Deutschland ist bereit den russischen Vektor-Impfstoff Sputnik-V europaweit zu fördern

Langsam entspannt sich der Informationskrieg zwischen Deutschland und Russland, was das Thema Impfstoffe betrifft.

Die Gefahren von Impfstoffen, die in US-Laboren entwickelt wurden sind bekannt. Viele Menschen in der dritten Welt wurden dadurch verkrüppelt, verblödet und sind am Ende an der Krankheit gestorben, vor der sich eigentlich geschützt werden sollen. Das ist typisch USA, typisch Bill Gates, typisch Donald Trump. Der Impfstoff Sputnik V aus Russland scheint anders zu sein.

Deutschland ist bereit, sich für die Interessen Russlands auf dem europäischen Markt für COVID-19-Impfstoffe einzusetzen, auf dem sich derzeit das berüchtigte amerikanische Pfizer-Medikament durchsetzt.

Das berichtet die russische Agentur News Front. Von Anfang an weckte der amerikanische Impfstoff Zweifel. Sie betrafen zunächst die Lagerbedingungen. Das Medikament behielt seine Eigenschaften bei Lagertemperaturen von etwa -70 Grad Celsius. Mit der Einführung des Impfstoffs traten weitere Probleme auf.

Das erste Land, das die Impfung mit dem Medikament von Pfizer erlaubte, war das Vereinigte Königreich. Dort traten auch die ersten Nebenwirkungen auf. Allergiker hatten Probleme, und am Ende wurde ihnen sogar geraten, auf die Impfung zu verzichten. Seitdem sind in Deutschland, Griechenland und auch in Israel Probleme mit dem Medikament aufgetreten. In den Staaten hat der Impfstoff mindestens 55 Menschen getötet.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage der Diversifizierung von Impfstoffen gegen Coronaviren auf dem europäischen Markt dringend geworden, und Deutschland ist bereit, die russische Entwicklung zu fördern. Obwohl Sputnik V im Westen heftig kritisiert wurde, wird es nun sowohl in Russland als auch im Ausland erfolgreich eingeführt. Insbesondere haben die Erfinder des Impfstoffs die Zulassung bei der Europäischen Medizinagentur beantragt, und hier hat Angela Merkel ihre Unterstützung angeboten.

«Russland hat nun einen Antrag bei der Europäischen Medizinischen Agentur gestellt. Und ich habe vorgeschlagen, dass unser Paul-Ehrlich-Institut, also unser Institut, Russland bei diesem Verfahren unterstützen könnte», sagte die Bundeskanzlerin.

Ein weiterer Impfstoff, der vom sibirischen Vektor-Labor entwickelt wurde, befindet sich derzeit in klinischen Studien. Zwei weitere Impfstoffe werden innerhalb der nächsten zwei Monate mit Tests am Menschen beginnen, sagte Gesundheitsminister Mikhail Murashko am Samstag.

Gamaleyas Impfstoff ist ein sogenannter viraler Vektorimpfstoff, dh er verwendet ein anderes Virus, um die DNA, die die erforderliche Immunantwort codiert, in Zellen zu transportieren.

Was ist ein Vektorimpfstoff?

Bei einem Vektorimpfstoff wird in ein für Menschen ungefährliches Virus (der Vektor oder auch Trägervirus) die Information für die Herstellung eines Stücks der Hülle des Coronavirus SARS-CoV-2 eingebaut. Der Vektor gibt diese Information nach der Impfung an wenige Zellen im menschlichen Körper weiter. Die Information lautet dann ebenfalls wie beim mRNA-Impfstoff: „Liebe Zelle, bitte stelle ein kleines Stück von der Hülle des Coronavirus (das sogenannte Spike-Protein) her“. Es werden von den Immunzellen, die das Spike-Protein erkennen, Antikörper gebildet und das Immunsystem kann ebenfalls viel schneller mit einer Abwehrreaktion beginnen, wenn das SARS-CoV-2 in den Körper eindringt. Auch Vektor-Impfstoffe sind nicht neu: Diese Art von Impfstoff ist bereits gegen das Dengue-Fieber oder Ebola zugelassen.

Der Unterschied zwischen Vektorimpfstoff und mRNA-Impfstoff ist vor allem, wie die Informationen zur Herstellung des Stücks Virushülle in die körpereignen Zellen kommt- entweder über Nano-Partikel oder über ein ungefährliches Virus.

Der Impfstoff von Gamaleya basiert auf dem Adenovirus, einer ähnlichen Technologie wie der von CanSino in China entwickelte Prototyp eines Coronavirus-Impfstoffs, der sich derzeit im fortgeschrittenen Stadium klinischer Studien befindet.

Wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff?

Das Verfahren, nach dem die mRNA-Impfstoffe oder auch messenger-RNA (also übersetzt: „Boten“-RNA) funktionieren, ist bisher schon erfolgreich bei der Therapie von Tumorerkrankungen zum Einsatz gekommen und somit kein völlig neues Verfahren.

Auch von unseren Zellen wird mRNA jeden Tag permanent hergestellt. Ihre Funktion ist folgende:

Unsere Gene bzw. unser Genom ist – vereinfacht gesagt – in jeder Zelle unseres Körpers vorhanden und dort stellt die sogenannte DNA (Desoxyribonucleinacid) oder deutsch DNS (Desoxyribonukleinsäure) das Handbuch dar, in dem alle Vorgänge in unserem Körper und die dazugehörigen Anweisungen „aufgeschrieben“ sind. Unter anderem ist darin zum Beispiel aufgeführt, wann und wie unsere Zellen Stoffe herstellen wie Speichel, Magensäure und so weiter. Wenn eine Zelle etwas Bestimmtes herstellen soll, dann wird dieser Teil der Anweisungen aus dem Handbuch „abgelesen“ und in die mRNA übersetzt. Diese Botschaft wird dann an die Stellen in der Zelle weitergegeben, die für die Herstellung bestimmter Stoffe zuständig sind.

Von Redaktion

Verwendete Quellen: News Front, Deutsche Morbus-Crohn-Vereinigung, Deutsches Ärzteblatt

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