WikiLeaks enthült den „Weinenden Engel“ : Weitere Details aus den CIA-Hacking-Leaks um Vault7 veröffentlicht –

Heute veröffentlicht WikiLeaks weitere Dokumente der Reihe um Vault7, welche Einblicke in die Methodik der Hacker des US-Dienstes CIA gewähren. Wieder einmal geht es um ein Tool, das dafür programmiert wurde, um den heimischen SmarTV-Fernseher in ein Spionagegerät zu verwandeln.

Trotz der Ankündigung der US-Generalstaatsanwaltschaft Julian Assange zu verhaften – Mars von Pauda berichtete – veröffentlicht WikiLeaks weitere Details über die Überwachung der heimischen Fernsehgeräte, die als Smartphone verkauft werden. Konkret handelt es sich hierbei um die beliebten Geräte des koreanischen Elektrokonzerns Samsung. Solche Geräte sind mit dem Internet verbunden und besitzen inzwischen – wie jeder moderne Laptop oder jedes moderne Handy – eine Frontkamera und ein Mikrophon, womit der US-Dienst via Signal intelligence (Sigint – Signalüberwachung) das private Wohnzimmer ausspionieren kann. Auf die Dokumente verlinkt das Portal von WikiLeaks via Kurznachrichtendienst Twitter.

 

 

Es wurde ein Benutzerhandbuch veröffentlicht, das dem MI5 zugänglich gemacht wurde. Das Handbuch ist im Februar 2014 veröffentlicht wurden und soll als Bedienungsanleitung dienen, wie man das Wohn- oder Schlafzimmer der Zielperson ausspionieren kann. Gespräche und Videos sind ohne weiteres möglich aufzuzeichnen und abzuhören. Der CIA hat mit den britischen, australischen, neuseeländischen sowie kanadischen Geheimdienst eine Partnerschaft die als „Five Eyes“ bekannt ist. Damit bezeichnet man die zwischen dem Vereinigten Königreich (UK) und den Vereinigten Staaten (USA) ab 1946 geschlossenen Verträge zur Zusammenarbeit der Geheimdienste beider Länder: der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) und des britischen GCHQ. Später schlossen sich Australien (DSD), Kanada (Communications Security Establishment Canada) und Neuseeland (GCSB) dem Abkommen an. Die Allianz dieser fünf Länder wird informell auch als Five Eyes bezeichnet.

 

Ferner gibt WikiLeaks hier einen Vorgeschmack auf die nächste Veröffentlichung. Heute wurde im Übrigen auch bekannt, dass Deutschland gegen WikiLeaks-Quellen Ermittlungen aufnehmen wird, nachdem Dokumente aus dem NSA-Untersuchungsausschuss der Transparenzplattform zugespielt wurden. Das berichtet das Portal „The Local“ auf seiner Seite.

Die Enthüllungen des NSA-Whistleblowers Edward Snowden waren Anlass für Berlin einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss einzuleiten, der für Aufklärung über die massenhafte Überwachung der Deutschen Bürger sorgen soll. Diese Enthüllungen sind unabhängig von den aktuellen Vault7-Enthüllungen, da hier die NSA und nicht der CIA fungierte. Im Frühjahr 2015 veröffentlichte WikiLeaks gemeinsam mit dem Portal Netzpolitik sämtliche Protkolle des Ausschusses, wo man unter anderem die Zusammenarbeit zwischen CIA, BND und Bundeswehr beschrieben wird. Ingenieure, Offiziere und Mitarbeiter der Dienste wurden vom parlamentarischen Untersuchungsausschuss befragt.

 

 

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Kategorien:#TopThema, Internet, Militär, WikiLeaks & Cybersicherheit

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