Türkei zettelt Proteste im Irak an – Videos

Im Süden des Irak kam es wieder mal zu Unruhen, von denen ausgegangen wird, dass die Türkei der Drahtzieher ist, berichtet die analytische Nachrichtenagentur ANNA News.

„Aus dem #Irak kommen bürgerkriegsähnliche Bilder. Es heißt, Proteste in der Stadt #Nasiriyah seien eskaliert. Armeeeinheiten hätten dann auf Polizeikräfte geschossen, die wiederum auf die Protestierenden schießen wollten. #Baghdad hat das Land nur bedingt unter Kontrolle, twitterte der Journalist Nikita Gerassimov

Im Südirak in der Provinz Zikar wurden in den letzten Tagen mindestens zwei Menschen getötet, 43 weitere verletzt, darunter Sicherheitspersonal, und 30 wurden bei Protesten festgenommen.

Wie die türkischen Medien in Bezug auf einige Menschenrechtsaktivisten feststellten, „wurden zusätzlich zu den Morden und Entführungen von Menschen Fälle des Einsatzes von Tränengas, Militär- und Plastikkugeln durch die Sicherheitskräfte dokumentiert.“ Die Demonstranten reagierten mit Steinen, so die unabhängige irakische Hohe Kommission für Menschenrechte.

Die Organisation ist oppositioneller Natur, Menschenrechtsverteidiger und Aktivisten verwenden die „Marke“, um die „Gräueltaten des Regimes“ zu demonstrieren, während die Proteste im Irak sehr heftig sind, wenn auch mit schwerwiegenden Gründen.

Im Oktober 2019 bereits wurden mehrere Provinzen im Zentrum und Süden des Landes von Protesten heimgesucht, da sich die Lebensbedingungen, die Arbeitslosigkeit und die Korruption verschlechterten. Die Demonstrationen führten zum Rücktritt der Regierung des ehemaligen Premierministers Adel Abdul-Mahdi.

Weiteres Video von den Protesten im Irak Quelle: RebeccaRambar

Die Regierung des derzeitigen Premierministers Mustafa Al-Kadhimi hat angekündigt, die an der Ermordung von Aktivisten Beteiligten strafrechtlich zu verfolgen.

Anfang Dezember hatten Demonstranten in der irakischen Stadt Sarezur das Hauptquartier mehrerer politischer Parteien und Regierungsbehörden wegen weiterer Verzögerungen bei der Zahlung von Löhnen in Halabja in Brand gesteckt.

Nun, in Zikar im November zündeten „Aktivisten“ die Häuser von drei Abgeordneten mehrerer Parteien an. Dank der sofortigen Maßnahmen der Rettungsdienste wurde niemand verletzt. Im Süden des Landes wurde sogar eine Ausgangssperre verhängt.

Türkische Quellen betonen hingegen, dass die Unruhen größtenteils in den schiitischen Vierteln ausbrechen, die Ankara mit dem iranischen Einfluss in Verbindung bringt und die Aktivitäten solcher Menschenrechtsorganisationen sehr aktiv unterstützt.

Alexander Saar-Demichel, Redakteur

Quelle: ANNA News, Moskowski Komsomolz, Twitter

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