsatz von 2700 Euro wäre dies rechnerisch ein Gewinn von etwas mehr als 5000 Euro gewesen, schreibt das Düsseldorfer Blatt.

 

 

„Derzeit prüfen wir die Informationen über den Besitz der russischen Bürgerschaft bei dem Festgenommenen“, so ein Pressesprecher. „Im Fall ihrer Bestätigung werden wir bereit sein, jede nötige Konsularhilfe zu leisten.“
Bisher habe das russische Generalkonsulat in Frankfurt/Main weder von der Polizei noch der Staatsanwaltschaft Baden-Württemberg zusätzliche Angaben erhalten. „Aber die Kollegen haben sich bereits an diese Behörden gewandt“, um Erklärungen zum Tatbestand zu bekommen, heißt es aus der russischen Botschaft.

Ein islamistischer Hintergrund wäre damit ausgeschlossen. Über die Herkunft des Sprengstoffes gibt es widersprüchliche Angaben. Zeitweise soll dieser aus Beständen der Bundeswehr stammen. Über die Tatsache, dass der Täter ein Russe ist, lassen sich die Medien aus. Aber theoretische kann es sich bei der Tat auch um einen Spätaussiedler handeln, der weder Deutsch noch Russisch ist, sondern könnte sich auch um einen Spätaussiedler mit jüdischen Wurzeln handeln, der aufgrund der erleichterten Rechtslage die deutsche Staatbürgerschaft schneller erlangte. Bislang wurde aber die genaue Herkunft, Religion des Täter nicht ermittelt.

 

 

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