Nachdem die syrische Armee den Durchbruch in die lange umkämpfte Stadt Deir ez-Zor schaffte dürfte es fast nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Terrormiliz Islamischer Staat endgültig aus Syrien verschwindet. Obgleich es sich hier um einen Meilenstein im Kampf gegen den Terrorismus handelt, dürfte die Gefahr noch lange nicht gebannt sein und bis nachhaltige Stabilität in Syrien wieder einkehrt wird es wohl noch noch einige Zeit dauern. Und auch vor neuen Gruppierungen will ebenfalls jetzt schon gewarnt sein.

Monate zuvor schrieben Medien, dass es sich nur noch um eine Frage der Zeit handelt, bis die syrische Armee flankiert von der russischen Luftwaffe den Durchbruch in Deir ez-Zor schaffen wird. Mehrere Monate wurde die Zivilbevölkerung von den Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit der russischen Fluggesellschaft Abakan aus der Luft mit Nahrungspaketen versorgt, die man per Fallschirm abgeworfen hatte. Gestern rückte die syrische Armee in die Stadt vor, die 28 Monate lange von der Terrormiliz eingekesselt wurde. Viele sprechen von einem strategischen Sieg und auch der russische Präsident Wladimir Putin gratulierte gestern seinem syrischen Amtskollegen zu diesem Sieg.

 

 

 

Ein gemeinsamer Erfolg, denn die russischen Luftstreitkräfte, die sich nun fast zwei Jahre auf Bitten Assads im Kampf gegen den IS in Syrien engagieren, haben sicher ihren Teil dazu beigetragen. Die Operation zur Befreiung der Stadt wurde dabei erst Mitte August geplant und scheint nun erfolgreicher Verlaufen zu sein als beispielsweise die Operation der US-Koalition im irakischen Mossul. In den westlichen Medien schenkte man der Befreiung der Stadt auch weniger Aufmerksamkeit als damals Oktober 2016, als die Schlacht um Aleppo startete und es etliche Skandalberichte über zerstörte Krankenhäuser gab und man sogar Kinderbilder benutzte, um die „Brutalität des Assad-Regimes“ und die „Skrupelosigkeit des russischen Militärs“ zu skandieren.

Der große Durchbruch in Deir ez-Zor verlief kürzer und effizienter: Laut Militärquellen wurden Raketen- und Bombenangriffe gegen die Stellungen der Extremisten fast mit allen Fliegerkräften aus Hmeimim geführt. Nach der Sperrung der Verkehrswege der Extremisten näherten sich syrische Truppen Deir ez-Zor an. Am Dienstag wurden von der Fregatte „Admiral Essen“ drei Marschflugkörper „Kalibr“ gegen Objekte der Islamisten bei Deir ez-Zor abgefeuert. Damit wurde ein Korridor für das Vorrücken der Regierungseinheiten gesäubert. Die Hauptaufgabe ist nun eine völlige Säuberung der Stadt von Extremisten. Damit wird sich die syrische Armee selbstständig befassen, schreibt Sputnik.

 

Sicherlich ist es nicht nur ein strategisch wichtiger, sondern auch ein moralisch wichtiger Sieg für Syrien, während es für den IS gleichzeitig eine solche Niederlage bedeuten wird. Aber die Terrorgefahr ist längst nicht gebannt, denn wie auch in anderen Städten wird es immer wieder zu einzelnen Terroranschlägen kommen werden. Zwar ist nun auch mit der Anti-Terror-Operation an der syrisch-libanesischen Grenze ebenfalls viel erreicht worden. Allerdings besteht auch mit der US-Koaltion eine große Terrorgefahr durch Bomben, die oftmals auch Zivilisten erreichen, die sicherlich keinen Unterschied zwischen dem IS-Terror einerseits und dem Bombenterror anderseits mehr machen. Und zudem werden sich die versprengten islamistischen Milizen aus IS, Al-Nusra und anderen wieder einmal mehr zu einer neuen Gruppierung formieren können, wenn es sie nicht schon bereits im Untergrund gibt. Vor Gruppierungen wie beispielsweise die Chorasan wurde bereits vor zwei Jahren gewarnt, die als gefährlicher und auch technisch versierter als die Terrormiliz IS gelten. Ob diese dann wiederum von den Amerikanern, Franzosen, Briten und den Golfstaaten gesponsert werden, wird sich zeigen, wenn die großen Gazetten des Westens darüber berichten werden.

 

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