Geopolitik: Wird der Iran Mitglied der Schanghai Organisation für Zusammenarbeit (SOZ)?

Die SOZ ist ein eine Organisation, die im Nahen und fernen Osten als Gegengewicht der NATO kooperiert. In Peking befindet sich der Sitz der Organisation, die derweil von China und Russland dominiert wird. Wird der Iran nun bald das siebte Mitglied werden?

 

Ihr gehören bislang die Volksrepublik China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan an. Die SOZ beschäftigt sich mit der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten sowie Wirtschafts- und Handelsfragen und der Stabilität in der Region. Derzeit vertritt die SOZ rund ein Drittel der Weltbevölkerung und stellt damit die weltweit größte Regionalorganisation dar.

Seit Dezember 2004 hat die SOZ Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen. In etwa ist es ein Gegengewicht der NATO, erfüllt aber auch weitestgehend ähnliche Aufgaben wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die allerdings bereits weitaus mehr Mitglieder – unter anderem auch Russland – hat, insgesamt 57. Nun soll Russland laut dem Washington Examiner den Iran dazu aufgefordert haben, der SOZ beizutreten.

 

Russland dränt den Iran zur Mitgliedschaft der NATO-Gegengewicht-Gruppe, titelte das US-Portal.

Eine Mitgliedschaft wäre dem Portal zufolge für beide Mitglieder von Vorteil. Zum einen wäre es durch den Export von Gütern für Russland und China ein lukrativer Markt. Zum anderen profitiere der Iran vom Import, vor allem dann wenn im Jahre für den Iran das Verbot für konventionelle Waffen und ballistische Raketen ausläuft, was im Jahre 2020 der Fall wäre.

Der trotz mit UN-Sanktionen belegte Iran erfülle nach Russlands Außenminister Lawrow alle Kriterien für einen SOZ-Beitritt.

Militärpolitisch könnte der Beitritt des Irans als NATO-Gegengewicht im Nahen und Fernen Osten dienen. Die Zusammenarbeit mit Russland im Syrien-Krieg verläuft ohne Probleme und beide Länder haben vor wenigen Wochen auch vereinbart, die Handelshemmnisse abzubauen.

 

Im Mai finden im Iran die Wahlen zum Präsidenten statt. Der amtierende Präsident Hassan Rouhani tritt zur Wiederwahl an, Ex-Präsident Mahmoud Ahmadineschad wird wohl doch nicht antreten.

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Kategorien:#TopThema, International, Militär, Russland

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