Nach neuen Sanktionen gegen Nordkorea: Droht nun eine Eskalation des Konfliktes?

Der Konflikt um die Atomtests Pjöngjangs nimmt kein Ende und nahm durch die gestrigen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates eine neue Form an. Nordkorea wird seit 2006 sanktioniert und durch die jüngsten Verschärfungen kann es zu einem globalen Flächenbrand kommen. Nordkoreas Verbündeter China hat zusammen mit Russland die Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat am 5. August verabschiedete unterstützt, warnt aber nun vor einer Eskalation des Konfliktes.

 

Vor wenigen Monaten hielt der US-Geopolitiker einen US-Angriff gegen Nordkorea für sehr wahrscheinlich und geht davon aus, dass die USA mit Tarnkappenmaschinen und F-35 Bombern das ungeliebte Nordkorea angreifen könnten. Diese sind in Japan und und im südkoreanischen Guam stationiert. Der Konflikt um Nordkorea eskalierte im Frühjahr, nachdem Pjöngjang mehrere Raketentest durchführte und die USA ihre Flugzeugträger in Richtung Koreanische Halbinsel schickten. Nachdem Nordkorea im Juli zwei weitere Interkontinentalraketen testete verhängten der UN-Sicherheitsrat weitere Sanktionen gegen Pjöngjang, die in Form einer Resolution erging, die Russland und China mit verabschiedeten. Es ist seit 2006 insgesamt die achte Resolution dieser Art. Die neue Resolution enthält Ausfuhrverbote für Kohle, Eisen, Eisenerz, Blei, Bleierz sowie Fisch und Meeresfrüchte. Ein Stopp des Exports von Kohle nach China könnte Nordkorea  besonders schwer treffen. Dies gehört zu einer der wenigen externen Einnahmequellen des kommunistischen Regimes. Nun forderte Chinas Außenminister Wang Yi alle Seiten auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

 

 „Es geht darum, eine Lösung des Nuklearproblems auf dem Verhandlungsweg zu finden, bis die  Denuklearisierung der Halbinsel und die Stabilität erreicht sein werden“, sagte der chinesische Außenminister laut Sputnik Deutschland. Der US-Präsident Donald Trump bedankte sich bei Russland und China für die Unterstützung der Resolution des UN-Sicherheitsrates.

Er rief dazu auf, dass alle betroffenen Parteien wieder auf den Verhandlungstisch zurückkehren sollen. Dies wären Nordkorea, Südkorea, Japan, China, die USA und Russland. Der chinesische Chefdiplomat bewertete die Situation als äußerst kritisch. Bereits vor den Sanktionen des UN-Sicherheitsrates verhängten die USA gegen Russland, den Iran und Nordkorea weitere Sanktionen. Im Hinblick auf Nordkorea hängt das Atomprogramm und die jüngsten Test auch der Iran mit zusammen, was allerdings selten ausgesprochen wird. Die USA und auch Israel vermuten, dass Nordkorea eine externe Raketenschmiede auch für den Iran sei, der als gefährlichste Bedrohung für den Staat Israel von Washington und Tel Aviv gesehen wird. Man geht davon teilweise aus, dass der Iran nach den Wiener Atomgesprächen sein Atomwaffenprogramm nach Nordkorea verlagert hat, weswegen auch Israel sich über das Nuklearprogramm Pjöngjangs besorgt zeigt. Aber auch Moskau forderte Nordkorea auf das „illegale Atomprogramm“ zu stoppen.

 

„Wir rufen die nordkoreanischen Behörden dazu auf, die verbotenen Programme zu beenden und zur Einhaltung des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen und unter die Kontrolle der Internationalen Atomenergie-Organisation zurückzukehren sowie dem Übereinkommen über das Verbot chemischer Waffen beizutreten“, betonte UN-Botschafter Wassili Nebensja bei der gestrigen Sitzung des UN-Sicherheitsrates, welche der Resolution im Zusammenhang mit Nordkoreas Atom- und Raketentests gewidmet war.

Auch von russicher Seite sei es wichtig, die Denuklearisierung Pjöngjangs voranzutreiben, was aber solange unwahrscheinlich ist bis sich der Staat nicht mehr von den USA bedroht fühlt. Und genau das ist der Fall, denn wie oben gesehen, können die USA jederzeit Nordkorea empfindlich treffen und dadurch eine Kettenreaktion auslösen, die einen globalen Flächenbrand zur Folge hätte. Erschwerend hinzu kommen noch die Flugzeugträger und Flotten, die sich innerhalb kürzestes Zeit in Richtung der Halbinsel bewegen. Eine Gefahr der Eskalation liegt nach den bislang schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea durchaus vor. Dabei ist das verhältnismäßig kleine Nordkorea nicht der alleinige Schuldige an dieser Eskalation, sondern Trumps aggressive Außenpolitik und Sanktionspolitik im Allgemeinen gegen Staaten, die sich nicht dem Imperium beugen wollen.

 

 

 

 

 

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Kategorien:International, Militär, Russland, USA & Lateinamerika

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1 reply

  1. Kim Jong Un bräuchte doch nur keine Raketen mehr starten, dann wäre Ruhe.

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