USA fliegt Söldner nach Libyen und Europa ein

In den letzten zwei Monaten wurden mindestens 150 private Söldner auf von Pentagon gecharterten Flügen nach Europa transportiert.

Das ergeben Beobachtungen aus Öffentlichen Quellen (OSINT), welche von dem bulgarischen Militärportal ArmsWatch festgehalten und dokumentiert wurden.

Auf Dilyana.bg ist dieser Beitrag in englischer Sprache verfügbar.

US-Militärunternehmen, die in Bengasi (Libyen) tätig sind, wurden über Malta mit zwei Luftfahrtunternehmen in die bulgarische Hauptstadt Sofia verlegt. Dies geht aus Quellen des Flughafens Sofia hervor:

Eine Boeing 767 mit den Registrierungen N495AX, N441AX oder N423AX, betrieben von Omni Air, USA (ein Pentagon-Auftragnehmer, der nach Angaben des US-amerikanischen Vertragsregisters im Rahmen eines Vertrags über Lufttransportdienste im Wert von 19,8 Mio. USD arbeitet); die Boeing 767 mit den Registrierungen N495AX, N441AX oder N423AX, betrieben von Omni Air, USA (ein Pentagon-Auftragnehmer, der nach Angaben des US-amerikanischen Vertragsregisters im Rahmen eines Vertrags über Lufttransportdienste im Wert von 19,8 Mio. USD arbeitet).

Am 27. Oktober 2020 um 14:23 UTC startete die von Omni Air betriebene amerikanische Boeing 767 mit der Registrierung N495AX vom internationalen Flughafen Dulles in Washington und landete um 22:51 UTC am Flughafen Sofia.

Am 28. Oktober um 3:45 Uhr startete EET N495AX vom Flughafen Sofia und um 6:23 Uhr landete EET in Erbil, Irak.

Um 7:50 Uhr flog EET N495AX von Erbil nach Malta ab.

In der Zwischenzeit, um 7:21 Uhr EET, flog die estnische Nyx Air ES-NSH von Malta nach Bengasi

Nachdem ES-NSH nach Bengasi gestartet war, flog N495AX um 13 Uhr EET nach Sofia.

Passagiere von Erbil nach Bengasi

Fluginformationen zufolge wurden 17 Passagiere aus Erbil von Omni Air N495AX nach Malta transportiert, von wo aus sie von Nyx Air ES-NSH nach Bengasi gebracht wurden.

Mehr zum Thema:

Das Zugpferd im Pentagon – Das 650ste Militärnachrichtenbataillon

Passagiere flogen von Bengasi nach Sofia

Etwa 23 Passagiere aus Bengasi wurden von Nyx Air ES-NSH nach Malta transportiert, von wo aus sie von Omni Air N495AX nach Sofia gebracht wurden, wie Informationen vom Flughafen Sofia zeigen. Die beiden Flugzeuge tauschten Passagiere aus.

Die N495AX kehrte von Sofia nach Washington zurück und landete am 29. Oktober um 00:54 UTC am Flughafen Dulles.

Obwohl die US-Armee nicht offiziell in Bengasi operiert, ist die Zahl der Flüge zwischen Bengasi und Washington laut einem von The Times veröffentlichten Untersuchungsbericht seit Juni gestiegen. Militärflüge mit Sonderstatus nach Sofia und Bukarest Omni Air hat in den letzten Monaten eine Reihe von Flügen nach Bulgarien und Rumänien durchgeführt, wie Flugdaten zeigen. Das Luftfahrtunternehmen wurde vom US Transportation Command beauftragt, Passagiere und Fracht für das Pentagon zu transportieren, wie aus dem US-Bundesvertragsregister hervorgeht. Diese Flüge sind Militärflüge mit einem Sonderstatus, die von Zivilflugzeugen durchgeführt werden – MARSA-Flüge.

Alle dokumentierten Flüge

  1. Oktober 2020

Omni Air N495AX Washington-Sofia-Erbil-Malta-Sofia

Nyx Air ES-NSH Malta-Bengasi-Malta-Bengasi

  1. November 2020

Omni Air N495AX Washington-Sofia-Erbil-Malta-Sofia

Nyx Air ES-NSH Malta-Bengasi-Malta-Bengasi

  1. November 2020

Omni Air N441AX Washington-Sofia-Erbil-Malta-Sofia

Nyx Air ES-NSH Malta-Bengasi-Malta-Bengasi

  1. Dezember 2020

Omni Air N423AX Washington-Sofia-Erbil-Malta-Sofia

Nyx Air ES-NSH Malta-Bengasi-Malta-Bengasi

  1. Dezember 2020

Omni Air N495AX Washington-Sofia-Erbil-Malta-Sofia

Nyx Air ES-NSH Malta-Bengasi-Malta-Bengasi

  1. Januar 2021

Omni Air N423AX Washington-Sofia-Erbil-Malta-Sofia

Nyx Air ES-NSH Malta-Bengasi-Malta-Bengasi

US-Verteidigungsminister Mark Epster hat bereits angekündigt, dass die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit mit Bulgarien und Rumänien weiter ausbauen werden. Es ist wahrscheinlich, dass solche Pläne den dringenden Transfer von Militärunternehmern aus Kriegsgebieten nach Europa beinhalten.

Von Dilyana Gaytandzhieva (http://armswatch.com/)

Dilyana Gaytandzhieva ist eine bulgarische investigative Journalistin, Nahostkorrespondentin und Gründerin von Arms Watch. In den letzten zwei Jahren hat sie eine Reihe aufschlussreicher Berichte über Waffenlieferungen an Terroristen in Syrien und im Irak veröffentlicht. Ihre aktuelle Arbeit konzentriert sich auf die Dokumentation von Kriegsverbrechen und illegalen Waffenexporten in Kriegsgebiete auf der ganzen Welt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s