Myanmar: Schlimmster Tag seit dem Putsch – Dutzende wurden getötet

In Myanmar geht die Unruhe weiter. Straßenproteste haben jetzt neue Höhen erreicht, wobei die öffentliche Wut zunimmt und das militärische Vorgehen häufiger und brutaler wird.

Laut dem iranischen Sender Press TV war der Sonntag der tödlichste Tag seit dem Ausbruch von Protesten im ganzen Land gegen einen Staatsstreich vom 1. Februar durch Militärs, bei dem der gewählte Führer Aung San Suu Kyi inhaftiert wurde.

Im Handelszentrum und in der ehemaligen Hauptstadt Yangon kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Medien berichteten von einem blutigen Vorgehen der Polizei in einem Vorort von Yangon, bei dem Dutzende Demonstranten starben.

Angreifer griffen mehrere von China finanzierte Fabriken an und zündeten sie am Sonntag an.

Berichten zufolge töteten Sicherheitskräfte 34 Demonstranten im verarmten Industrievorort Hlaingthaya in Yangon. Die Interessenvertretung der Assistance Association for Political Prisoners (AAPP) fügte hinzu, dass weitere 16 Demonstranten an anderen Orten getötet wurden. Ein Polizist wurde ebenfalls bei Zusammenstößen getötet.

Staatliche Medien kündigten an, dass Sicherheitskräfte eintrafen, nachdem vier Textilfabriken und eine Düngemittelanlage in Brand gesteckt worden waren und etwa 2.000 Menschen Feuerwehrautos daran gehindert hatten, sie zu erreichen.

Von Demonstranten wird angenommen, dass China die regierende Junta in Myanmar unterstützt.

Die chinesische Botschaft sagte, viele der chinesischen Mitarbeiter in diesen Fabriken seien bei den Brandanschlägen verletzt und gefangen worden.

„China fordert Myanmar nachdrücklich auf, weitere wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um alle Gewaltakte zu stoppen, die Täter gemäß dem Gesetz zu bestrafen und die Sicherheit von Leben und Eigentum chinesischer Unternehmen und Mitarbeiter in Myanmar zu gewährleisten“, heißt es in einer Erklärung der Botschaft.

Die regierende Junta setzte das Kriegsrecht in den Distrikten Hlaingthaya und Shwepyitha in Yangon durch.

Von Alexander Saar-Demichel

Quellen: PressTV, IRIB, Tasnim.

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