Ungesühnter Massenmord von 4200 Menschen: Vor 76 Jahren wurde das Passagierdampfschiff Steuben von der Roten Armee versenkt

Der als sowjetischer „Kriegsheld“ bekannte Marineoffizier der Roten Armee, Alexander Iwanowitsch Marinesko , hat sich nicht nur mit der Versenkung der Gustloff als Massenmörder von Zivilisten verewigt, sondern er versenkte auch am 10. Februar 1945 das Flüchtlingsschiff Steuben.

Polarfahrt mit dem Dampfer „München“.- Ausbooten in Gutvangen 17. Juli – 12. August 1925. Quelle: Bundesarchiv

Nach den Untersuchungen des Autors Heinz Schön lief die Steuben von Pillau in Richtung Hafenstadt Kiel aus. An Bord befanden sich etwa 2.800 Verwundete, 300 Personen medizinisches Personal, 150 Mann Besatzung und angeblich etwa 900 Flüchtlinge, wobei über die genaue Opferzahl es keine fundierten Angaben gibt.

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Wie auch bei der Gustloff oder bei dem Massenmord von Dresden sind viele Apologeten, Dialektiker und Propagandisten am Werk, um die Zahl der Deutschen Opfer zu relativieren.

Die Geschichte wird schließlich von den Siegermächten, also auch von den bolschewistischen Dialketikern geschrieben, denen es ohne Hilfe der Amerikaner und Briten nicht gelungen wäre, Deutschland von Osten aus zu überwältigen.

Der Krieg fand, wie man bei der Gustloff bereits mitbekam, auch gegen Zivilisten statt.

Am 10. Februar 1945 gegen 00:55 Uhr wurde die Steuben südlich der Stolpe-Bank auf der Höhe von Stolpmünde von zwei Torpedos des sowjetischen U-Bootes S-13 getroffen und sank innerhalb von nur etwa 15 Minuten.

Auf dem Meeresgrab blühen halt keine Blumen und die toten Menschen im Meer erhalten keine Gräber, sondern allenfalls Koordinaten. Angehörige können daher kein Grab pflegen, ihnen bleibt nur die Erinnerung an das, was vor dem 10. Februar 1945 wirklich geschah.

Der U-Bootkommandant Alexander Marinesko, der zuvor unter Wasser manövrierend das Schiff vier Stunden lang mit dem Horchgerät verfolgt hatte, gab irrtümlicherweise zunächst an, den Leichten Kreuzer Emden versenkt zu haben.

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Beim Untergang des Passagierschiffes Steuben kam der größte Teil der an Bord befindlichen Personen ums Leben, nur etwa 660 Schiffbrüchige konnten vom Begleitschiff des Transporters und dem zu Hilfe kommenden Torpedofangboot TF 10 aus der eiskalten Ostsee gerettet werden. Zwischen 1100 und 4200 Menschen verloren bei dem Untergang ihr Leben.

Die Versenkung der Steuben durch den Bolschewisten, der immer versucht seine Schuld zu bestreiten und sich stets bis heute als „Befreier des Faschismus“ zelebriert, gehört damit zu denen mit der höchsten Zahl an Todesopfern, von denen sich die meisten zu Beginn des Jahres 1945 mit den Versenkungen der Wilhelm Gustloff, der Goya, der Steuben und der Cap Arcona in der Ostsee ereigneten und mehr als 20.000 Menschen das Leben kosteten.

Das Wrack wurde im Mai 2004 durch das Vermessungsschiff ORP Arctowski der polnischen Marine gefunden und identifiziert. Fotos und Zeichnungen zum Untergang und Fund wurden 2005 im National Geographic Magazine veröffentlicht.

Was bleibt zu sagen? Die Welt weiß von dem, was die Deutschen getan haben, aber nichts von dem, was den Deutschen angetan wurde. Deutschland kämpfte 1945 gegen eine Übermacht von drei Weltmächten und oftmals versuchte das heute so verhasste Militär alles daran zu setzen, deutsches Leben zu schützen.

Sicher dürfte dieser Massenmord durch sowjetische Torpedos, der als eine „großen Katastrophen in der Schifffahrtsgeschichte“ beispielsweise verniedlicht wird, im kollektiven Gedächtnis der Deutschen nach hinten gerückt sein. Dieser Beitrag soll aber daran erinnern, was vor 76 Jahren mit zahlreichen Flüchtlingen, Zivilisten und Unschuldigen tatsächlich passiert war.

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Die Mörder von damals werden bis heute als „Helden der Sowjetunion“ gefeiert, ihre Gräber werden geschmückt und von hohen Amts- und Würdenträgern aus Russland und aller Welt besucht und gepflegt.

Namensgeber Steuben – ein Held des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

Das nach Friedrich Wilhelm von Steuben benannte Passagierdampfschiff Steuben wurde vom Norddeutschen Lloyd bereedert. Es wurde 1922 in Dienst gestellt. Zunächst diente es Passagierschiff, im Jahre 1939 dann als Schiff zur Zwangsumsiedlung der Baltendeutschen, danach als Transport und Verwundetenpassagierschiff, das auch Flüchtlinge aus dem Osten versuchte zu retten.

Von Steuben war ein preußischer Offizier und US-amerikanischer General. Er reorganisierte die Kontinentalarmee im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Er wird bis auf den heutigen Tag in den Vereinigten Staaten mit einem eigenen Gedenktag geehrt und gilt als „Held“ der Unabhängigkeit und Schöpfer der heutigen US-Armee.

Die „Steubenparade“ erinnert alljährlich an des Wirken des Offiziers während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges. Wegen der Pandemie fiel die Parade letztes Jahr aus, wie Dr. Lukas Grawe in der aktuellen Ausgabe des Magazins für Militärgeschichte Clausewitz schreibt.

Von Christian Bärenfänger

Verwendete Quellen: Recherchen von Heinz Schön, Bundesarchiv, National Geographic, Clausewitz.

Video von Projekt Franconia




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