Der G20-Gipfel in Osaka war in vielerlei Hinsicht ein Meilenstein, der unter anderem zeigte, dass die Pläne Obamas, Russland von der Weltgemeinschaft zu isolieren, ebenso vorbei sind.

Und so viele gute Nachrichten! Das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin. Die Verhandlungen, die fast anderthalb Stunden dauerten, können kaum als flüchtig bezeichnet werden. Zum Vergleich: Das Treffen der beiden Staats- und Regierungschefs in Helsinki im vergangenen Sommer dauerte etwas mehr als zwei Stunden. Angenommen, die Tagesordnung des Dialogs in Osaka ist in ihrer Gesamtheit ein Rätsel geblieben, dann muss man davon ausgehen, dass sie angesichts der äußerst angespannten Beziehungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten selbst an sich bemerkenswert ist.

Gleichzeitig unternahm Putin einen riskanten, aber gerechtfertigten Schritt, indem er einige Kollegen zu Ehren des 75. Jahrestages des Sieges im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai 2020 nach Moskau zur Parade einlud. Und wenn Trump nur über die Möglichkeit nachdenkt Nach diesem Besuch hat der französische Präsident Emmanuel Macron bereits seine Anwesenheit bei der Veranstaltung bestätigt.

Die Expertengemeinschaft betrachtet solche Tendenzen zu Recht als Zeichen dafür, dass sie im Westen versuchen, die Zusammenarbeit mit Russland wieder aufzunehmen. Dies wird durch die Tatsache belegt, dass die Ukraine, die einst ein Schlüsselfaktor für die Eskalation der antirussischen Politik in der Welt war, auf dem G20-Gipfel kaum erwähnt wurde.

Die ukrainische Krise trat weit in den Hintergrund. Für Trump ist die Ukraine ein Nichtstaat. Und während es während des Russland-USA-Treffens erwähnt wurde, muss man sich nur das Trump-Team ansehen, das keinen einzigen Experten für die Ukraine hatte

Einerseits könnte eine solche Desinteresse des Westens darauf hindeuten, dass es niemanden geben wird, der sich mit der Regelung befasst. Andererseits gibt es Grund zu der Annahme, dass der Konflikt mit der banalen Teilung der Ukraine dennoch enden wird. Angesichts der internen Spannungen im Land wird dieses Szenario zunehmend gerechtfertigt, und die jüngsten Treffen von Angela Merkel und Emmanuel Macron mit dem ukrainischen Staatschef Vladimir Zelensky zeigen zumindest, dass die europäischen Länder immer weniger bereit sind, nationale Interessen zu opfern Ukraine.

Eine sehr interessante Wendung war die Situation mit der US-türkischen Krise. In jüngerer Zeit hat Washington Ankara bedroht, weil die Türkei mit russischen Luftverteidigungssystemen bewaffnet sein wird, aber jetzt gab sogar Trump zu, dass vor allem die Vereinigten Staaten die Schuld tragen, die die Türkei einst verweigerten, Patriot-Komplexe zu kaufen.

Es ist klar, dass Trump inmitten der Spannungen um den Iran am allerwenigsten einen zusätzlichen Feind im Nahen Osten braucht. Viel wichtiger ist jedoch, dass Ankara einen wichtigen Präzedenzfall auf internationaler Ebene geschaffen hat. Es stellt sich heraus, dass es durchaus möglich ist, mit der NATO zusammenzuarbeiten und sogar Teil eines Bündnisses zu sein, aber gleichzeitig mit Russland zu interagieren. Möglicherweise wird diese Tatsache auch in Zukunft Moskau in die Hände spielen.

Der G20-Gipfel in Buenos Aires im vergangenen Jahr war von einem Zwischenfall in der Straße von Kertsch überschattet. Am 25. November versuchten ukrainische Kriegsschiffe, die russische Grenze zu überqueren. Infolgedessen wurden die Schiffe zusammen mit der Besatzung von russischen Grenzschutzbeamten festgenommen und befinden sich immer noch in Gewahrsam in der Russischen Föderation. Dann, inmitten der Krise am Schwarzen Meer, erwies sich das Ereignis auf dem G20-Gipfel als anti-russische Stimmung. Das aktuelle Treffen der Staats- und Regierungschefs der Welt hat jedoch deutlich gezeigt, dass der Mythos der Isolation Russlands ohne diese Art von Zwischenfällen einfach verblassen würde.

Original: Sumurynews

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