Macron-Leaks: WikiLeaks verifizierte 21.000 Dokumente und man vermutet einen Angriff auf das Portal

Die Prüfung der neun Gigabyte Daten aus den Leaks um den politischen Unterstützungskreis ist nach wie vor nicht abgeschlossen. WikiLeaks prüft weiterhin die Dokumente auf Echtheit und die Validierung dauert weiterhin an. Die Transparenzplattform spricht von 21.000 Dokumenten die wohl echt sind. Macron selbst gab zu, dass die meisten Dokumente der Wahrheit entsprechen würden.

Am Tag vor der Frankreich-Wahl ploppten in sozialen Medien Nachrichten hoch, die über die sogenannten MacronLeaks berichteten. Ein Gruppe aus Hackern hat sich Zugang zu sensiblen Daten verschafft und diese in Artikeln präsentiert. WikiLeaks hat Zweifel erhoben ob dieser Datensatz auch einwandfrei aus korrekten also Daten besteht, die nicht verfälscht sind, weil sich bei solchen Datensätzen es sich immer wieder um Sätze handelt, deren Inhalt nicht immer wahr sein muss. Frankreichs Behörden haben untersagt die Daten zu veröffentlichen und sämtliche Archivierungsportale haben ebenfalls die E-Mails und Dokumente nicht veröffentlicht, weil dort strafrechtlich bewehrte Anschuldigungen veröffentlicht wurden, dessen Echtheit nicht der Wirklichkeit entsprochen hat. Investigative Medienportale haben in Zusammenarbeit mit Daten-Experten versucht aus diesen Daten Metadaten zu gewinnen, also Daten die andere Daten beschreiben – wenn man so will einen Bericht oder eine Datenbank zu erstellen. Mars von Padua berichtete.

 

Wir haben nun 21.000 Dokumente auf ihre Echtheit verifiziert und die Analyse der Daten dauert weiter an, berichtet WikiLeaks, das die Leaks selbst nicht veröffentlicht hat, gleichwohl aber im öffentlichen Umgang sich zu Wort gemeldet hat.

Die Leaks haben allerdings dem designierten Präsidenten schaden können, nachdem er sich einen Tag später gegen Marine Le Pen hatte deutlich mit 65 Prozent aller Wählerstimmen in der Stichwahl hat durchsetzen können. Dennoch geht die Berichterstattung weiter, nachdem auch WikiLeaks in den Verdacht geraten ist, das Material ungeprüft zu veröffentlichen. Vor allem Medienportale haben ohne genaue Prüfung und Sichtung der Meldungen einfach grob fahrlässig behauptet, dass WikiLeaks dahinter stecke – oder russische Hacker. Gegen diese Anschuldigungen wehrte sich auch WikiLeaks und viele Autoren und Datenexperten nehmen nunmehr die Plattform in Schutz und klären auf, dass ein solch großer Datensatz sich nicht innerhalb von ein paar Minuten lesen lasse und jeder vorherige Erkenntnisgewinn daraus mit Vorsicht zu genießen ist.

 

WikiLeaks veröffentlichte selbst eine Analyse der Affaire im Hinblick auf die geleakten Daten und geht auch davon aus, dass diese Stinkbombe aus dem macronfeindlichen Lager stammt oder man versuche die Seriösität von WikiLeaks zu unterbinden. Oben veröffentlichte WikiLeaks auf Twitter eine Analyse der Journalistin Caitlin Johnstone auf dem Portal „Medium.com“, die sich mit der Daten-Enthüllung befasst und ebenfalls einen Angriff auf das Portal in dieser Geschichte erblickt. Am Samstag berichtete das französische Enthüllungsportal „Mediapart“, dass die Leaks wohl aus dem rechten politischen Lager der USA stammen sollen, während westliche Medien von einer „russischen Hackerattacke“ philosophierten.

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Kategorien:Allgemein, International, WikiLeaks & Cybersicherheit

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