Israels Regierung wirf dem US-Starinvestor George Soros subversives Verhalten vor, wie gestern Medien unter Berufung auf Stimmen der israelischen Regierung berichteten. Während oftmals Kritik an Soros mit Antisemitismus gleichgesetzt wird, hält der Staat Israel Kritik an Soros gleichwohl für legitim.

 

George Soros ist ein bekannter amerikanischer Financier und Investor ungarischer Herkunft. Seine Tätigkeit ist umstritten, viele sehen in ihm einen Finanz-Spekulanten. Soros ist auch ein aktiver Politiker: Seinen vielzähligen Fonds wurde wiederholt vorgeworfen, in die Organisation von Machtwechseln in manchen Ländern verwickelt zu sein. Insbesondere bestreitet der Milliardär nicht, dass seine Gelder geholfen haben, in der Ukraine die erste „Orange Revolution“ im Jahr 2004 und dann auch den sogenannten Euromaidan im Jahr 2013 durchzuführen. Aktuell steht er besonders der ungarischen Regierung in der Kritik, da man Soros vorwerfe die Migrationsströme finanziell mit seinen Stiftungen zu sponsern.Laut Orban ist Soros für die Migration aus dem Nahen Osten verantwortlich. Damit gefährde er die Sicherheit Ungarns. Eine Kampagne gegen Soros unter dem Motto „“Lassen wir nicht zu, dass Soros zuletzt lacht!“ “ wurde aber wieder einmal als Antisemitismus durch internationale Organisationen gebrandmarkt. Israel sieht aber nun selbst Soros Tätigkeit als nicht unkritisch an: „Israel bedauert jeden Ausbruch von Antisemitismus in jedem Land und unterstützt überall jüdische Gemeinden in ihrem Widerstand gegen diesen Hass. Das war das einzige Ziel der Aussage, die der israelische Botschafter in Ungarn gemacht hat“, so das Außenministerium des Landes in seiner Erklärung. Israel hält Kritik am US-Milliardär George Soros für legitim und wirft ihm systematische Versuche vor, demokratisch gewählte Regierungen des jüdischen Staates zu untergraben, heißt es in einer Erklärung des Israelischen Außenministerium, schreibt Sputnik.

Der Staat Israel brandmarkte den aus Ungarn stammenden jüdischen Multimilliardär und Spekulanten George Soros als eine „Bedrohung“ und beschuldigt ihn, „Israels demokratisch gewählte Regierungen kontinuierlich zu unterminieren“. Zudem würden die von Soros finanzierten Organisationen „den jüdischen State diffamieren und dessen Recht auf Selbstverteidigung verweigern“, schreibt Journalist Marco Maier vom Contra Magazin. Während Soros selbst – wie üblich – nicht auf die persönlichen Attacken gegen ihn einging, waren vor allem die ungarischen jüdischen Gruppen jene, die für den Milliardär Partei ergriffen. Auch der israelische Botschafter in Ungarn kritisierte die Kampagne, die „schlechte Erinnerungen erwachen“ ließen, sowie „Hass und Furcht sähen“ würden. Daraufhin sandte das israelische Außenministerium eine „Klarstellung“ auf, wonach George Soros ein legitimes Ziel für Kritik sei. Der Sprecher des Ministeriums, Emmanuel Nahshon, sagte, dass „diese Stellungnahme [Anm.: des Botschafters] in keiner Weise gemeint sei, die Kritik an George Soros zu delegitimieren, der kontinuierlich Israels demokratisch gewählte Regierungen unterminiert“. Zudem würden, so der Sprecher, die von Soros finanzierten Organisationen „den jüdischen Staat diffamieren und versuchen, ihm das Recht auf Selbstverteidigung zu verweigern“.

 

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