Streit in den Golfstaaten eskaliert mit Abbruch der Beziehungen Katar – Doha bewertet Verhalten als „ungerechtfertigt“

Saudi – Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, Bahrain, Jemen und die Malediven werden laut dem Sender Al-Jazeera die diplomatischen Beziehungen zu Katar abbrechen. Zwei Wochen haben nun Besucher und Bewohner aus Katar nun Zeit die jeweiligen Länder zu verlassen. Begründet wird der Abbruch damit, dass man dem Land Katar vorwirft „Terrorismus zu finanzieren“, wie bereits von Saudi-Arabien am Montag begründet wurde.

Demnach geht der Streit unter den Golfstaaten und dem Maghreb-Staat Ägypten, die in der arabischen Liga zusammen mit Katar unter anderem tagen, in die nächste Runde. Der Sender Al-Jazeera selbst wurde bereits aus dem saudischen Königreich verwiesen. Das Außeministerium Katars bewertet die Vorwürfe und das Verhalten der Länder als „unberechtigt und ungerechtfertigt“, berichtet der Sender aus Katar. Konkret wirft man Katar vor mit dem Iran Terroristen zu finanzieren. Zudem wirft man der Regierung vor Hacking zu betreiben, so das Portal weiter.

Al Jazeera

 

„Die Maßnahmen sind nicht gerechtfertigt und basieren auf Forderungen und Behauptungen, die auf nicht den Tatsachen entsprechen “, so die Erklärung fügte hinzu, die Entscheidungen würden „nicht das normale Leben der Bürger und Bewohner beeinflussen“, wie der Sender berichtet.

Zudem wurde berichtet, dass sämtliche Flugrouten gestrichen wurden, nachdem diese Entscheidungen bekannt gegeben wurden. Die Tatsache, dass nun Katar die Finanzierung von Terrorismus sich entgegenhalten muss, wird von vielen als Heuchelei kritisiert. WikiLeaks hob unter anderem aus dem Clinton-Email hervor, dass Saudi-Arabien und Katar die salafistische Terrormiliz IS mitfinanziert hätten, was somit auch Washington bekannt gewesen sein muss. Konkret stehen die Beziehungen zwischen Katar und dem Iran im Blickfeld, denn die unter anderem vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz wird von unterschiedlichen Staaten als eine Terrormiliz wie der IS gesehen. Die überwiegend aus shiitischen Milizen bestehene Hisbollah-Miliz ist ein enger Verbündeter der syrischen Regierungstruppen im Kampf gegen Daesh. Demnach wird dem Iran ein sogenannter „hybrider Krieg“ in Syrien und im Libanon vorgeworfen, der sich vor allem gegen Israel und die sunnitschen Länder richte.

 

„Solange die Militäroperation läuft, müssen wir alle unsere diplomatischen und traditionelleren Aufklärungsmöglichkeiten nutzen, um Druck auf die Regierungen Katars und Saudi-Arabiens auszuüben, die finanzielle und technische Unterstützungen an den IS und andere radikale Gruppierungen in der Region leisten“, geht aus der von WikiLeaks veröffentlichten E-Mail hervor.

 

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am Montagmorgen den Abbruch der Beziehungen zu Katar verkündet. Diese Staaten werfen Doha die Unterstützung terroristischer Organisationen sowie die Destabilisierung der inneren Lage in den vier Ländern vor. Später verkündeten auch Jemen, Libyen, die Malediven und Mauritius, die diplomatischen Beziehungen zu Katar abzubrechen. Russland und die USA werden als potentielle Vermittler in diesem Konflikt gehandelt. Die Gespräche im Hinblick auf den Syrien-Konflikt werden bereits auf militärischer Ebene geführt, wie der digitale Informationsdienst Sputnik am Dienstag berichtete.

 

Trump über den Abbruch der Beziehungen zu Katar:“Möglicherweise ist das der Anfang vom Ende des Terrorismus-Horrors“

Katar ist ein Emirat an der Ostküste der arabischen Halbinsel am Persischen Golf. Das Land wird als absolute Monarchie regiert. Staatsreligion ist der Islam und die Scharia ist die Hauptquelle der Gesetzgebung.

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