Investigativer Report: Pentagon sammelte sowjetische Waffen in Milliardenhöhe für die Bewaffnung syrischer Rebellen

Ein neuer investigativer Report deckte nun auf, dass das US Verteidigungsministerium (Pentagon) weltweit Millionen Waffen aus alten Sowjetbeständen sammelte, um diese an die syrischen Rebellen zu liefern. Insbesondere in den Balkanländern, die in Zeiten des Kalten Krieges dem Warschauer Pakt angehörten, sollen große Bestände an Kalaschnikows und Dragunows aufgekauft worden sein, um sie danach verdeckt an die Rebellen beziehungsweise Terroristen in Syrien abzugeben, die sich im Bürgerkrieg mit der Assad-Regierung befinden.

 

Diese Zahlen und Daten gehen aus Recherchen des Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) und einem Projekt, dass sich der Bekämpfung von organisierter Kriminalität und Korruption befasst (OCCRP). Diese konnten anhand der Daten und den daraus gewonnen Erkenntnissen den schlüssigen Beweis liefern, dass das Pentagon in Höhe von bis zu 2,2 Milliarden Dollar Waffenbestände von private Händeln und Schmugglern aufkaufen konnte, um sie letztlich an syrische Kämpfer gegen die Assad-Regierung zu liefern. Das ging aus internen Dateien des Pentagons hervor. Perfide daran ist, dass es sich überwiegend um Waffen aus sowjetischer Herstellung handelte, um dadurch die Spur oberflächlich vom Pentagon zu verwischen, denn würden diese anstelle von Kalaschnikows mit M-16 oder anderen NATO-Waffen (wie etwa das deutsche G-3 oder G-36) gegen Assad in den Kampf ziehen, so wäre die Unterstützung noch offenkundiger gewesen. WikiLeaks veröffentlichte folgende Infografik unter Bezugnahme auf einen Artikel des investigativen Portals ZeroHedge, der sich auf die Recherchen von Balkan Insight und den dazugehörigen Bericht beruft.

 

 

 

Im den englischsprachigen Berichten werden auf gefälschte Dokumente hingewiesen und man beruft sich auf weitere Berichte, die die Waffenlieferungen an dschihadistische Gruppen dokumentieren. Es ist letztlich kein Novum, denn auf WikiLeaks selbst gab es in den letzten Jahren mehrere Enthüllungen aus E-Mails und deren Anhängen (so auch etwa die Clinton-Mails), die bereits als Anhaltspunkt dienten, um die Unterstützung dieser Gruppe von amerikanischer Seite zu dokumentieren. Zudem erklärt dies auch der wohlwollende Umgang westlicher Leitmedien im Hinblick auf die Berichterstattung über diese Gruppierungen. Auf der unteren Karte ist zu sehen, wo und welche Gruppen von den USA unterstützt wurden. Neben den Rebellen im Westen und Süden des Landes, wo vor allem die syrischen Oppositionsgruppen beliefert werden, sind im Norden die Syrisch-Demokratischen Kräfte eingezeichnet, die ebenfalls – wie bereits bekannt – vom Pentagon oder CIA unterstützt werden.

 

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Kategorien:International, Internet, Militär, WikiLeaks & Cybersicherheit

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