Die aktuellen Astana-Gespräche liefen dieses mal weniger erfolgreich: Wegen der Position der Türkei sind die Verhandlungen der Seiten des Syrien-Konflikts in Astana wider Erwarten ergebnislos geblieben, erklärte der Chef der syrischen Regierungsdelegation Baschar Dschaafari . Die Ergebnisse nannte er „sehr bescheiden“, meldet die Agentur RIA Novosti am Mittwoch. Die Gespräche laufen zwischen dem 4. und 6. Juni in der kasachischen Hauptstadt.

 

Wie Dschaafari behauptet, habe es nur der Standpunkt der Türkei nicht erlaubt, Vereinbarungen zu erzielen. Die Vertreter Ankaras würden negativ zum Verhandlungsprozess in Astana stehen, meinte er laut dem digitalen Informationsdienst Sputnik. Der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten und Delegationsleiter Russlands, Alexander Lawrentjew, bestätigte, dass bei der 5. Runde der Syrien-Gespräche keinerlei Dokumente unterzeichnet worden seien. Die Seiten hätten sich lediglich über eine gemeinsame Arbeitsgruppe einigen können. Die Frage hinsichtlich zweier Schutzzonen, die bei den Verhandlungen entschieden werden sollte, sei auf die nächste Verhandlungsrunde verschoben, die in der letzten Augustwoche stattfinden werde.

Zuvor hieß es, dass die Konfliktseiten in Syrien angeblich vereinbart hätten, in die Schlussdeklaration der neuen Etappe der Syrien-Gespräche in Astana den Punkt aufzunehmen, ein Komitee der nationalen Versöhnung zu bilden. Allerdings sehe man, dass dies nicht geschehen sei. An den zweitägigen Verhandlungen, die am 4. Juli begonnen hatten, nahmen laut dem kasachischen Außenministerium neben der syrischen Regierungsdelegation auch Vertreter der „Nord-„ und „Südfront“ der syrischen Opposition teil. Im Anschluss an die Plenarsitzung sollte eine Vereinbarung getroffen werden.Das Hauptergebnis der bisherigen vier Runden war die Abstimmung eines Dokuments über die gemeinsame operative Monitoring-Gruppe für die Einstellung der Kampfhandlungen und die Unterzeichnung eines Memorandums über die Bildung von Schutzzonen in Syrien durch die Garant-Staaten Russland, die Türkei und den Iran.

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