Russlands Außenminister Sergej Lawrow besuchte den US-Präsidenten Donald Trump. Laut dem US-Präsidenten sei das Treffen mit Lawrow „sehr sehr gut“ verlaufen und auch russlandskritische Stimmen bewerten den Besuch in Washington mehr postiv als negativ.

Empfangen wurde Lawrow von seinem Amtskollegen Rex Tillerson in Washington, wie der digitale Informationsdienst Sputnik schreibt, nachdem man zuvor einen Live-Ticker bezüglich des Treffens einrichtete. Hier die Zusammenfassung über den Stand der amerikanisch-russischen Beziehungen aus Sicht der staatlichen Agentur.

„Ich habe mit Rex Tillerson die Ergebnisse des Treffens unserer Vertreter besprochen, die sich vorgestern in New York einen Überblick über die bilateralen Beziehungen machten. Es ist klar, dass nicht alle Probleme gelöst wurden. Ich würde sogar sagen, dass die Bewegung sehr bescheiden ist. Aber wir waren uns einig, dass wir weiterhin über diesen Kanal jene Reizfaktoren behandeln werden, die in unseren Beziehungen künstlich aufgetaucht waren“, so Lawrow.

Ihm zufolge sei das ein sehr nützlicher Ansatz. Es sei zwar absolut klar, dass nicht alle Probleme mit einem Schlag zu lösen seien, doch die Tatsache, dass es den Wunsch gebe, sich gemeinsam in eine Richtung zu bewegen, sei „positiv“.

„Präsident Trump hat sein Interesse daran bestätigt, für beide Seiten nützliche, sachliche und pragmatische Beziehungen aufzubauen und Probleme zu lösen.“

Am Montag hatte in New York ein Treffen der Co-Vorsitzenden der Außenministerien Russlands und der USA, des russischen Vize-Außenministers Sergej Rjabkow und dessen Amtskollegen Thomas Shannon, stattgefunden. Die Vereinbarung über die Arbeit in diesem Format wurde bei Tillersons Moskau-Besuch im April getroffen, so Sputnik.

Nach einem Treffen im Weißen Haus gab es von Trump und Lawrow vor der Presse vorsichtige Signale einer Annäherung. Die Begegnung sei „sehr, sehr gut verlaufen“, sagte Trump und Lawrow ergänzte, der US-Präsident sei an „pragmatischen Beziehungen“ zum „gegenseitigen Nutzen“ beider Länder interessiert. Trump äußerte sich zuversichtlich, dass eine Annäherung an Russland in der Syrien-Frage möglich sei: „Ich denke, wir werden sehr gute Dinge hinsichtlich Syriens tun. Die Dinge bewegen sich, das ist sehr positiv“, sagte er, schreibt die Deutsche Welle über den Besuch.

Laut Mitteilung des Weißen Hauses forderte Trump bei dem Treffen mit Laworw die russische Führung auf, der Assad-Regierung sowie dem ebenfalls auf der Seite des syrischen Machthabers stehenden Iran Zügel anzulegen. Der US-Präsident appellierte demnach an Moskau, zur Beilegung des Konflikts in der Ostukraine das Abkommen von Minsk „vollständig umzusetzen“. Die zwei Jahre alte Vereinbarung zielt auf einen „totalen Waffenstillstand“ ab. Die Ukraine und der Westen werfen Russland vor, die prorussischen Separatisten zu unterstützen, was Moskau jedoch bestreitet.

Insgesamt wird das Treffen demzufolge als positiv zu berweten sein, wenngleich das noch kein Ende der Sanktionen gegen Russland führt, die Aufgrund des Ukraine-Konfliktes im Jahre 2014 verhängt wurden. Diese Sanktionen dauern noch bis Ende Juli 2017 an, nachdem diese erst in diesem Jahr verlängert wurden. Hier wird Trump noch die Mehrheit im US-Kongress fehlen, um dies umzusetzen.

 

 

„Wir behandelten vor allem die Zusammenarbeit in der internationalen Arena. Wir bestätigten, dass ungeachtet der bekannten Schwierigkeiten, unsere Länder gemeinsam helfen können und auch sollen, Schlüsselprobleme zu lösen, die auf der internationalen Tagesordnung stehen“, so Lawrow weiter.

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