Die kommunistische Flügel der Linkspartei wird auf dem Parteitag der Linken beantragen, dass die Partei fordert, die Bundeswehrsoldaten aus Litauen abzuziehen, berichtet die Berliner Zeitung „Junge Welt“ von gestern.

 

„Der Parteitag möge beschließen: Bundeswehr raus aus Litauen! Anfang des Jahres wurden die ersten Bundeswehr-Soldaten im Rahmen der massiven Aufrüstung der NATO nach Litauen verlegt. Sie landeten am 24. Januar 2017 in der Hauptstadt Vilnius. Deutsche Panzer stehen wieder an Russlands Grenzen. Das zeugt von unerhörter Geschichtsvergessenheit. Wir verlangen von der deutschen Bundesregierung, den Einsatz der Bundeswehr in Litauen umgehend zu beenden“, schreibt „Junge Welt“ auf der Internetseite.

Der komplette Artikel kann auf dieser Meldung auf Twitter abgerufen und nachgelesen werden. Die Begründung folgendermaßen:

 

Mit unglaublicher Arroganz wird all das ignoriert und statt dessen die gegen Russland gerichtete NATO-Politik mitgetragen, eine Politik, die wiederum vor allem US-amerikanischen Interessen entspricht. Nach wie vor sind die Worte des Stratfor-Chefs George Friedman vom Februar 2015 aktuell: »Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA dazu bereit sind, einen ›Cordon sanitaire‹ um Russland herum aufzubauen – und Russland weiß das. Russland glaubt, die USA beabsichtigen, die Russische Föderation zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht töten, sondern sie nur etwas verletzen bzw. ihr Schaden zufügen. Jedenfalls sind wir jetzt zurück beim alten Spiel.« Deutschland sollte sofort aus diesem alten Spiel, schreibt die Zeitung weiter.

Seit diesem Jahr befinden sich nach dem NATO-Gipfelbeschluss 450 Soldaten, 26 Panzer, 170 Militärfahrzeuge: Die Bundeswehr stationiert nur 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt deutsche Truppen in Litauen. Denn das kleine Land fühlt sich wie seine baltischen Nachbarn und Polen bedroht durch die russische Übermacht im Osten.

„Die Nato-Aufrüstung an der Ostflanke ist die größte Truppenverlegung Richtung Osten seit Ende des Kalten Krieges. Wir klären die wichtigsten Fragen zu der Truppenverlegung“, so die Rheinische Post am 7. Februar.

Der Einsatz der Bundeswehr steht derweil weiters in der Kritik, nachdem Vergewaltigungsvorwürfe von jungen Mädchen gegen die Bundeswehr erhoben wurden. Die westlichen Leitmedien bestreiten diese Vorwürfe als Fake-News.

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