Das Rennen um den Anti-Covid-19-Impfstoff geht in die nächste Runde

Das Rennen um einen COVID-19-Impfstoff der nächsten Generation wird immer heißer. Zwei britische Drogenriesen und ihre Partner treten in den Kampf, um neue Dosen zu entwickeln, um aufkommende Varianten der Krankheit zu bekämpfen.

GlaxoSmithKline (GSK) und CureVac aus Deutschland haben eine neue Zusammenarbeit im Wert von 180 Mio. USD angekündigt, um gemeinsam RNA-Impfstoffe (mRNA) der nächsten Generation zu entwickeln, mit denen mehrere Varianten von COVID-19 in einem Impfstoff behandelt werden können.

Unabhängig davon gaben AstraZeneca und die University of Oxford bekannt, dass sie auch Jabs der nächsten Generation entwickeln, die voraussichtlich bereits im Herbst dieses Jahres eingeführt werden.

Es wächst die Sorge, dass neue, möglicherweise infektiösere Varianten von COVID-19 die derzeitige Runde zugelassener Impfstoffe und anderer Kandidaten der ersten Generation in der Pipeline weniger effektiv machen könnten.

Ein neuer Stamm der Krankheit, von dem angenommen wird, dass er ansteckender ist, wurde erstmals in Großbritannien identifiziert, während eine neue Variante mit Ursprung in Südafrika ebenfalls Anlass zur Sorge gibt.

Die neuen Stöße von GSK werden auf dem COVID-19-Impfstoffkandidaten der ersten Generation von CureVac aufbauen, der sich derzeit in späten klinischen Studien befindet.

„Die Zunahme neuer Varianten mit dem Potenzial, die Wirksamkeit von COVID-19-Impfstoffen der ersten Generation zu verringern, erfordert eine Beschleunigung der Bemühungen, Impfstoffe gegen neue Varianten zu entwickeln, um der Pandemie einen Schritt voraus zu sein“, heißt es in einer Erklärung der Unternehmen. „Diese COVID-19-Impfstoffe der nächsten Generation können entweder zum Schutz von Personen verwendet werden, die zuvor noch nicht geimpft wurden, oder als Booster für den Fall, dass die durch eine Erstimpfung gewonnene COVID-19-Immunität mit der Zeit abnimmt.“

Al-Jazeera

Die Arbeiten an den neuen Dosen werden „sofort beginnen“, sagten die Unternehmen mit dem Ziel, den neuen Impfstoff im nächsten Jahr einzuführen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.

GSK wird auch die Herstellung des COVID-19-Impfstoffs der ersten Generation von CureVac unterstützen.

AstraZeneca und die Universität Oxford sagten während einer Pressekonferenz am Mittwoch, dass sie beabsichtigen, später in diesem Jahr COVID-19-Impfstoffe der nächsten Generation herzustellen.

Der Forschungschef von AstraZeneca, Mene Pangolas, sagte gegenüber Reportern: „Wir sind sehr bemüht, bis Herbst dieses Jahres etwas fertig zu haben.“ Der Zeitplan umfasste Arbeitsarbeiten und klinische Studien zum Testen der neuen Impfstoffe.

Andrew Pollard, Direktor der Oxford Vaccine Group, sagte Reportern, dass AstraZeneca und die University of Oxford zuversichtlich sind, dass der neue Impfstoff gegen eine infektiösere Variante von COVID-19 wirken wird, die erstmals in Großbritannien identifiziert wurde, sich aber seitdem auf andere Teile von verbreitet hat der Globus.

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Merkels genialer Zug im Impf-Schach: Russischer Impfstoff Sputnik-V wird in Position gebracht

Das US-amerikanische Pharmaunternehmen Moderna, dessen mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 in vielen Ländern zugelassen ist, gab im Januar bekannt, dass sein Stoß gegen zwei bekannte Mutationen der Krankheit schützt und dass es einen Booster-Shot entwickelt, um den neuen Südafrikaner anzusprechen Variante.

Der US-amerikanische Pharmariese Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech haben einen mRNA-COVID-19-Impfstoff, der weltweit grünes Licht erhalten hat. Sie haben auch gesagt, dass sie an neuen Impfstoffen arbeiten, um aufkommende Varianten zu bekämpfen.

Wie bereits heute erwähnt wurde, könnte es auch bald eine deutsch-russische Impfkooperation geben. Eine Zusammenarbeit zwischen Russland und dem ehemaligen DDR-Betrieb IDT Biologika, Impfstoffwerk Dessau-Tornau GmbH, bahnt sich an, womit wohl an alte Freundschaften aus dem Kalten Krieg geknüpft werden. Angeblich schützt der russische Anti-Covid-Impfstoff Sputnik-V zu 92 Prozent.

„Es ist bekannt, dass das Gamaleya-Zentrum und die Verwaltungsgesellschaft des Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) daran interessiert sind, einen Partner für die Zusammenarbeit bei einer möglichen Produktion zu finden, und gleichzeitig Kontakt zu IDT Biologica aufgenommen haben“, sagte die russische Abteilung des Gamaleya-Instituts, das den Vektorenimpfstoff herstellt.

MaRSVonPadua

Im Rahmen der Corona-Pandemie hat sich ein regelrechter Wirtschaftskrieg entfacht, der sich auch im Informationskrieg zwischen Ost und West wiederfindet. Haben westliche Medien vor Sputnik-V nahezu jede Impfkritik als „Verschwörungstheorie“ und „antiwissenschaftlich“ verschmäht, so hat man im Hinblick auf die ersten Berichte des russischen Vektorenimpfstoffes auf westlichen Medien den Eindruck gewinnen können, man befinde sich auf einer Seite der Anti-Impfstoff-Befwörter.

Von Alexander Saar-Demichel

Verwendete Quellen: RIA Novosti, Al-Jazeera, Ukraina.ru

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