Westliche Medienmanipulation und die Nawalny-Proteste in Moskau

In Russland gehen landesweit Anhänger des westlich gestützten Dissidenten Nawalny auf die Straße und erzeugen für westliche Medien jene Bilder, die den Medienkonsumenten manipulieren soll.

Demonstranten in Russland skandieren, „Nieder mit dem Zaren“, womit wohl Präsident Wladmir Putin gemeint ist, dem so einiges in letzter Zeit vorgeworfen wird. Die angebliche Vergiftung von Nawalny oder die Errichtung eines „Protzpalastes“, was auf den Geschichten von Nawalnys Team basiert.

Letzte Woche fanden in Moskau, Sankt Petersburg, Jekaterinburg und anderen russischen Städten nicht autorisierte Kundgebungen statt, um den oppositionellen Vlogger Alexey Navalny zu unterstützen.

Anhänger von Alexei Navalny gehen am Sonntag, dem 31. Januar, in russischen Großstädten auf die Straße, um eine zweite Runde nicht autorisierter Kundgebungen zur Unterstützung des Oppositions-Vloggers zu veranstalten, der seit seiner Rückkehr von Berlin nach Moskau am 17. Januar in Haft ist.

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Letzte Woche wurden mehr als tausend Menschen von der Polizei festgenommen und angeklagt, an nicht autorisierten Protesten teilgenommen und gegen die Beschränkungen des Coronavirus verstoßen zu haben. Vor den Kundgebungen warnte die russische Generalstaatsanwaltschaft, dass jeder, der Massendemonstrationen organisiert oder daran teilnimmt, mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen muss.

Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow nannte die Organisatoren nicht autorisierter Kundgebungen früher „Provokateure“, während Präsident Wladimir Putin betonte, dass jeder das Recht habe, seine Meinung zu äußern, sagte jedoch, dass ein Verstoß gegen das Gesetz „nicht nur kontraproduktiv, sondern auch gefährlich“ sei.

Und auch an diesem Wochenende werden westliche Medien durch Manipulation Bilder in die Wohnzimmer bringen, die vor Manipulation strotzen. Wie Szenen von Polizeigewalt zustande kommen sieht man hier.

Und weitere Szenen, die sich in Moskau abgespielt haben:

Ein Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er sich in der Twerskaja-Straße in der Innenstadt von Moskau in Brand gesteckt hatte, teilte eine medizinische Quelle am Sonntag mit.

Der Quelle zufolge ging der Mann durch Twerskaja, goss Flüssigkeit aus einer Flasche auf sich selbst und setzte sich dann vor einem McDonald’s in Brand.

In Moskau provozieren Nawalny-Anhänger immer wieder die Polizei und den Inlandsnachrichtendienst und bewerfen die Polizei mit Schneebällen. Dabei ist zu erwähnen, dass im britischen Leeds bereits letzte Woche eine private Schneeballschlacht aufgelöst wurde und mit einer Geldstrafe von 11.000 Euro geahndet wurde. Das berichtete zumindest das Portal euronews.

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Man stelle sich vor, die gesteuerte Querdenker-Opposition würde eine illegale Demonstrantion an diesem Wochenende veranstalten und die Polizei setzt ihre Wasserwerfer ein. Medien in Deutschland würden das Verhalten der Polizei rechtfertigen.

Dass dieser Gedanke nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt der Umgang mit Polizeigewalt im November und August, als die Polizei sehr hat gegen Demonstranten in Berlin durchgegriffen hat, nachdem Querdenker ihren Protest gegen das Hygiene-Regime in Berlin veranstalteten. Letztlich bestand der Unterschied darin, dass die Deutschen Gerichte im Eilverfahren die Demonstrationen erlaubt haben, die Polizei diese aber dann wegen Verstöße gegen die Abstands- und Maskenpflicht aufgelöst hat und dabei unmittelbaren Zwang angewendet hat.

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Erst vergangene Woche schossen westliche Medien einen Bock, nachdem sie über Putins „Protzpalast“ berichtet haben, der in Wahrheit Arkady Rotenberg gehört, ein russisch-jüdischer Milliardär und Unternehmer.

Nun ist nicht zu bestreiten, dass auch russissche Medien wie RT Deutsch manipulativ und verlogen über die Vorkommnisse in Deutschland berichten, damit nicht besser sind als die westlichen Leitmedien. Aber nur weil russische und deutsche Medien undeutsch berichten, muss es die Nachrichtenfront nicht nachmachen.

Von Christian Bärenfänger

Quellen: Deutsche Welle, RIA Novosti, Euronews, Videos vor Ort

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