Dutzende saudischer Soldaten und von Saudis gesponserte Milizionäre beziehungsweise Söldner wurden getötet, als jemenitische Soldaten und Kämpfer der alliierten Volkskomitees eine Offensive gegen ihre Positionen in der südlichen Grenzregion des Königreichs Najran starteten, wie iranische und arabische Medien korrespondierend berichten.

Auf diesem Foto starten jemenitische Truppen eine im Inland hergestellte ballistische Zelzal-1-Rakete (Erdbeben-1) an einem Militärstandort in Saudi-Arabien. (Foto des Medienbüros der Einsatzzentrale des Jemen)

 

Eine ungenannte jemenitische Militärquelle berichtete dem arabischsprachigen Fernsehsender al-Masirah, dass jemenitische Soldaten und alliierte Kämpfer am Mittwochabend eine im Inland entwickelte Zelzal-1-Rakete im Militärlager Tayyibah al-Esm abgefeuert hätten und Dutzende saudischer Söldner zurückgelassen hätten getötet und verletzt. Auch der iranische Auslandsnachrichtensender PressTV berichtet über einen Angriff jemenitischer Soldaten gegen die Saudis.

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Unabhängig davon haben jemenitische Streitkräfte und ihre Verbündeten in den vergangenen zwei Tagen 22 saudische Soldaten in der südwestlichen Region von Jizan, 967 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Riad, erschossen. Jemenitische Soldaten und Kämpfer des Volkskomitees hatten zuvor acht saudische Soldaten am Grenzübergang Alab in der Region Asir erschossen.

Das Foto zeigt einen jemenitischen Houthi Ansarullah-Kämpfer, der auf eine Position saudischer Truppen im Südwesten von Saudi-Arabien zielt. (Foto des Medienbüros der Jemen-Einsatzzentrale)

 

Saudi-Arabien und eine Reihe seiner regionalen Verbündeten starteten im März 2015 eine verheerende Kampagne gegen den Jemen mit dem Ziel, die Regierung des ehemaligen Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi wieder an die Macht zu bringen und Ansarullah zu zerschlagen.

Das in den USA ansässige Armed Conflict Location und Event Data Project (ACLED), eine gemeinnützige Konfliktforschungsorganisation, schätzt, dass der von Saudi-Arabien geführte Krieg seit Januar 2016 über 60.000 Jemeniten das Leben gekostet hat.

Der Krieg hat auch die Infrastruktur des Landes stark in Mitleidenschaft gezogen und Krankenhäuser, Schulen und Fabriken zerstört. Laut Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 24 Millionen Jemeniten dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 10 Millionen, die unter extremem Hunger leiden.

Bereits im Januar 2018 kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den Hadisten, und die Streitkräfte der VAE waren direkt in den Konflikt verwickelt. Dann gelang es ihm jedoch immer noch, durch Verhandlungen gelöst zu werden. Nach der Entscheidung der Emirate über den Abzug der Truppen aus dem Jemen ging die Aufsicht über die Südstaatler nach Saudi-Arabien über.

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Seit März 2015 schlug die Intervention der von Saudi-Arabien geführten Koalition im Jemen zur Wiederherstellung der Macht von Hadisten bislang fehl. Die Interventionisten konnten die Konfrontation zwischen Saleh und den Huthis nicht einmal nutzen, um ihre eigene Situation während der Militäroperation zu verbessern. Inzwischen haben sich auch Marokko und die Vereinigten Emirate aus dem Krieg zurückgezogen.

Die USA, Frankreich und Großbritannien leisten dem Arabischen Block logistische und nachrichtendienstliche Unterstützung. Pakistan ist an der Seeblockade gegen ebenfalls am Konflikt beteiligt.

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Anfangs kämpfte der Golf-Kooperationsrat auf der einen Seite zusammen mit Antiregierungstruppen, Ägypten, Jordannien, Marokko, Sudan, und dem Senegal gegen die Huthi-Rebellen und dem Staat jemen. Inzwischen haben sich Katar (im Jahre 2017 – eventuell auch Ursache für die Katar-Blockade) und Marroko (2019) zurückgezogen. Vor einigen Wochen kündigten auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Marokko an, sich aus dem Konflik zurückziehen.

Der Anstieg der Kosten seines Verhaltens, der ständige Verlust von Personal und Ausrüstung sowie die zunehmende Kritik der internationalen Gemeinschaft führten dazu, dass der Feldzug schrittweise eingestellt werden musste. Derzeit haben Marokko und die Vereinigten Arabischen Emirate die Koalition verlassen. Der Sudan hat begonnen, Truppen von der Front in die hinteren Gebiete des Jemen abzuziehen.

 

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