Seit Edward Snowden wissen wir, dass die US-Geheimdienste NSA und CIA alles an Daten sammeln, was sie durch ihre Spionage erhalten. Die Informationsplattform The Intercept hat nun Details über diese Methodik veröffentlicht. Und wieder einmal sind private Unternehmen wie IBM, die mit den Amerikanern kooperieren.

Während WikiLeaks diese Woche gehackte Informationen des CIA-Direktor O´Brennan veröffentlichte, hat das Portal des US-Journalisten Glenn Greenwald eine Reihe von Artikeln und Dokumenten über das Drohnenprogramm der Amerikaner aufbereitet. Durch WikiLeaks wissen wir, dass die Geheimdienste im Bereich der Überwachung gerne mit privaten Firmen zusammenarbeiten. Public Private Partnership nennt der Amerikaner diese Form der Partnerschaft. Eine Ähnliche Partnerschaft führen die Drohnenmörder beispielsweise mit der Computerfirma IBM, die ihr Know-How in Sachen Datenanalyse bereitstellt.

 

Big Data soll nicht nur Großkonzerne zu neuen Höchstleistungen verhelfen, sondern auch den amerikanischen Streitkräfte bei der Sammlung und Auswertung von Zielen zur Entscheidungsfindung beitragen. Die US-Firma IBM ist weltweit führend in diesem wachsenden IT-Segment, wo es im Groben darum geht, aus allen verfügbaren Daten anschauliche Informationen zu gewinnen und neue Schlussfolgerungen zu ermöglichen, die Entscheidungsprozesse optimieren sollen.
Letztendlich stehen hinter der Entscheidung Menschen zu töten immer noch Menschen, unter anderem Präsident Obama, der die Kill-List absegnet. Aber in der Entscheidungsfindung lässt man sich immer mehr durch Maschinen beeinflussen. Viele Wissenschaftsethiker warnen bereits davor, dass Maschinen in naher Zukunft eigenständig über Leben und Tod entscheiden dürfen.
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Auf der Plattform des Journalisten Glenn Greenwald, der auch die Snowden-Dokumente nach und nach auswertet, hat vergangene Woche eine ganze Menge an Informationen und Reportagen auf seine Seite The Intercept publiziert. Hieraus geht unter anderem hervor, dass das Militär mittels Datenanalyse ihre Ziele auswertet. Jede Information, ob digital oder analog gewonnen, kann über Leben und Tod entscheiden.
Durch die Sammlung von Informationen aus aller Welt wächst der Datensatz auf den Servern des Militärs und der Geheimdienste täglich an. Bei der Auswertung dieser Daten werden moderne Methoden der Datenanalyse verwendet. Wie ein Großunternehmen, welches sich auch nun durch die Auswertung von allen vorhanden Informationen bessere Entscheidungen erhofft, so versucht das Militär mittels modernster Datenanalyse und Auswertungsmechanismen ihre Entscheidungsfindung zu optimieren. Hierbei werden dennoch immer wieder unschuldige Menschen getötet.

 

Weswegen unschuldige Menschen getötet werden? Daten, insbesondere elektronische Daten, sind anfällig für Manipulation und Verfälschung, die einen solchen Prozess negativ beeinflussen. Auch im zivilen Bereich kann eine manipulierte Datenanalyse zu falschen Entscheidungen führen. Aber die Folgen sind weitestgehend nicht so schwerwiegend wie in diesem Bereich.

Die Drohne als unbemannte Tötungsmaschine wird weltweit verurteilt. Drohnen wurden im Militär zunächst zur Aufklärung des Gefechtsfelder oder zur Zielortung verwendet. Die Aufklärungsdrohnen in der Bundeswehr wurden nach langem internen Streit der Artillerie, also dem Heer zugeordnet.

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