Die Proteste in Kiew halten weiter an: Nachdem in Kiew viele Demonstranten vor der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) protestierten und dort ein Zeltlager mit mehreren Hundert Teilnehmern aufgeschlagen haben, verlagert sich der Protest nun in Richtung des Amtssitzes des ukrainisches Präsidenten Pedro Poroschenko.

Die Leitung der Protestaktion soll der ehemalige Gouverneur von Odessa, Michail Saakaschwili sowie der Parlamentsabgeondete von der Partei „Selbsthilfe“, Jegor Sowolew, innehaben.

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Proteste in Kiew spitzen sich zu – seit Beginn dieser Woche berichten immer mehr russischsprachige Medien über die Vorkommnisse auf den Straßen von Kiews – Bild: RIA Novosti

„Heute gehen wir zu ihm (dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko – Anm. d. Red.) ins Büro, und wenn er nicht tut, was der Präsident tun soll, dann werden wir zu ihm nach Hause gehen, dorthin gehen, wo er sein Business hat“, sagte Sowolew.

Seit Dienstag begannen die Proteste in Kiew, die man im russischsprachigen Raum auch „Micho-Maidan“ nennt, eine Anspielung auf Saakaschwili, der nach einem US-Aufenthalt sich wieder in der Ukraine befindet und dort für Unruhen sorgt. Die Demonstranten fordern die Aufhebung der Immunität für die Parlamentarier, sind gegen Korruption und fordern eine Reform des Wahlrechtes.

Am Sonntag zog der rechte Sektor auf die Straße um den 75. Jahrestag der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) zu feiern. Dabei zogen sie mit Fackeln durch die Straßen Kiews und hielten unter anderem Bilder des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera hoch, der für sie als Volksheld gefeiert wird.

 

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