Einer veröffentlichten Depesche zufolge planen Tel-Aviv und Riad einen neuen Krieg im Nahen Osten. Das Dokument richtete sich weltweit an die Botschafter Israels und soll das Zusammenwirken der beiden Staaten belegen, die anscheinend in der Region einen neuen Krieg provozieren wollen. Erst gestern wurde berichtet, dass der saudische Minister für Golfangelegenheiten davon sprach, dass der Libanon einen Krieg mit Saudi-Arabien planen soll.

 

Der israelische Sender Nana 10 (zu deutsch: Kanal 10) publizierte das Dokument, das weltweit an die Botschafter Israels geschickt wurde. Es nimmt zunächst Bezug auf die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Libanon. Darüber wurde bereits gestern berichtet, nachdem der libanesische Premier Saad Hariri seinen Rücktritt erklärte und daraufhin die Saudis vom Kriegswillen der Libanesen sprachen. Auf dem unteren Tweet des Journalisten Barak Ravid vom besagten Sender, wird auf die Depesche verwiesen, die über eine Kriegslobby gegen Libanon und dem Iran spricht. Auf dem Foto ist der politische Anführer der Hisbollah-Miliz Hassan Nasrallah zu sehen, der für Israel, den Saudis sowie für die westliche Welt ein Dorn im Auge ist.

 

 

Bezug wird hier auf die shiitische Hisbollah genommen, die aus dem Libanon stammt und als eine hybride Armee des shiitischen Irans erblickt wird. Aktuell kämpft die Hisbollah-Miliz überwiegend mit der syrischen Armee im Kampf gegen den Islamischen Staat, der wiederum – wie auch Saudi-Arabien – aus sunnitischen Muslimen besteht. Wichtig dabei ist zu wissen, dass auch Hariri die saudische Staatsbürger besitzt und dessen Rücktritt insoweit für Besorgnis sorgt. Er ist demnach auch Sunnit, was aber nach libanesischer Verfassung auch Voraussetzung ist, um Regierungschef zu werden. Nun soll der Rücktritt Hariris als Anlass genommen werden, um eine Anti-shiitische Koalition zwischen Riad und Tel Aviv zu schmieden, um den iranischen Einfluss in der Region zurückzudrängen. Auch auf die Gefahr der Hisbollah wird ausdrücklich hingewiesen, dessen geistliches Oberhaupt Ali Khamnei ist, der Oberste Revolutionsführer im Iran, der auch das Staatsoberhaupt ist. Der Kampf zwischen Sunniten und Shiiten nimmt demzufolge eine neue Eskalationsstufe an und droht zu einem Flächenbrand in der ganzen Region zu eskalieren, also von Syrien bis runter in den Jemen, wo die shiitischen Houthi-Rebellen erst diese Woche eine Rakete auf Riad abgefeuert haben.

Hisbollah-Flagge und die Flagge der syrischen Armee

 

 

Während in Syrien der Islamische Staat und andere sunnitische Terrormilizen zurückgedrängt wurden und de facto kurz vor der endgültigen Niederlage stehen, droht nun im Libanon der Konflikt zu eskalieren, indem Saudi-Arabien und Israel nun anscheinend einen neuen Kriegsschauplatz eröffnen wollen und wohl auf die Unterstützung der USA zählen können. Denn auch der neue US-Präsident Donald Trump sagte bereits im Wahlkampf letzten Jahres, dass er Israel gegen eine iranische Bedrohung unterstützen werde.

 

 

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