Medien: Lieferung von neuen Defensivwaffen durch Washington an Kiew sei für die europäischen Vermittler ein Alptraum

In einem Beitrag des staatlichen deutschen Radios „Deutschlandfunk“ wird mit Besorgnis über die möglichen Waffenlieferungen Washington an Kiews berichtet. Nicht nur Moskau schaue mit Besorgnis auf die möglichen Waffenlieferungen Kiews, sondern auch die Vermittler aus Europa erblicken darin einen Alptraum. Bislang wurden keine letalen Waffen an Kiew geliefert, sondern man hat es von amerikanischer Seite dabei belassen, Kiew mit Aufklärungsgerät, Ausrüstung und nicht mit letalen Waffen zu unterstützen. Noch nicht, was sich aber unter Donald Trump wiederum schnell ändern könnte.

 

Für die Vermittler aus Deutschland und Frankreich ist allein schon die Vorstellung, dass es noch mehr Waffen in einer ohnehin schon waffenstarrenden Region geben wird, ein Alptraum. Denn schon jetzt gelingt es nicht, einen dauerhaften Waffenstillstand hinzubekommen, so Moskau-Korrespondentin Christina Nagel auf dem Portal Deutschlandfunk.

Der amerikanische Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Volker, sieht eine potentielle Lieferung von Waffen hingegen als weniger besorgniserregend an und sieht darin ein Mittel, um Russland zum Einlenken zu zwingen. Bislang ist die Lieferung von letalen Waffen, worunter auch Defensivwaffen wie Panzerfäuste fallen, von der US-Regierung offengelassen und man unterstützte auf andere Weise Kiews im Kampf gegen das eigene Volk.

 

„Es würde den Ukrainern die Möglichkeit geben, sich zu verteidigen. Wenn die russische Seite weitere Schritte auf ukrainischem Gebiet unternehmen sollte. Russland sagt, man werde das nicht tun – also besteht für niemanden ein Risiko“, so Volker.

Die Ankündigung von US-Waffenlieferungen an die Ukraine kann Kiew laut dem Chef der selbsterklärten Volksrepublik Donezk, Alexander Sachartschenko, als Ansporn zur Aggression betrachten. Die Zeitschrift „The Wall Street Journal“ hatte zuvor unter Berufung auf US-Beamte berichtet, dass das Pentagon und das US-Außenministerium einen Plan zu Waffenlieferungen an die Ukraine erarbeitet hätten. Das Weiße Haus soll jedoch die Initiative noch nicht gebilligt haben, wie der digitale Informationsdienst Sputnik Deutschland schreibt.

„Kiew wird das Bereitstellen letaler Waffen für die ukrainische Seite durch die USA als Ansporn zur Aggression auffassen. Und das, während Kiew sich seit langer Zeit auf die Wiederaufnahme großer Kriegshandlungen gegen uns vorbereitet und wo nur seine westlichen Kuratoren Kiew zurückhalten. Bisher zurückhalten“, sagte der Donezk-Chef gegenüber der Agentur RIA Novosti.

Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen, die ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Der Anlass dafür war der nationalistisch geprägte Umsturz in Kiew, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde. Laut den Vereinten Nationen sind bei dem bewaffneten Konflikt in der Ostukraine bisher mehr als 9.400 Menschen ums Leben gekommen. Allerdings gehen andere Schätzung von weitaus mehr Toten und Verletzten aus.

 

 

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Kategorien:International, Osteuropa, Russland

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