NATO : Angriff ist die beste Verteidigung – Oder vom Angriff zur Verteidigung

Vom Schild zum Schwert. Die NATO expandiert immer weiter in Richtung Osten und da ist man auf Expasionskurs. Der Brite Neil Clark versucht mögliche Gründe zu nennen, weshalb die NATO sich immer mehr und immer dichter gen Osten bewegt.

Diese Woche finden die NATO-Militärübungen unter dem Motto „Sommer-Schild“ auf der Militärbasis Adazi statt. Soldaten aus Lettland, USA, Bulgarien, Estland, Kanada, Litauen, Großbritannien, Luxemburg, Rumänien, der Slowakei, Deutschland und Schweden, das kein NATO-Mitgliedstaat ist, nehmen an den Übungen teil, die bereits seit 2004 in diesem Land abgehalten werden, schreibt Neil Clark auf RT Deutsch.

Die US-Luftwaffe hat mehrere ihrer neuesten Tarnkappen-Flieger in das Vereinigte Königreich entsandt, als Teil einer Initiative zur Beruhigung Europas angesichts der russischen Aggression“, berichtete die Zeitung The Independent am Ostermontag.

Bereits im vergangen Mai 2016 führte die NATO unter anderem mit dem Manöver „Sabre Strike“ und Federführung der USA ein Manöver durch wo es darum ging, möglichst schnell viele NATO-Truppen von West nach Ost zu verlegen. Aktuell halten 1200 Soldaten eine NATO-Übung in Lettland ab. In den vergangenen Monaten wurde in Osteuropa eine massive Aufrüstung der NATO betrieben. Alles, was wir dabei zu hören bekommen, ist die gleiche alte Phrase: „russische Aggression, russische Aggression, russische Aggression“. Es fehlen zwar jedwede Beweise für eine solche, aber eine Lüge, oft genug wiederholt, wird am Ende geglaubt.

Regelmäßig nennt die NATO-Propaganda die Ereignisse in Georgien 2008 und in der Ukraine 2014 als jene zwei Beispiele einer so genannten russischen Aggression, die helfen sollen, den Präsidenten Wladimir Putin als vermeintliche Bedrohung darzustellen, führt Clark fort.

 

Weiter führt der Autor fort: In Georgien des Jahres 2008 war es wiederum der Krawatten kauende und vom Westen unterstützte Präsident Micheil Saakaschwili, der den Konflikt in Südossetien vom Zaun brach. Dies ist keine einseitige „pro-russische“ Version der Ereignisse, sondern einfach die Wahrheit.

Wie sogar ein EU-Bericht von 2009 darlegt, gab es

vor dem Beginn der georgischen Operation keinen anhaltenden bewaffneten Angriff vonseiten Russlands […] Georgische Behauptungen über eine große Präsenz der russischen Streitkräfte in Südossetien vor der georgischen Offensive konnten nicht bestätigt werden.

Sobald sich jedoch herausstellt, dass in der Ukraine und in Georgien keine wie auch immer geartete russische Invasion stattgefunden hat, zerfällt auch das ganze Bild von Putin als Bedrohung, resümiert Clarke weiter. Beispiele für NATO-Angriffe nennt der Brite genügend:

So griff die NATO 1999 Jugoslawien an, ein Land, das niemanden bedroht hat, und unterzog es einem 78-tägigen „humanitären“ Bombardement. Sogar am orthodoxen Osterfest wurde dieses aufrechterhalten. Im Jahr 2001 drangen die USA und ihre Verbündeten in Afghanistan ein. Zwei Jahre später folgte der Irak mit der betrügerischen Begründung, dass das Land Massenvernichtungswaffen besäße. Im Jahr 2011 bombardierte die NATO Libyen, das Land mit dem höchsten Lebensstandard in Afrika, zurück in die Steinzeit und verschaffte islamistischen Extremisten Raum. Diese ermordeten Libyens Führer Muammar Gaddafi auf barbarische Weise, was von der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton mit Schadenfreude begleitet wurde: „Wir kamen, wir sahen, er starb.“ Auch in Syrien haben NATO-Mächte und deren regionale Verbündete dschihadistische „Rebellen“ gedeckt, um die Regierung zu stürzen und bombardierten ohne Zustimmung seitens der legitimem Regierung das Land. Eine Aufstellung aus dem Jahr 2015 zeigt, dass im Zusammenhang mit dem von den USA ausgerufenen „Krieg gegen den Terror“ allein in den drei Ländern Irak, Afghanistan und Pakistan zwischen 2001 und Ende 2013 1,3 Millionen Menschen ihr Leben verloren haben.

Weiter nennt er die Bedrohung durch russische Honeytraps, wie es weiter im Text heißt. Aber gibt es auch Erklärungen für dieses Verhalten? Der Journalist nennt einige: Vor allem das Geld, denn die Rüstungsindustrie ist im Westen, wie in Russland ein Wirtschaftsfaktor. Ein weiterer Grund ist der ständige Versuch Russland zu „kolonisieren“, was nicht so einfach ist wie es in der Ukraine gerade passiert oder im Baltikum passierte, denn in Moskau sei laut Clarke kein Maidan möglich. Als nächsten Grund führt er an, dass man ein Abschreckungsszenario durchführen will, um mögliche Angriffe der Russen in Syrien mit einem Vergeltungsschlag an der Ostgrenze durchzuführen.

 

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Kategorien:#TopThema, International, Militär, Russland

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