Im Gazastreifen stehen Massenproteste an. Aus diesem Grund hat Israel eine Task-Force (spezielle Eingreiftruppe) für Scharfschützen eröffnet, die befugt ist das Feuer gegen die Protestler zu eröffnen. Das sagte die Israelische Armee (IDF) gegenüber lokalen Medien vor Ort, wie der russische Auslandssender RT berichtet.

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Demnach sollen die Proteste aller Voraussicht nach am Freitag beginnen und die IDF sei im schlimmsten Fall entschlossen zu schießen.

„Wir haben mehr als 100 Scharfschützen stationiert, die von den Militäreinheiten abgestellt werden, vor allem von Spezialeinheiten“ , sagte Stabschef Gadi Eisenkot, wie die Nachrichtenagentur Ynet schreibt.  „Bei einer Gefahr für Leib und Leben gibt es die Erlaubnis das Feuer zu eröffnen.“

Die israelischen Soldaten werden “ viel Gewalt anwenden“, um eine mögliche Infiltration aus dem Gazastreifen zu verhindern, aber die Truppen sind auch angehalten „Leben zu retten“. Der Offizier warnte die Palästinenser mit deutlichen Worten:
„Wenn die Palästinenser denken, sie könnten einen Marsch organisieren und den Zaun passieren, um in unser Territorium einzumarschieren, dann liegen sie falsch.“
Die Kundgebungen im Gazastreifen werden als „Großer Marsch der Rückkehr“ bezeichnet und findet am Gedenktag an die Ermordung von sechs unbewaffneten arabischen Bürger durch die israelischen Streitkräfte bei Demonstrationen gegen Landraub im Jahr 1976 statt.
Die Hamas betonten, dass die Veranstaltung komplett friedlich ablaufen werden und warnte Tel Aviv vor jeglichen Aggressionen. Auch die Vereinten Nationen drängten Israel darauf, währenden den Demonstrationen „Zurückhaltung zu bewahren“  und „zivile Opfer um jeden Preis zu vermeiden.“
Israel seinerseits hat aufgrund des jüdischen Feiertags Pessach, der am gleichen Tag stattfindet, die Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld erheblich erhöht. Am Mittwoch kündigte Israel eine einwöchige Schließung der Region Judäh und Samarien im Westjordanland an. Die Sperre tritt am Donnerstag in Kraft.
Seit US-Präsident Donald Trump erkärte, die Vereinigten Staaten werden Israel als Hauptstadt Israels anerkennen, haben sich die Spannungen zwischen Israel und Palästina wieder zugespitzt.
Bildergebnis für Israelische Scharfschützen
Die Gewalt, die sich nach der Erklärung des US-Präsidenten Jerusalem (arabisch Al-Quds) als Hauptstadt Israels anzuerkennen, ereignete, führte dazu, dass Dutzende von Palästinensern bei Protesten getötet und verletzt wurden. Ihren Höhepunkt erreichten die Proteste Mitte Dezember. Auch in Deutschland sowie in den meisten EU-Ländern wurde die Entscheidung der US-Administration kritisiert. Großbritannien hingegen begrüßte diesen Schritt.

 

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