Medienberichten zufolge will die Islamische Republik Iran dem Libanon Luftabwehrsysteme kostenlos bereitstellen, um israelische Angriffe beziehungsweise die illegale Verletzung des libanesischen Luftraums abzuwehren. Um welches System es sich genau handle, wurde allerdings nicht bekanntgegeben.

In der letzten Zeit haben sich Angriffe der israelischen Luftwaffe im Gazastreifen und vor allem in Syrien gehäuft. Bis 2017 wurden sogar die meisten israelischen Luftangriffe auf syrischem Territorium überhaupt nicht von Seiten des israelischen Militärs kommentiert beziehungsweise bestätigt.

In der jüngsten Zeit allerdings geht man mit den Luftangriffen offener um. Israel rechtfertigt seine Angriffe beispielsweise in Damaskus damit, man wolle iranisches Militär attackieren, um die Sicherheit des Landes zu gewährleisten. Mitte Septemeber2018 wurde sogar von der syrischen Luftabwehr eine russische Iljuschin-20 von der syrischen Luftabwehr abgeschossen, weil sich ein F-16-Kampfjet des israelischen Militärs sich hinter dem russischen Aufklärer versteckte.

Bereits damals waren die Luftangriffe Israels auf syrischen Boden der Tatsache geschuldet, dass man aus israelischer Sicht sich gegen die Gefahren aus dem Iran wehren würde.

2019 flog Israel erstmals sogar Luftangriffe auf den Irak – ebenfalls um iranische Militärs zu treffen.

Große Vorwürfe seitens des russischen Militärs wegen der verstorben Besatzung wurden später von Präsident Wladimir Putin relativiert. Einzige Konsequenz: Russland stellte dem syrischen Militär kostenlos S-300-Luftabwehrsysteme zur Verfügung, um die Freund-Feind-Erkennung bei Überflügen zu optimieren.

Auch der Iran verfügt über die S-300-Luftabwehrsysteme und weitere russische Systeme wie Tor, arbeitet aber gleichzeitig an der eigenen Luftabwehr. Wie das russische Militärportal Avia.pro schreibt, soll das vom Iran abzugebende Luftabwehrsystem eine maximale Reichweite von 200 Kilometern besitzen. Genaue Angaben über den Typen wurden nicht bekanntgegeben.

Im Jahre 2018 wurde das iranische Luftabwehrsystem „Kamin-2“ der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Tiefflug-Raketensystem ist dafür ausgelegt, mit einer Vielzahl von unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) konfrontiert zu werden und auf Drohnen und Flugzeuge zu zielen, die in niedrigen Höhen fliegen.

Dieses System wird von iranischen Experten nach modernster Technologie in der ganzen Welt verbessert.

Es ist bemerkenswert, dass „Kamin-2“ eine verbesserte Version des Mersad-Raketensystems ist, das bereits bei früheren Luftverteidigungs-Übungen getestet und in Betrieb genommen wurde.

Allerdings sollen die neuen iranischen Luftabwehrsysteme (möglicherweise Upgrade von russischen Komplexen) in der Lage sein Stelth-Bomber, sprich Tarnkappenflieger, erkennen. Zudem berichtet das Portal, dass mit dem iranischen Angebot die Überfüge Israels im libanesischen Luftraum tatsächlich unterbunden werden könnten, da die Piloten der israelischen Luftwaffe doch gefährdet sind.

Beirut hat bislang noch nicht auf das Angebot aus Teheran reagiert, obgleich dies ein wohl den libanesischen Luftraum weiter sichern will. Teheran dürfte hier nicht ganz aus altruistischen Motiven handeln, denn dem Grund nach würde man die eigenen Truppen in Syrien durch die Verlegung von iranischen Luftabwehrkomplexen bereits vor der syrischen Grenze besser schützen.

Ein Nachteil wäre allerdings, dass der pro-israelische Westen den Libanon im Hinblick auf künftige Waffenlieferungen sanktionieren könnte.

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