Die türkische Armee sowie ihre Verbündeten – die sogenannte „gemäßigte Opposition ins Syrien“ – haben ihre Vorbereitungen für den Beginn einer größeren militärischen Operation gegen kurdische Streitkräfte (unter anderem die Syrisch Demokratischen Kräfte) in den nördlichen Provinzen Syriens, Rakka und Aleppo, abgeschlossen. Das berichtet ANNA News unter Berufung auf türkische Nachrichtenagenturen und lokale Aktivisten.

Kommandanten der gemäßigten Opposition, unter anderen die Freie Syrische Armee und die Nationale Befreiungsfront, haben ihre Truppen aus Idlib und Afrin abgezogen und nach Rakka und Aleppo verlegt. Die Türkei bietet den syrischen Oppositionsgruppen ein besseres Gehalt sowie Versorgung und Unterkunft, wenn sie sich dem Kampf gegen die Kurden anschließen. Insoweit ist für sie dieser Einsatz rentabler las die Verteidigung von „Groß Idlib“, schreibt die analytische Nachrichtenagentur ANNA News.

Bereits am Wochenende wurde berichtet, dass der türkische Präsident Recep Tahip Erdogan eine großangelegte Offensive im Norden Syriens plant. Moskau und Washington wurden dementsprechend bereits von Ankara vorgewarnt. Die Kurden gelten als einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Syrien-Krieg, wonach sich der Konflikt mit der Türkei in Zukunft zuspitzen wird.

Die Türkei versucht im Osten des Flusses Euphrat die Kontrolle der Städte Tel Abjad, Kobani und Manbidsch zu gewinnen, die immer noch von den Kurden kontrolliert werden. Seit 2016 hat die Türkei offiziell begonnen, in Syrien militärisch zu operieren. Zuvor haben sie einen hybriden Krieg in Syrien geführt und Oppositionsgruppen militärisch unterstützt. Offiziell kämpft die Türkei gegen den Islamischen Staat in Syrien. Iranische Medien warfen der Türkei vor, den Islamischen Staat seit 2014 zu unterstützen. Besonders deutlich wurde dies, nachdem eine Journalistin des iranischen Senders PressTV auf ungeklärte Weise ums Leben kam, nachdem sie in der Türkei Verbindungen zwischen dem IS und dem türkischen Militär (auch NATO) enthüllte.

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Auch im Norden Iraks führen die Türken eine Offensive gegen die PKK durch. Seit Juni 2019 fliegt die Türkei dort verstärkt Luftangriffe gegen die in Deutschland verbotene kurdische Arbeiterpartei durch.

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