Mehr Bereicherung am Rohingya-Völkermord? Moskau empfängt den Oberbefehlshaber der Streitkräfte von Myanmar

Auch Moskau pflegt strategische Beziehungen zu Myanmar, wo derzeit eine Militärdiktatur herrscht und dürfte sich in Zukunft auch auf Waffengeschäfte freuen, womit allerdings auch – wie Israel es seit Jahren tut – der Völkermord an den Rohingya-Flüchtlingen gefördert wird.

Treffen zwischen dem Vizeverteidigungsminister Formin und dem Oberbefehlhaber der Streitkräfte von Myanmar, Generalmajor Hline.

Während das russische Militär mit Vertretern der Junta von Myanmar verhandelt, wurden mehr als 50 Menschen am heutigen Samstag auf Demonstrationsveranstaltungen im Land getötet, wo zu Jahresbeginn ein Militärputsch stattgefunden hat.

Laut der Zeitung Myanmar Now wurden Opfer unter den Demonstranten in den Städten Mandalay, Bago und einer Reihe anderer registriert. Unter den bei der Zerstreuung der Proteste Getöteten gibt es auch zwei Kinder.

Kein Problem für Moskau ranghohe Militärs für Waffengeschäfte und für die Ausweitung der strategischen Partnerschaft zu empfangen. Israel macht das schon jahrelang. Weswegen sollten auch nicht russische Oligarchen am Tod Unschuldiger Menschen profitieren?

Der stellvertretende Verteidigungsminister der Russischen Föderation, Generaloberst Alexander Fomin, führte heute Gespräche mit dem Vorsitzenden des Staatsverwaltungsrates, dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte von Myanmar, Generalmajor Min Aung Hline. Dies wird vom russischen Verteidigungsministerium gemeldet.

Berichten zufolge ist der Besuch der Delegation in der Stadt Naypyidaw eine Reaktion auf den Besuch des Oberbefehlshabers von Myanmar im Jahr 2020 bei der Siegesparade in Moskau.

Während seines Besuchs sagte der stellvertretende Verteidigungsminister, Generaloberst Alexander Fomin, dass „Myanmar ein verlässlicher Verbündeter und strategischer Partner Russlands in Südostasien und im asiatisch-pazifischen Raum insgesamt ist.“

„Moskau hält an einer strategischen Linie zur Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern fest“, fügte Fomin hinzu.

Wir erinnern daran, dass die Russische Föderation seit 2001 aktiv Waffen mit Myanmar handelt und 30 MiG-29-Flugzeuge, 12 Kampftrainings-Yak-130-, 10 Mi-24- und Mi-35P-Hubschrauber sowie acht Pechora-2M-Flugabwehr-Raketensysteme liefert. “ Sowie Radarstationen, gepanzerte Fahrzeuge und Artilleriesysteme.

Zuvor wurde ein Vertrag über die Lieferung von sechs Su-30SME unterzeichnet, dessen Umsetzung bereits begonnen hat.

Die Wartung und Modernisierung der Geräte erfolgt in einem auf dem Gebiet von Myanmar eingerichteten gemeinsamen technischen Servicezentrum für die Wartung aller Arten von Geräten.

Darüber hinaus hat sich in den letzten fünf Jahren die militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und Myanmar intensiv entwickelt:

Die Streitkräfte von Myanmar nehmen regelmäßig an gemeinsamen Übungen mit der russischen Armee teil, nehmen an den internationalen Armeespielen teil und ermöglichen russischen Kriegsschiffen die Einreise nach Myanmar Häfen im Rahmen einer Vereinbarung über ein vereinfachtes Verfahren sowie russische Pioniere führen Minenräumarbeiten in Myanmar durch.

Neben Russland liefert unter anderem Israel Waffen an das Militär in Myanmar und beteiligt sich damit auch indirekt am Völkermord der Rohingyas, die überwiegend nach Bangladesch flüchten.

Wie die israelische Zeitung Ha’aretz 2017 schrieb, habe sich die Gewalt gegen die Rohingya Muslime in Myanmar verstärkt. Dies sind Informationen, die durch Satellitenaufnahmen bestätigt werden. Aber all diese Berichte haben die Politik des israelischen Kriegsministeriums nicht ändern und eine Einstellung des Waffenexportes an Myanmar nicht stoppen können.

Weiter hieß es im Ha’aretz-Bericht, dass General Min Aung Hlaing, der Oberbefehlshaber der burmesischen Armee, im September 2015 bei seiner Reise ins besetzte Palästina, wegen des Kaufs militärischer Ausrüstung, mit Verantwortlichen der Rüstungsindustrie des israelischen Regimes zusammengetroffen ist.

Die Rohingya sind eine Ethnie in Myanmar, deren Mitglieder als Muttersprache eine Varietät des indoarischen Chittagongs sprechen, das zum bengalischen Zweig des Ostindischen gehört. Fast alle Rohingya sind sunnitische Muslime. Sie leben hauptsächlich im nördlichen Teil des an Bangladesch grenzenden myanmarischen Rakhaing-Staates

Von Max Sachsenheimer

Quellen: ANNA News, Verteidigungsministerium der Russischen Föderation, Ha´aretz.

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