Showdown mit Russland in Syrien? Pentagon schickt Truppen nach Hasakah

Im Rahmen von Washingtons Versuchen, die Ölreserven in Syrien weiter zu kontrollieren und dort natürliche Ressourcen zu plündern, hat das US-Militär Berichten zufolge Hunderte von Truppen aus dem Irak in die energiereiche nordöstliche syrische Provinz Hasaka gebracht.

Syriens staatliches Fernsehsender berichtete, dass am Donnerstag 200 Soldaten an Bord von Hubschraubern zu US-Stützpunkten in der Stadt al-Shaddadi geflogen wurden. Die Stadt liegt etwa 60 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Hasakah.

Der Bericht fügte hinzu, dass die Streitkräfte auf dem Ölfeld Omar und dem Gasfeld Koniko in der benachbarten Provinz Dayr al-Zawr eingesetzt werden sollen.

Das russische Militär entsendete nach eigenen Angaben zusätzliche Einheiten der Militärpolizei – etwa 300 Soldaten – in die Provinz Hasakah im Nordosten Syriens, um gemeinsame Beobachtungsposten mit russischen und syrischen Streitkräften zu verstärken.

Syrien-Krieg: Russland schickt weiteres Militär nach Hasakah

Daher drängt sich die Frage auf: Kommt es nun zu einem direkten Kampf zwischen Russland und den Vereinigten Staaten, die sich bisher nur damit brüsten konnten Deutschland gemeinsam besiegt zu haben?!

Obgleich Deutschland im Übrigen als NATO-Partner den USA näher steht, ist es nicht Deutschlands Aufgabe den Pindos militärischen Beistand zu leisten, wenn die GIs von den Russen in die Wüste geschickt werden.

Darüber hinaus berichtete die offizielle syrische Nachrichtenagentur SANA, dass die von den USA geführte Militärkoalition 40 LKW-Ladungen Waffen und logistische Ausrüstung nach Hasaka geschickt hat.

Dem Bericht zufolge rumpelte der Konvoi durch den Grenzübergang Waleed in syrische Gebiete und fuhr in Richtung US-Militärstützpunkte in der Region.

Das US-Militär hat Streitkräfte und Ausrüstung im Nordosten Syriens stationiert. Das Pentagon behauptet, dass der Truppeneinsatz darauf abzielt, zu verhindern, dass die Ölfelder in der Region in die Hände von Daesh-Terroristen fallen. Damaskus sagt jedoch, dass der Einsatz die Ressourcen des Landes plündern soll.

Die USA bestätigten ihre Plünderung von syrischem Öl erstmals während eines Anhörungsaustauschs zwischen dem republikanischen Senator von South Carolina, Lindsey Graham, und dem ehemaligen US-Außenminister Mike Pompeo Ende Juli letzten Jahres.

Während seiner Aussage vor dem Ausschuss für auswärtige Beziehungen des Senats bestätigte Pompeo zum ersten Mal, dass eine amerikanische Ölgesellschaft ihre Arbeit im Nordosten Syriens aufnehmen würde, das von Militanten der sogenannten Syrian Democratic Forces (SDF) kontrolliert wird.

Die syrische Regierung verurteilte das Abkommen nachdrücklich und erklärte, dass das Abkommen zur Plünderung der natürlichen Ressourcen des Landes, einschließlich Öl und Gas, unter der Schirmherrschaft und Unterstützung der Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump getroffen worden sei.

Von Willy Witt, Militäranalyst und Journalist

Quellen: Eigene Quellen, SANA, IRIB, RIA Novosti

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