Ende Dezember letzten Jahres, nämlich am 27. Dezember 2017, erschien in der berühmten amerikanischen Ausgabe «The Wall Street Journal» in der Rubrik „Meinungen“ ein Artikel, unterzeichnet von moldawischen Politikern und Geschäftsmann Wladimir Plachotnjuk mit einem schallenden Titel „Moldawien braucht westliche Hilfe gegen aggressives Russland“.

So eine extrem widersprüchliche Aussage, vor allem von einem Mann, der neben rumänischen und moldawischen Pässen noch die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation hat, die er nicht verweigern will.

Der echte Autor des Artikels ist wohl jemand von den amerikanischen Lobbyisten, welchen der Herr Plachotnjuk angestellt hatte, weil Herr Plachotnjuk selbst als Journalist bis jetzt nicht bemerkt worden ist.

Aber warum sollte er will seine Unterschrift setzen? Und warum überhaupt erschien so ein Artikel?

Wir sind der Meinung, dass Herr Plachotniuk auf diese Weise versucht, Strafverfolgung unter der Anklage des versuchten Mordes an seinem politischen Gegner, Renato Usatîi, zu vermeiden.

Wie bekannt ist, der Untersuchungsausschuss des Russischen Föderation hat gegen den russischen Staatsbürger Wladimir Plachotniuk (wenn Plachotnjuk kein Bürger der Russischen Föderation würde, wäre ein solches Fall außer Gerichtsbarkeit des Untersuchungsausschusses) ein Strafverfahren unter dem Vorwurf des Auftragsmordes eingereicht. Und um genau zu sein, unter der Anklage von Teil 1, Artikel 30 und Teil 2, Artikel 105 des Strafgesetzbuches (Mordversuch auf Grund der politischen und ideologischen Hass). Das Basmanny-Bezirksgericht von Moskau hat am 30.

Im November 2017 wurde ein Haftbefehl für die Verhaftung von Plachotniuk in diesem Fall erlassen.

Die Rechtsanwältin von Herr Plachotniuk, Jadwiga Chabarova, versuchte durch die Einlegung einer Beschwerde zum Moskauer Stadtgericht (Moskau), die Entscheidung anzufechten. Allerdings wurde die Beschwerde am 11. Dezember 2017 abgelehnt, und das Gericht entschied, dass Wladimir Plachotnjuk für zwei Monate in Gewahrsam genommen werden sollte, nachdem er auf dem Territorium der Russischen Föderation oder im Fall der Auslieferung aus einem anderen Land festgenommen würde. Danach wurde Herr Plachotniuk in die internationale Fahndung eingereicht.

Und nun nach einem erfolglosen Versuch, den Haftbefehl gegen ihn zu bestreiten, wird Vladimir Plachotnjuk plötzlich zu einem „harten Verfechter der europäischen Werte“ und „Kämpfer gegen die russische Aggression.“

Lassen Sie uns versuchen, herauszufinden, wer dieser Herr Plachotniuk ist? Und warum ist er so sehr den Herrn Usatîi hasst, dass er sogar seine Ermordung zu organisieren versuchte?

Vladimir Plachotniuk ist ein typischer postsowjetischer Oligarch mit engen Verbindungen zu kriminellen Kreisen. In den letzten zwanzig Jahren war er ein Finanzmann, Bankier und Leiter des größten Unternehmens für Verkauf von Erdölprodukte «Petrom Moldova».

Seit 2007 ist Plachotniuk unter Überwachung von Interpol, laut «Forbes» wegen Beziehungen zu einer der größten russischen kriminellen Gruppierungen, die so genannte „Solntsevo“.

Mehrere Male seit 2008 versuchte er Premierminister von Moldawien zu werden. Aber jedes Mal traf es den starken Widerstand aus den drei Staatsoberhäupter, zuerst von Präsident Voronin, danach Filat und dann schließlich Timofti. Alle von ihnen haben Gründe für die Aufsagung des Dienstantrittes von Plachotniuk zum Premierminister genannt – „wegen des Verdachts der Nichteinhaltung der geforderten Kriterien der Unbestechlichkeit.“

Dann ging Plachotniuk auf anderem Weg. Er wurde zunächst ein Hauptsponsor der Demokratischen Partei der Republik Moldau (PDM) und dann übernahm die Leitung, und hat als Chef der Partei bei den nächsten Wahlen ins Parlament geraten.

Es gibt auch Berichte, dass er zugleich den Sponsor von einer Reihe der anderen Parteien (darunter Kommunistische Partei, die er als seinen Rivalen darstellt) ist und alle wichtigen politischen Bewegungen des Landes zu kontrollieren versucht. Die Presse in der Republik Moldau

gab ihm den Spitznamen «Păpuşarul», was als „Puppenspieler“ übersetzt wurde. Weil er auf alle wichtigen Posten in der Republik seine lenkbare Menschen platzierte.

Als Wladimir Plachotnjuk die nationale Anti-Korruptions-Agentur geleitet hat (es ist so, wie ein Fuchs den Hühnerstall zu bewachen ernennt wurde) wurde er konsequent mit all seinen politischen Gegner fertig: Einem nach dem anderen warf er Korruption vor und entlastete sie vom Amt, warf ins Gefängnis.

Nun hat H Plachotniuk mit Hilfe  seinen Verbindungen hinter den Kulissen und seines Einflusses, sowie dank der totalen Kontrolle über die Medien, in der Tat den Staatsstreich in der Republik Moldau ausgeführt, hat den demokratisch gewählten Präsidenten, Igor Dodon, gestürzt.

