Spanien: Werden die Separatisten von Barcelona von Madrid zu Terroristen erklärt?

Spanien im Ausnahmezustand seit Wochen: In Barcelona gehen über einhunderttausend Menschen auf die Straßen, um für die Unabhängigkeit für Katalonien ihre Stimme zum Ausdruck zu geben. Am ersten Oktober wird es dann soweit sein, denn dann wird im Land ein Referendum stattfinden, das über das weitere Schicksal Katalonien entscheiden will. Madrid kündigte bereits an, dass man das Referendum nicht anerkennen werde und insoweit drängt sich die Frage auf, wie man mit den Separatismus-Bewegungen umgehen wird.

 

In den letzten Tagen häuften sich die Fotos von Plätzen in Barcelona, wo die Demonstranten die Plätze füllten und sich für die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien aussprechen werden. Madrid kündigte bereits eine harte Hand gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen an. Ob es dabei auch zu einer Anti-Terror-Operation kommen wird, sollte man sich tatsächlich nicht mit politischen und justiziellen Mitteln gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen auszusprechen bleibt abzuwarten. Die Unabhängigkeitsbewegung erhält zahlreiche Unterstützer, vor allem der prominente Fussballverein FC Barcelona, der sich zwar nicht direkt für Sepratismus ausspricht, aber sich für Demokratie, Selbstbestimmung und all diese Werte ausspricht. Wie und was man danach unter diesen Werten versteht und für wen sie gelten sollen, das steht auf einem anderen Stern. Auch wird der Umgang der EU mit den Folgen des Ersten Oktobers spannend bleiben.

 

Madrid will auf jeden Fall konsequent bleiben, weswegen sich viele die Frage wohl stellen:  Zerbricht Spanien unter der harten Hand Rajoys? Denn selbst die Gegner des Referendum und der Unabhängigkeitsbewegung, die im Vergleich zu den Basken eher als gewaltfrei gilt, kritisieren den harten Kurs Spaniens. Im Minutentakt werden derweil Berichte bekannt, wo Madrids Behörden daran arbeiten, dieses Referendum zu unterbinden.

 

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Kategorien:International, Osteuropa

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1 reply

  1. Panzer sind schon unterwegs und wenn die spanische Regierung den Lissabonvertrag von 2009 umsetzt, kann sie *legal* die „Aufrührer und Aufständischen“ abschlachten lassen.
    Die legale Tötung von Aufständischen hätte sie Erdogan gewünscht, aber die Türkei war eben noch nicht in der EU.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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