Frankreich: Massiver Hackerangriff auf den Kandidaten Emmanuel Macron – Medien zensieren Inhalte

Auf Twitter kursieren Informationen, wonach auf den „En Marche“-Kandidaten Emmanuel Macron ein Hackerangriff startete: Die Transparenz-Plattform WikiLeaks griff den Vorfall auf, wo man von tausenden Dateien spricht, die vom Wahlkampfteam veröffentlicht wurden. WikiLeaks selbst prüft, ob die Daten stimmen und hat die Daten selbst nicht veröffentlicht.

 

Wie Macrons Bewegung „En Marche!“ mitteilt, ist die Veröffentlichung eine Aktion zur „demokratischen Destabilisierung, wie man es schon beim jüngsten Präsidentschaftswahlkampf in den USA gesehen hat“.

"Warum die #MacronLeaks die Frankreich-Wahl nicht ändern wird. Macron hat einen 13 Prozent Vorsprung ..." , so WikiLeaks und
eine Umfrage, wonach es für eine Beeinflussung der Wahl zu spät ist.

WikiLeaks selbst prüft die Inhalte noch und französische Medien wurden gewarnt, die Inhalte zu veröffentlichen. Hier eine Pressemitteilung der französischen Wahlkommission, dass Medien die (ungeprüften) Inhalte nicht veröffentlichen solle. Ein Teil der verbreiteten Dateien bestehe höchstwahrscheinlich aus Fälschungen. Die Verbreitung falscher Nachrichten könne strafrechtlich geahndet werden, teilte CNCCEP mit, die für eine einwandfreie Durchführung der Präsidentschaftswahl verantwortlich ist.

 

 

Falsche Nachrichten, also Fake News, sind in Frankreich also strafbewehrt, wie man aus dem Dokument entnehmen kann. Allerdings kommen schon die ersten Zensur-Vorwürfe, nachdem der Zugang zu den Leaks erschwert wurde. Auch die deutschen Medien äußern sich verhalten zu den Inhalten, deren Durchsicht für einen Normalsterblichen nebst Prüfung auch sehr lange dauern würde. Wie würden sich allerdings jene Medien verhalten, wenn es Le Pen getroffen hätte und nicht den jungen Macron, den die Leitmedien zu ihrem neuen Liebling auserkoren haben.

 

 

Aufgegriffen werden die Leak, aber auf die Inhalte wird nicht in den Medien eingegangen. Vielmehr ist man über den Hacker-Angriff entsetzt als über die Inhalte, die möglicherweise auch zu Recht nicht veröffentlicht werden, weil wie WikiLeaks bereits mitteilte, man selbst nicht sicher ist, ob es ein gefälschter Datensatz ist, der auf die Server hochgeladen wurde. Die Transparenzplattform selbst enthüllte dieses Jahr die FrenchLeaks, wo es unter anderem darum ging, dass der Wahlkampfstab von Macron zusammen mit Barack Obama in den Jahren 2012 arbeitete. Obama selbst setzt sich als Ex-Präsident allerdings offen für den jungen Franzosen ein, der jüngster Präsident Frankreichs werden will.

Wohl aber auch nur eine Frage der Zeit, bis man gänzlich wieder den sogenannten „russischen Hackern“ die Schuld an der Sicherheitspanne vom Wahlkampfteam-Macron geben wird.

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Kategorien:Allgemein, International, WikiLeaks & Cybersicherheit

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