Schrift der Götter bald in Schweden verboten? – Generalstaatsanwältin will Tyr-Rune mit Swastiska gleichsetzen

Nicht nur in Deutschland setzen manche Kräfte an der politischen Macht alles daran, all das zu zerstören, was dem germanischen Erbe zuzurechnen ist, sondern auch im skandinavischen Schweden, einem Land, das genauso von der Umvolkung bedroht ist, wie Deutschland.

In Schweden will nun die Generalstaatsanwaltschaft das Zeigen von Runen mit dem Zeigen des Hakenkreuzes (Swatiska) gleichsetzen und damit den Paganisten das Ausüben ihrer Religionsfreiheit verbieten. Denn alles, was nicht christlich, muslimisch oder jüdisch ist, wird wohl als nationalsozialistisch verklärt, um alte Traditionen weiter zu dezimieren. Bald dürfte das Trinken von Met unter Drogenkonsum fallen und auch verboten werden. In Deutschland wäre es möglich, in Schweden ist es fraglich. Aber hier geht es um Runen:

Konkret ist es die Tyr-Rune, die mit dem verbotenen Hakenkreuz gleichgesetzt werden soll.

Die Tyr-Rune, auch Kampfrune genannt, war ein Abzeichen der Reichsführerschulen der NSDAP. Es wurde ausschließlich an erfolgreiche Absolventen der Schulen verliehen und am linken Oberarm der Parteiuniform, oberhalb der Hakenkreuz-Armbinde, getragen. Über den Erhalt wurde dem Besitzer zunächst eine Bestätigung ausgestellt und kurze Zeit später eine Urkunde zugesandt.

Als Runen bezeichnet man die alten Schriftzeichen der alten Germanen. Der Sammelbegriff umfasst Zeichen unterschiedlicher Alphabete in zeitlich und regional abweichender Verwendung. Runen können einerseits als Zeichen für jeweils einen Laut geschrieben werden, andererseits als Zeichen stehen für die jeweiligen Begriffe, deren Namen sie tragen.

Die schwedische Generalstaatsanwältin Petra Lundh, die höchste Anklägerin im Land, möchte, dass die historische Tyr-Rune wegen ihrer heutigen Verwendung und verdeckten Nachrichtenübermittlung durch die Nazis mit dem Hakenkreuz gleichgesetzt wird, berichtete der nationale Sender Sveriges Television (SVT), auf den sich wiederum der digitale Informationsdienst Sputnik international beruft, der dieses Thema in englischer Sprache aufgegriffen hat.

Der Vegvísir (Wegweiser) ist ein Symbol, das aus der isländischen Zaubertradition der Galdrastafir stammt. Als Symbol findet er sich mit einer konkreten Darstellung im Huld Manuskript aus dem 19. Jahrhundert. Um den Wegweiser ist ein Runenalphabet. Darum als Kreis die gemeingermanische Runenreihe und die aus ihr hervorgegangenen Variationen (Futhark)

Hintergrund ist, dass die Neonazi-Nordische Widerstandsbewegung (NMR) die Tyr-Rune aus der frühen germanischen Zeit als Symbol verwendet. Sowohl ein Bezirksgericht als auch ein Berufungsgericht haben zuvor abgelehnt, dass das Zeichen als Anstiftung zu ethnischen Gruppen angesehen wird, und eine Reihe schwedischer Organisationen für altnordisches Erbe haben auch die Versuche kritisiert, die Runensprache als nationalsozialistisch zu kennzeichnen.

Die Generalstaatsanwältin Petra Lundh ist jedoch nicht bereit, das Handtuch zu werfen, und hat beim Obersten Gerichtshof des Landes Berufung eingelegt und ihn gebeten, die Urteile der Vorinstanzen zu überprüfen. Ihrer Meinung nach sollte die Darstellung der Tyr-Rune ausreichen, um Anstiftung zu ethnischen Gruppen darzustellen.

Es gibt ähnliche Fälle, in denen Menschen wegen Anstiftung zu ethnischen Gruppen verurteilt wurden. Dies waren Demonstrationen, bei denen die Teilnehmer einheitliche Kleidung trugen, bestimmte Symbole trugen und Reden hielten. Der große Unterschied besteht darin, dass sie in diesem Fall ein Symbol trugen, das nicht so bekannt ist wie die Nazisymbole wie das Hakenkreuz, und dass sie keine Uniformen aus den 30er und 40er Jahren hatten „, sagte Petra Lundh in einer Pressemitteilung.

Laut Lundh sei, so der schwedische Staatsfunk, bekannt, dass die Tyr-Rune in den 1930er und 1940er Jahren von den Nationalsozialisten benutzt wurde und dass es für jeden offensichtlich war, dass die heutigen Neonazis, die sie benutzen, auch eine ähnliche Botschaft verbreiten wollen.

