Taliban sprechen Katar im Hinblick auf die Friedensgespräche über den Afghanistan-Krieg eine Hauptrolle zu

Das Krisenland Kater spielt nach Angaben eines führenden Mitglieds der Taliban in Afghanistan eine zentrale Rolle im Hinblick auf die Friedensgespräche, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars News Agency. Diese beruft sich dabei auf durchgesickerte E-Mails aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wonach die Taliban in der Hauptstadt des Königreichs Katar, in Doha, mit offiziellen Vertretern sowie Journalisten verhandeln können.

 

Die Taliban haben nach Angaben von Fars News in Doha eine inoffizielle Botschaft eingerichtet, wo sie Diplomaten, Journalisten und andere Vertretern sowie Analysten zu Gesprächen einladen können und somit auch Verhandlungen führen kann. Dies sagte der Vertreter zu Journalisten des Senders Al-Jazeera. Es soll sich hierbei um jeweils ein Treffen in den Jahren 2013 und 2016 gehandelt haben, die in Büros und Zentren von Katar geführt wurden. Der Taliban-Vertreter betonte dabei die Wichtigkeit solcher Treffen, um den Friedensprozess voranzutreiben.

 

 

Der Wüstenstaat Katar wird seit mehreren Monaten von verschiedenen arabischen Staaten politisch isoliert, was mit dem dem Vorwurf der Terrorfinanzierung begründet wird. Am 5. Juni hatten Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Teile von Libyen sowie Jemen, die Malediven und Mauritius die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, den Flug- und Schiffsverkehr gestoppt und die Grenzen geschlossen. Sie warfen dem Emirat „Unterstützung des Terrorismus“ und „Destabilisierung der Lage im Nahen Osten“ vor.  Die Golfstaaten hatten Katar am 23. Juni eine Liste mit ultimativen Forderungen übergeben, die Regierung Katars wies sie kurz vor Ablauf des Ultimatums zurück. Sie verurteilte die Forderungen als unrealistisch und rief zu deren Revision auf. Insbesondere wird Katar vorgeworfen zu eng mit dem saudischen Erzrivalen zu eng zusammenzuarbeiten. In den vergangenen Tagen spitzte sich die Lage in Katar weiter zu, wie unter anderem der digitale Informationsdienst Sputnik Deutschland unter Berufung auf einen saudischen Experten schreibt.

 

„Die Länder, die eine Blockade verhängt haben, machen alles Mögliche, um mit Katar im Rahmen des Golf-Kooperationsrates zusammenzuarbeiten, ohne die Krise auf die internationale Ebene zu bringen“, so der Experte Anwar Ishki auf Sputnik Deutschland.

 

Al Jazeera

 

 

 

 

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Kategorien:Allgemein, International, Russland

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