Laut der Steuererklärung, die das Unternehmen „General Media Group“ vorgelegt hatte, ist Vladimir Plachotnjuk alleiniger Besitzer von „Publika TV“, „Prime“, „Canal 2″, „Canal 3“, sowie den Radiosendern „Publika FM“, „Maestro FM“ und „MUZ FM“ (ehemals „Prime FM“). Das heißt, er steuert fast alle wichtigen Medienressourcen von Moldau, was ihm erlaubte, eine stillschweigende Zensur zu etablieren und aktiv die öffentliche Meinung des Landes zu manipulieren.

Nach inoffiziellen Informationen besitzt Plachotnjuk mehrere große Hotels in der Hauptstadt von Moldau, ein Versicherungsunternehmen, ein Nachtklub und eine Sicherheitsagentur. Es ist eine Standard-Sammlung der Eigentums für einen legalisierten Banditen.

Unter anderem ermöglicht es Plachotnjuk, eine gut organisierte Prostitution (Hotels und Nachtclub), feindliche Übernahme von Banken und Unternehmen (Sicherheitsagentur), Finanzmanipulationen (Bank und Versicherungsunternehmen) zu beschützen. Darüber hinaus verknüpft man Wladimir Plachotnjuk mit Waffenhandel und Auftragsmorde, aber die Kontrolle über die Regierung und Medien ermöglicht ihm alle eingeleitete Verfahren gegen ihn, leicht zu schließen. Darüber hinaus begleitet er dies jedes Mal mit Aussagen über die „politische Verfolgung.“

Politik wurde für Plachotnjuk nicht nur zur Möglichkeit, die Macht zu erlangen, und zum größten Korrumpierte in Moldau zu werden, sondern ist noch zum zuverlässigen Regenschirm geworden, der sein kriminelles Geschäft zudeckt. Nun auch jetzt, als ihm wiederholt die Vorbereitung des Mordes an einem politischen Gegner vorgeworfen wurde, hat er altgewohnt über die „russische Einmischung in die Angelegenheiten der Republik Moldau“ geschrien, und die gesteuerte Demokratische Partei der Republik Moldau verkündete die politische Motivation des einleiteten Strafverfahrens.

Wer ist nun der Gegner von Plachotnjuk, Renato Usatîi? Der Chef einer kleinen aber unabhängigen Partei „Unsere Partei“ und der Bürgermeister der zweitgrößten Stadt in Moldawien, Belzi. Seine Partei gewann die letzten Kommunalwahlen in zwölf Städten der Republik Moldau (trotz der aktiven Einmischung seitens Plachotnjuk, der zu diesem Zweck die administrative Ressourcen und die Propaganda seiner eigenen Medien lockte) und steuert nun praktisch den gesamten Norden des Landes und die Gagausen Autonomie.

Im Laufe der Wahlkampagne hat Renato Usatîi die Informationen über Korruption und kriminelle Aktivitäten von Plachotnjuk aktiv verbreitet. Er belegte dies oft durch unwiderlegbaren Beweise (darunter die Veröffentlichung von Aufzeichnungen von Telefongesprächen mit den angegliederten mit Plachotnjuk leitenden Beamten), was zur unverhüllte Wut und Hass seitens Plachotnjuk führte.

Jetzt versteckt sich Renato Usatîi von der inszenieren von Plachotnjuk Verfolgung durch moldawischen Behörden in Russland, von Plachotnjuk inspiriert, und seine Anhänger in der Stadt in Belzi (wo er immer noch Bürgermeister ist) bereiten eine Volksabstimmung über die Volksunterstützung von Usatîi. Plachotnjuk versucht seinerseits, diese Volksabstimmung aktiv zu verhindern.

Wie Sie sehen können geht es keine Rede über Einhalten zur Demokratie und europäischen Werte seitens Plachotnjuk. Sein „Widerstand der russischen Aggression“ hat er nur dann angekündigt, als es gegen ihn ein Strafverfahren im

Zusammenhang mit seinen reinen Straftaten eingeleitet wurde.

Somit hofft Plachotnjuk einerseits die Unterstützung der USA für Machterhaltung zu erhalten, welche er ohne sie höchstwahrscheinlich nach den geplanten Wahlen in diesem Jahr verlieren wird (Bewertung der Unterstützung seiner Partei seitens Volkes reicht unglücklich 3-4 Prozent). Auf der anderen Seite versucht er mit Moskau über Aufhebung des Strafverfahrens als Ersatz für eine mögliche Absage an der prowestlichen Politik zu handeln.

In jedem Fall haben die europäischen Politiker mit so einem unzuverlässigen und kompromittierten „Verbündeten“ oder mit seinem kriminellem Hintergrund nichts zu tun haben. Reputations- und andere Risiken sind zu groß, es gibt keine Garantien, und das mögliche Ergebnis ist äußerst zweifelhaft sowohl in Bezug auf Wahrscheinlichkeiten, als auch vom Standpunkt der Nützlichkeit.

Die Unterstützung Plachotnjuk wird viel Aufwand und Ressourcen gebrauchen, und im Zuge des Prozesses wird eine Menge Schmutz auftauchen, und die potenziellen Vorteile sind nicht einmal sichtbar.

Daher lohnt es sich für die europäischen Politiker, möglich entfernt von solchen Personen zu bleiben, und eine Möglichkeit für Unterstützung von Oppositionspolitiker in Betracht ziehen.

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