WikiLeaks optimiert Suchalgorithmus für die Clinton-Mails

WikiLeaks-Begründer Julian Assange verkündete, dass der Suchalgorithmus „Stochastik Terminator“ im Hinblick auf die Veröffentlichung der Reihe DNC-LEaks vereinfacht wurde. Damit macht es WikiLeaks der breiten Masse es leichter, diese große Menge an Daten zu durchleuchten, und es gleichzeitig für die Clinton-Kampagne schwerer den Fall zu vertuschen. Die E-Mail-Reihe stammt aus dem Jahr 2016 und betraf die damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, den Democratic National Council (DNC) sowie die Reihe des Wahlkampfstabes um John Podesta.

 

Wir haben den „Stochastik Terminator“ upgedatet, schreibt WikiLeaks auf seinem offiziellen Twitter-Account im Jahre 2016. Diese Optimierung bezog sich auf die damalige Publikation der Podesta-Reihe, die im Oktober fast täglich neue E-Mails enthüllte und die bis in die Nachphase der US-Präsidentschaftswahl hineinragte. Es wurden weit über 100.000 Emails veröffentlicht und sowohl die Wahlniederlage als auch die Skandalträchtigkeit dieser E-Mail-Enthüllung bewegte den Mainstream dazu eine „Anti-Fake-News-Kampagne“ zu starten, um die Vorfälle zu vertuschen. Die E-Mail-Reihe gab Einblicke in die Machenschaften des demokratischen Establishments, was weit über das gewöhnliche Ausmaß von Politik und Korruption hinausging. Insbesondere die englischen Begriffe für Pizza und Käse (Cheese) ließen einen Pädophilie-Skandal in den alternativen Medien aufploppen.

 

Die Stochastik (Ratekunst) ist ein Teilgebiet der Mathematik und beschäftigt sich mit der Wahrscheinlichkeitstheorie sowie der Statistik.  Gerade bei großen Mengen an Daten wie bei den Clinton-Mails, die es auszuwerten gilt, müssen die Suchergebnisse ein optimales Ergebnis liefern. Die Transparenz-Plattform WikiLeaks, die bereits über 10 Millionen Dokumente und Anhänge auf ihren Servern lagert, versucht die Dokumente so aufzubereiten, dass die Schlagworte in den Suchanfrage ein präzises Trefferergebnis liefern. Der entwickelte Suchalgorithmus „Stochastik Terminator“ basiert auf Zufallsprinzipien, mathematische Gewichte, die auf das typische Muster eines gewöhnlichen Nachrichtenzyklus zurückgreift. Nun wurde der Suchalgorithmus dahingehend optimiert, dass es für die Clinton-Kampagne schwierig wird auf die Nachrichten aus den Email-Enthüllungen eine Gegenkampagne zu starten, indem sie man Finten in den Informationsfluss einbaut. Suchergebnisse können insoweit nicht manipuliert werden oder vorhergesagt werden, was die Vorbereitung einer Kampagne oder Gegenkampagne über die Inhalte zu schaffen.

 

Seit März 2016 wurden mehrere Editionen – oftmals in täglichen Tranchen – von Hillary Clinton auf WikiLeaks veröffentlicht. Seitdem wurden mehrere Skandale laut, beispielsweise die Tatsache, dass Hillary Clinton zahlreiche Emails auf den heimischen Server speicherte, oder dass der mutmaßliche DNC-Leaker Seth Rich getötet wurde und die Justiz diesen Fall nach Auffassung vieler Aktivisten unter den Tisch kehren will. Aber auch Hinweise über Korruption, Terrorunterstützung sowie Regime-Wechsel im Nahen und Mittleren Osten in ihrer Funktion als Außenministerin wurden durch diese WikiLeaks-Enthüllungen aufgegriffen. WikiLeaks ist seit diesen Enthüllungen einer Kampagne ausgesetzt und wird von der US-Justiz nun auf eine Stufe mit Terroristen gestellt und quasi für vogelfrei erklärt.

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Kategorien:International, Internet, USA & Lateinamerika, WikiLeaks & Cybersicherheit

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