Zugegeben, die Dame wäre im Merkel-Regime auch eine ausgezeichnete Chefanklägerin im Stile einer Hilde Benjamin, die in den 1960er Jahren durch so manchen Schauprozess die heutige Bundeskanzlerin erquicken konnte.

Bisher ist indes unklar, wie sich das Verbot auf die Religionsfreiheit auswirkt, da die fragliche Rune das Symbol des altnordischen Gottes Tyr ist, der in ganz Skandinavien immer noch von Neo-Heiden (Neo-Paganisten) verehrt wird.

Kritiker, einschließlich der Nachrichtenagentur Samhällsnytt, schlugen vor, dass die Neonazis, die heute die Tyr-Rune verwenden, nur zu einer anderen Rune wechseln werden, und auf lange Sicht muss das gesamte altnordische Runenalphabet, das Teil des skandinavischen Kulturerbes ist, dies tun verboten werden.

Ein weiteres Argument ist, dass, wenn die Neonazis nach der gleichen Logik lateinische Zeichen als Symbole verwenden, auch Teile des modernen Alphabets verboten werden müssen, schlussfolgerte der Sputnik-Autor mit dem skandinavischen Vornamen und russischen Nachnamen, Igor Kuznetsov.

Runen und Zeichen werden gerne von Paganisten als Symbol und Talismann verwendet.

Darüber hinaus können auch Logos, die die Tyr-Rune verwenden oder eine große Ähnlichkeit mit ihr aufweisen, wie das Symbol der schwedischen Sozialversicherungsagentur.

Die Runen und eine Reihe verwandter Alphabete, wurden vor der Einführung des lateinischen Alphabets von verschiedenen germanischen und skandinavischen Stämmen verwendet und danach für spezielle und dekorative Zwecke verwendet. Das skandinavische Runenalphabet ist als Futhark bekannt (basierend auf den ersten sechs Buchstaben).

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen will, dem sei das Buch von Wilhelm Hauer (1881-1962), einem Religionswissenschaftlicher und Indologen, empfohlen, der über die „Schrift der Götter“ ein interessantes Buch verfasste.

Das Buch kann man im Verlag Lesen & Schenken für 5,95 Euro käuflich erwerben. Der Onlineshop-Gigant Amazon musste in den letzten Jahren auch massive Kritik dafür einstecken, weil er Runen verkauft hat.

Vor allem Journalisten der gleichgeschalteten Leitpresse strotzen immer vor Unwissenheit, wenn es um das Thema nordische Mythologie oder Runen geht.

Wilhelm Hauer: Schrift der Götter. Vom Ursprung der Runen. Foto: Privat

Die frühesten Runeninschriften stammen aus der Zeit um 150 n. Chr. Runen gerieten aus der Mode, als Skandinavien im Mittelalter christianisiert wurde.

Aus dem besagten Buch von Hauer

Runen hatten in der Wikinger-Kultur eine sakrale Bedeutung, denn in der nordischen Überlieferung spießte sich Odin, der höchste Gott, mit seinem eigenen Speer auf und hing neun Tage und Nächte am Weltbaum Yggdrasil, um die Bedeutung der Runen wahrzunehmen.

Mjölnir ist der Hammer von Thor, dem nordischen Gott, der mit Donner verbunden ist. Mjölnir wird in der nordischen Mythologie als eine der furchterregendsten und mächtigsten Waffen überhaupt dargestellt. Die Prosa Edda berichtet, dass der Hammer aufgrund eines Herstellungsfehlers einen kurzen Griff hat.

Heute werden Runen von Neo-Heiden, Paganisten in der Fantasie und Fiktion sowie für ästhetische Zwecke verwendet. Unter anderem erscheinen Runen, die die Absichten des Wikingerkönigs Harald Bluetooth darstellen, im berühmten Bluetooth-Logo.

Das Verbot der Runen dürfte neben der Meinungsfreiheit auch ein massiver Eingriff in die Religionsfreiheit sein, denn es steht in keinem europäischen Grundrechtskatalog irgendetwas davon, dass unter Religionen lediglich die kargen Wüstenreligionen zu subsumieren sind.

Es fängt immer mit einem kleinen Verbot an und endet mit einem Totalverbot. Auch die alten Wikinger sind auf die Tricks der Christen reingefallen, haben sich weichspülen lassen und sind am Ende konvertiert.

Von Willy Witt, Blogger & Webproducer

Quellen: RIA Novosti, Sveriges Television, eigene Literatur (siehe oben)

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