Katalonien-Referendum: Die Lage im Land spitzt sich zu – Tausende Gegner des Referendums nun auf den Straßen

Am Tag vor dem umstrittenen Referendum in Katalonien wird die Lage immer angespannter. Nachdem wochenlang über die Demonstrationen der Befürworter des Referendums in Barcelona und in anderen Städten berichtet wurde, haben sich nun in Spanien am Samstag landesweit die tausende Menschen auf die Straßen begeben, um gegen die Abspaltung Kataloniens zu demonstrieren – auch in Barcelona, wo die  spanische Polizei derzeit hart durchgreift. 

Tausende Polizisten wurden in den vergangenen Wochen nach Katalonien geschickt. Sie sollen die Abstimmung verhindern. Zahlreiche Schulen, die als Wahllokale vorgesehen, schreibt Euronews unter den Videobeitrag. Aus weiteren Medienberichten geht hervor, dass die von Madrid gesteuerte Polizei ein IT-Zentrum durchsuchte. Für WikiLeaks-Begründer Julian Assange ist nun der „Erste Internet-Weltkrieg“ ausgebrochen, wie aus seinem Twitter-Beitrag hervorgeht:

„Der erste Internet-Krieg der Welt hat in Katalonien begonnen“, schrieb Assange auf Twitter und rief seine Follower dazu auf, auf allen Plattformen Barcelona als ihren Standort anzugeben, um „Solidarität mit den Katalanen zu demonstrieren und zu helfen, sie von der aggressiven Überwachung und Zensurangriffen zu schützen, die spanische Geheimdienste derzeit gegen sie entfesselten“.

 

 

Am 6. September hatte das katalanische Parlament das sogenannte „Referendums-Gesetz“ verabschiedet. Das Gesetz sieht eine für den 1. Oktober geplante Volksabstimmung über die Abtrennung der Region von Spanien vor. Die spanische Regierung hat die Volksabstimmung als illegal bezeichnet. Den Umfragen zufolge sind 41 Prozent der Einwohner für eine Abtrennung und 49 Prozent dagegen. 80 Prozent der Einwohner wollen, dass dieses Referendum stattfindet, schreibt Sputnik Deutschland in einem Beitrag. Aktuell heißt es auf der Seite des Informationsdienstes, dass laut dem spanischen Minister für Bildung, Kultur und Sport, Íñigo Méndez de Vigowurde die „von den katalanischen Behörden organisierte illegale Volksabstimmung von dem Rechtsstaat bereits annulliert“ sei. Das Referendum sei demzufolge unrechtmäßig und habe keine internationale Unterstützung, betonte er.

 

 

 

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