Freiherr von Fölkersam: Der junge Baron mit dem Eisernen Herzen

Heute ein Teil deutscher Militärgeschichte, wo ein Soldat vorgestellt werden soll, der es nicht immer leicht hatte beim deutschen Militär und letztlich nach seiner Rehabilitation von sowjetischen Scharfschützen erschossen wurde.

Der Baron mit eisernem Herzen Adrian (Arminievich) von Fölkersam wurde am 20. Dezember 1914 in der zaristischen Hauptstadt St. Petersburg in Russland geboren).

Nur die besten sterben jung: Freiherr von Fölkersam

Von Fölkersam entstammte der Blutlinie der deutsch-baltischen Adelsfamilie von Fölkersam , die seit langem für das Russische Reich tätig war, wodurch er fließend russisch sprach. Sein Vater Magnus Conrad Armin von Fölkersam war ein kaiserlich-russischer Offizier und Kunsthistoriker. Von Fölkersams Familie floh nach der russischen Revolution aus Russland und ließ sich in Lettland beziehungsweise Kurland nieder.

Ab 1934 besuchte er die Universitäten zu München, Königsberg und Wien und studierte zunächst Wirtschaftswissenschaften. Zu dieser Zeit wurde er Mitglied der nationalsozialistischen Bewegung und der Sturmabteilung SA.

Freiherr von Fölkersam trat im Mai 1940 den Brandenburgern (dazu mehr untem im Video)bei und bildete eine Spezialeinheit aus Volksdeutschen russischer Herkunft. Seine Einheit war während der Operation Barbarossa ausgiebig aktiv und der Baron mit dem eisernen Herzen erlebte an der Ostfront so einige wagemutige Abenteuer, die an Kühnheit und Dreistigkeit nicht zu überbieten waren. Frechheit siegt, sagt man im Volksmund

Im Sommer 1942 beispielsweise zeichnete er sich beim sogenannten „Maikop-Überfall“ aus. Unter dem Namen Major Trukhin drang Voelkersam an der Spitze einer Gruppe russischsprachiger Saboteure in sowjetischen Uniformen in Maikop ein und schaffte es, die Verteidigung der Stadt zu desorganisieren, was es den Einheiten der Wehrmacht leichter machte, in Maikop einzumarschieren und die angrenzenden Ölfelder zu erobern.

Brandenburger in Maikop

Verkleidet als russische NKWD-Soldaten, so hieß damals der sowjetische Geheimdienst, der seine eigenen Soldaten beispielsweise kaltblütig erschoss, wenn die ihren Rückzug verfrüht antraten – die Uniformen stammten von übergelaufenen Soldaten — schleuste sich die Truppe hinter die feindlichen Linien hindurch.

Er gab sich gegenüber den befehlshabenden, sowjetischen Offiziere der Stadt Maikop, damals noch im Dienstgrad eines Leutnants der Reserve als Major Turchin von der Brigade Schdanow mit Sonderauftrag aus, so ein Erlebnisbericht.

Durch diesen Verweis erhielt er quasi als vermeintlich kampferfahrener Offizier der Roten Armee eine bevorzugte Behandlung, sodass seine Truppe uneingeschränkt Aufklärungsaktionen durchführen und Anfang August während des Vorrückens der deutschen Wehrmacht die sowjetischen Kräfte durch gezielte Maßnahmen in Chaos versetzte, beispielsweise indem er den Abzug der sowjetischen Truppen verkünden, vermeintliche Deserteure der Roten Armee einsperren ließ und die sowjetischen Ingenieure von der Zerstörung der Ölfeldanlagen abzog.

Quelle VK. Rehabilitation des Barons von Fölkersam

Für diesen Einsatz wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und zum Oberleutnant befördert. Später wechselte Freiherr von Fölkersam zur ruhmreichen Waffen-SS, wo er mit SS-Sturmbannführer Otto Skorzeny, der durch die Befreiung Mussolinis weltbekannt wurde, sich posthum als Mossad-Kollaborateur entpuppte, (wenn man den Informationen des ominösen Geheimdienstes glauben möchte) unter anderem zusammentraf.

Im Jahre 1944 wurde der Freiherr als Stabschef zum SS-Jagdverband versetzt, gleichzeitig leitete er die Wostok-Kampfeinheit („Jagdverband Südost.“) . Unter dem Kommando von Otto Skorzeny koordinierte er die Aktivitäten deutscher Sabotageeinheiten an der Ostfront.

Militärischer Werdegang von Foelkersam. Quelle: VK

Er erarbeitete Pläne, um den französischen NS-Kollaborateur Maréchal Pétain zu entführen und den jugoslawischen Marschall und Kriegsverbrecher Tito zu ermorden, aber diese Operationen wurden nie durchgeführt.

Auch mit dem legendären Wiener Skorzney, der nach Mossad-Veröffentlichungen später deutsche Wissenschaftler ermordet haben soll, die am Atomprogramm in Ägypten mitwirkten. Quelle: VKontakte

Zusammen mit Skorzeny beteiligte er sich an der Entführung des Sohnes des ungarischen Regenten Horthy Jr. (Codename: Operation Panzerfaust) und an der anschließenden Putsch von Horthy Sr. , so die Legende.

Während der Ardennenoperation nahm er als Teil der „Kampfgruppe“ der 150. SS-Panzerbrigade vom 16. bis 21. Dezember 1944 an der Sabotageoperation „Grif“ (deutsch: Greif) teil, wo er auch verwundet wurde.

Am 21. Januar 1945 wurde der junge Untersturmführer beim Verlassen der Kaserne während der Verteidigung von Hohensalz (heute Inowroclaw, Polen) durch einen gezielten Kopfschuss getötet. Er wurde posthum zum Sturmbannführer befördert und er erhielt eine Ehrenschnalle zum Eisernen Kreuz.

Ritterkreuz mit Eichenlaub (ohne Hakenkreuz, da sonst die BRD-Dienste Schnappatmung bekommen.

Er hatte die Aufgabe übertragen bekommen, mit den SS-Jagdverband Ost (ca. 800 Mann) und weiteren verfügbaren Kräften den Vorstoß der Roten Armee bei Hohensalza zu verhindern. Zum Zeitpunkt seines Todes war er SS-Hauptsturmführer und befehligte als Nachfolger von Otto Skorzeny den SS-Jagdverband Ost.

Wer sich mehr für die geheimnisvollen Brandenburger interessiert: Ein Video aus Zeitgeschichte in Bild und Ton

Die geheimnisvollen „Brandenburger“ – ein sehr intersannter Audio-Vortrag des Kanals „Zeitgeschichte in Bild und Ton“

Von Alexander Saar-Demichel und Christian Schellenberg

Quellen: VK, YouTube, Wikipedia.ru, eigene Literatur

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