Hisbollah zu Gesprächen in Moskau eingetroffen

Eine Delegation von Parlamentariern der libanesischen Hisbollah-Widerstandsbewegung ist zu Gesprächen in die russische Hauptstadt Moskau gekommen.

Unter der Leitung von Mohammad Raad, dem Leiter der Loyalty to the Resistance Bloc – dem politischen Flügel der Hisbollah – traf die Delegation am Sonntag auf Einladung des russischen Außenministeriums in Moskau ein.

Der dreitägige Besuch wird Treffen im Außenministerium und im Föderationsrat, im Oberhaus des Parlaments und in der Staatsduma, im Unterhaus, beinhalten, berichtete der libanesische Fernsehsender al-Manar.

Raad sagte Sputnik, dass der dreitägige Besuch darauf abzielt, sich über die neuesten Entwicklungen im Libanon und in der Region auszutauschen.

Er merkte an, dass die Beziehung zwischen der Hisbollah und Moskau auf „gemeinsamen Interessen und einer einzigen oder sehr engen Sicht auf die Lage in der Region und die Notwendigkeit ihrer Stabilität“ beruht.

Sowohl Russland als auch die Hisbollah unterstützen die syrische Regierung im Kampf gegen von Ausländern unterstützte Takfiri-Kämpfer, die seit März 2011 Chaos im Land anrichten.

Die syrische Regierung sagt, dass das israelische Regime und seine westlichen und regionalen Verbündeten den Takfiri*-Terroristengruppen helfen.

Kataib Hisbollah auf einer Parade im Irak

Die syrischen Regierungstruppen haben viele Gebiete zurückerobert, die einst von terroristischen Gruppen kontrolliert wurden. Die Regierung und die alliierten Streitkräfte kämpfen derzeit gegen die letzten Bastionen von Militanten in der nordwestlichen Provinz Idlib und in Gebieten in der benachbarten Provinz Aleppo.

Vor seinem Besuch hatte Raad gesagt, dass die Bildung einer neuen Regierung im Libanon auch während der Reise diskutiert werden könne, „aber im Rahmen unserer Einschätzung der Lage im Libanon und der Notwendigkeit seiner Stabilität und der Bemühungen, die Bildung zu beschleunigen der Regierung “.

Seit die libanesische Regierung nach einer massiven Explosion im Hafen von Beirut im vergangenen August offiziell zurückgetreten ist, haben innenpolitische Spaltungen und der Druck einiger westlicher Staaten, hauptsächlich Frankreichs, die Bildung eines formellen Kabinetts bisher behindert.

Die Hisbollah, die „Partei Gottes“, ist eine schiitische Bewegung im Libanon. Die Stärke der Islamisten resultiert nicht zuletzt daraus, dass die Schiiten mit rund 30 Prozent der Bevölkerung die größte muslimische Gruppe darstellen. Als Anführer gilt Seyyed Hassan Nasrallah und der geistliche Führer ist Ayatollah Seyed Ali Khamenei.

Die Hisbollah wurde Anfang letztes Jahr in Deutschland aus Devotheit gegenüber den Vereinigten Staaten und Israel von Amts wegen verboten. Sie gilt als terroristische Vereinigung und sämtliche Aktivitäten, sogar das Zeigen der Flagge, stehen unter Strafe.

Die Miliz kämpft unter anderem in Syrien an der Seite von Präsident Bashar al-Assad und im Irak hat sich die Miliz als Bekämpfer des sunnitischen Terrorismus einen Namen gemacht, der vor allem vom Westen finanziert wird. Im Libanon kämpft sie gegen die Invasion zionistischer Kräfte, die sie 2006 erfolgreich bekämpft haben. Bis heute verletzen israelische Truppen ständig den libanenischen Luftraum.

Von Mustafa al-Haram

Quellen: IRIB, RIA Novosti, Sputnik und PressTV.

*Takfiri ist die Bezeichnung für die islamischen Fundamentalisten, die andere Muslime zu Ungläubigen erklären.“. „Trotz des ihnen widerfahrenen Unrechts lässt Abu Hussein nichts auf seine alten sunnitischen Nachbarn kommen. ‚Sie haben uns gebeten zu bleiben und versprachen uns, uns zu schützen.

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